Doch bin ich, wie ich bin, / und nimm mich nur hin! / Willst du Beßre besitzen / so laß dir sie schnitzen!
Doch bleibt immer das schönste Denkmal des Menschen eigenes Bildnis.
Doch ein Begriff muss bei dem Worte sein.
Doch ist eine weite Aussicht, wo Erde und Himmel so vielerlei Ansichten geben, mehr wert, als man glaubt, wenn man sie täglich genießt.
Doch ist es ja kein Geheimnis, daß niemand überzeugt wird, wenn er nicht will.
Doch ist es jedem eingeboren, / daß sein Gefühl hinauf- und vorwärtsdringt, / wenn über uns, im blauen Raum verloren, / ihr schmetternd Lied die Lerche sing, / wenn über schroffen Fichtenhöhen / der Adler ausgebreitet schwebt / und über Flächen, über Seen / der Kranich nach der Heimat strebt.
Doch liebliche Bewegung, wie gesehn, / darf man zu schildern sich nicht unterstehn, / nur der Gesamtblick läßt den Wert empfinden; / der holde Tanz, er muß sich selbst verkünden.
Doch man bewirkt das Wunderbare nicht auf alltägliche Weise.
Doch sind wir auch mit diesem nicht gefährdet, / in wenig Jahren wird es anders sein: / Wenn sich der Most auch ganz absurd gebärdet, / es gibt zuletzt doch noch e' Wein.
Doch was dem Abgrund kühn entstiegen, / kann durch ein ehernes Geschick / den halben Weltkreis übersiegen, / zum Abgrund muß es doch zurück.
Doch werdet ihr nie Herz zu Herzen schaffen, / Wenn es Euch nicht von Herzen geht.
Doch überwiegt das Leben alles, wenn die Liebe in der Schale liegt.
Doch, Freundin, glaube mir, es ist geringre Pein, / nicht gar so sehr geliebt, als es zu sehr zu sein.
Doch, haben alle Götter sich versammelt, / Geschenke seiner Wiege darzubringen / - die Grazien sind leider ausgeblieben, / und wem die Gaben dieser Holden fehlen, / der kann zwar viel besitzen, vieles geben, / doch läßt sich nie an seinem Busen ruhn.
Dort habe ich mir vorgenommen, allerlei wunderliche Dinge zu arbeiten, von denen ich zum voraus nichts erwähnen darf; denn gewöhnlich, was ich ausspreche, das tue ich nicht.
Drei Dinge werden nicht eher erkannt als zu gewisser Zeit: ein Held im Kriege, ein Weiser Mann im Zorn, ein Freund in der Not.
Drei sind, die da herrschen auf Erden: Die Weisheit, der Schein und die Gewalt.
Dringe tief zu Berges Grüften, / Wolken folge hoch zu Lüften; / Muse ruft zu Bach und Tale / Tausend, Abertausend Male.
Du bebst vor allem, was nicht trifft, / und was du nie verlierst, das mußt du stets beweinen.
Du bist ein Weib. Ihr haßt keinen, der euch hofiert.
Du bist mein und bist so zierlich, / du bist mein und so manierlich, / aber etwas fehlt dir noch: / Küssest mit so spitzen Lippen, / wie die Tauben Wasser nippen; / allzu zierlich bist du doch.
Du bist mein, und nun ist das Meine meiner als jemals.
Du bist sehr eilig, meiner Treu! / Du suchst die Tür und läufst vorbei.
Du bist uneigennützig, sagte sie, / das ist recht schön; allein so sehr bist du's, / daß du auch das Bedürfnis deiner Freunde / nicht recht empfinden kannst.
Du bist von der Menschenart, sprach er, die sich leicht an einen Ort, nicht leicht an eine Bestimmung gewöhnen. Allen solchen wird die unstete Lebensart vorgeschrieben, damit sie vielleicht zu einer sichern Lebensweise gelangen.
Du bist über die Kinderjahre; Du mußt also nicht nur zum Vergnügen, sondern zur Besserung Deines Verstandes und Deines Willens lesen.
Du bist! du bist! sagt Lavater. Du bist! / Du bist!!! du bist!!!! du bist, Herr Jesus Christ!!!! / Er wiederholte nicht so heftig Wort und Lehre, / wenn es ganz just mit dieser Sache wäre.
Du dienest, um der Freiheit wert zu sein.
Du hast bisher der Liebenden gefolgt; geh, lerne nun gehorchen, daß du herrschen lernst.
Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, daß das Wasser brennt und das Feuer löscht, daß ein Weib ohne Mann gebiert und daß ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur.
Du kannst! So wolle nur!
Du sehnst dich, weit hinaus zu wandern, / bereitest dich zu raschem Flug? / Dir selbst sei treu und treu den andern, / dann ist die Enge weit genug!
Du siehst mit diesem Trank im Leibe bald Helenen in jedem Weibe.
Du sollst nicht ehebrechen, fuhr Mittler fort: Wie grob, wie unanständig! Klänge es nicht ganz anders, wenn es hieße: Du sollst Ehrfurcht haben vor der ehelichen Verbindung. Wo Du Gatten siehst, die sich lieben, sollst du dich darüber freuen und teil daran nehmen wie an dem Glück eines heitern Tages. Sollte sich irgend in ihrem Verhältnis etwas trüben, so sollst du suchen, es aufzuklären: Du sollst suchen, sie zu begütigen, sie zu besänftigen, ihnen ihre wechselseitigen Vorteile deutlich zu machen, und mit schöner Uneigennützigkeit das Wohl der andern fördern, indem du ihnen fühlbar machst, was für ein Glück aus jeder Pflicht und besonders aus dieser entspringt, welche Mann und Weib unauflöslich verbindet.
Du sollst nicht töten. Als wenn irgend ein Mensch im mindesten Lust hätte, den andern totzuschlagen! Man haßt einen, man erzürnt sich, man übereilt sich