Friedrich Schiller

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Weiber schmähen gern.

Weihen Sie / dem Glück der Völker die Regentenkraft, / die - ach, so lang - des Thrones Größe nur / gewuchert hatte! Stellen Sie der Menschheit / verlornen Adel wieder her! Der Bürger / sei wiederum, was er zuvor gewesen, / der Krone Zweck.

Weil du vieles geschleppt und schleppst und schleppen wirst, meinst du, / was sich selber bewegt, könne vor dir nicht bestehn.

Weil ein Vers dir gelingt in einer gebildeten Sprache, / die für dich dichtet und denkt, glaubst du schon Dichter zu sein.

Weisere Fassung ziemet dem Alter.

Weisheit mit dem Sonnenblick, / große Göttin, tritt zurück, / weiche vor der Liebe!

Welche Religion ich bekenne? Keine von allen, / die du mir nennst. - Und warum keine? - / Aus Religion.

Welche wohl bleibt von allen den Philosophieen? Ich weiß es nicht. / Aber die Philosophie, hoff ich, soll ewig bestehn.

Wem der Teufel ein Ei in die Wirtschaft gelegt hat, dem wird eine hübsche Tochter geboren.

Wenn auch des Betrügers Witz den Betrug nicht adelt, so adelt doch der Preis den Betrüger. Es ist schimpflich, eine Börse zu leeren. Es ist frech, eine Million zu veruntreuen. Aber es ist namenlos groß, eine Krone zu stehlen. Die Schande nimmt ab mit der wachsenden Sünde.

Wenn auf dem Brett alles liegt, ist jeder Wurf Gotteslästerung.

Wenn die Glock' soll auferstehen, / Muß die Form in Stücke gehen.

Wenn er dem Teufel sein Wort darauf gegeben hätte, in die Hölle zu fahren, er würde nie beten, wenn er mit einem halben Vaterunser selig werden könnte!

Wenn gute Reden sie begleiten / Dann fließt die Arbeit munter fort.

Wenn Haupt und Glieder sich trennen, da wird sich zeigen, wo die Seele wohnte.

Wenn ich am Kaiser unrecht handle, ist's / mein Unrecht, nicht das deinige. Gehörst / du dir? Bist du dein eigener Gebieter, / stehst frei da in der Welt wie ich, daß du / der Täter deiner Taten könntest sein? / Auf mich bist du gepflanzt, ich bin dein Kaiser, / mir angehören, mir gehorchen, das / ist deine Ehre, dein Naturgesetz.

Wenn ich einmal zu fürchten angefangen, / hab, ich zu fürchten aufgehört.

Wenn ihr in der Menschheit traur'ger Blöße / steht vor des Gesetzes Größe / wenn dem Heiligen die Schuld sich naht, / da erblasse vor der Wahrheit Strahle / eure Tugend, vor dem Ideale / fliehe mutlos die beschämte Tat. / Kein Erschaffner hat dies Ziel erflogen; / über diesen grauenvollen Schlund / trägt kein Nachen, keiner Brücke Bogen, / und kein Anker findet Grund.

Wenn sich die Völker selbst befrein, / Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.

Wenn wir ihn über dem Gemälde vernachlässigen, findet sich ja der Künstler am feinsten gelobt. Wenn meine Freude über sein Meisterstück mich ihn selbst übersehen macht, Vater, muß das Gott nicht ergötzen?

Wenn's so recht schwarz wird um mich herum, hab' ich meine besten Besuche.

Wer anders macht ihn als seine Soldaten / zu dem großmächtigen Potentaten? / Verschafft und bewahrt ihn weit und breit / das große Wort in der Christenheit? /

Wer besitzt, / der lerne verlieren, / Wer im Glück ist, / der lerne den Schmerz.

Wer besitzt, der lerne verlieren, wer im Glück ist, lerne Schmerz.

Wer darf sagen, daß er an der Freude verzweifle, solange noch Arbeiten lohnen und Hoffnungen einschlagen?

Wer durchs Leben / sich frisch will schlagen, muß zu Schutz und Trutz / gerüstet sein.

Wer einen Gruß an das liebe Fleisch zu bestellen hat, darf nur das gute Herz Boten gehen lassen.

Wer es glaubt, dem ist das Heil'ge nah.

Wer frisch umherspäht mit gesunden Sinnen, / auf Gott vertraut und die gelenke Kraft. / der ringt sich leicht aus jeder Fahr und Not.

Wer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten.

Wer in Unglück fällt, verliert / sich leicht aus der Erinnerung der Menschen.

Wer keinen Menschen machen kann, / der kann auch keinen lieben.

Wer keinen Menschen zu fürchten braucht, wird er sich eines Menschen erbarmen? Wer an jeden Wunsch einen Donnerkeil heften kann, wird er für nötig finden, ihm ein sanftes Wörtchen zum Geleite zu geben?

Wer mich entbehren kann, wird Wahrheit für mich haben.

Wer nicht vertrieben sein will, muß vertreiben.

Wer nichts fürchtet, ist nicht weniger mächtig als der, den alles fürchtet.

Wer nichts waget, der darf nichts hoffen.

Wer schon so früh der Täuschung schwere Kunst / ausübte, der ist mündig vor der Zeit.

Wer treulos sich des Dankes will entschlagen, / dem fehlt des Lügners freche Stirne nicht.

Wer Tränen ernten will, muss Liebe säen.

Wer's aber mit sich selbst gut meint, der nehme / ja eine Gattin, die gefällig ist / und sanften Herzens - oder lieber keine!

Werden wir uns in Gesprächen der Liebe erschöpfen? Ein Lächeln meiner Louise ist Stoff für Jahrhunderte, und der Traum des Lebens ist aus, bis ich diese Träne ergründe!

Widerrufe / die blut'gen Wünsche! Fürchte, daß der Himmel / so sehr dich hasse, um sie zu gewähren. / Oft nimmt er unser Opfer an im Zorn und straft durch seine Gaben unsre Frevel.

Wie die Säule des Lichts auf des Baches Welle sich spiegelt - / Hell wie von eigener Glut flammt der vergoldete Saum; / aber die Well' entführet der Strom, durch die glänzende Straße / drängt eine andre sich schon, schnell wie die erste zu fliehn - / so beleuchtet der Würden Glanz den sterblichen Menschen: / Nicht er selbst, nur der Ort, den er durchwandelte, glänzt.

Wie die Tugend hat das Laster seine Grade: / Nie sah man noch unschuldige Schüchternheit / zu wilder Frechheit plötzlich übergehn. / Ein Tag macht keinen Mörder.

Wie doch ein einziger Reicher so viele Bettler in Nahrung / setzt! Wenn die Könige baun, haben die Kärrner was zu tun.

Wie du dir selbst getreu bleibst, bist du's mir.

Wie entzückend / und süß ist es, in einer schönen Seele verherrlicht uns zu fühlen, es zu wissen, / daß unsre Freude fremde Wangen rötet, / daß unsere Angst in fremdem Busen zittert, / daß unsere Leiden fremde Augen wässern!

Wie ich / aus jenen alten Büchern mir gelesen, / war Liebe stets mit hoher Rittertat / gepaart, und Helden, hat man mich gelehrt, / nicht Schäfer saßen an der Tafelrunde. / Wer nicht die Schönheit tapfer kann beschützen, / verdient nicht ihren goldnen Preis.

Wie in den Lüften der Sturmwind saust, / man weiß nicht, wo wannen er kommt und braust, / wie der Quell aus verborgenen Tiefen, / so des Sängers Lied aus dem Innern schallt / und wecket der dunkeln Gefühle Gewalt, / die im Herzen wunderbar schliefen.

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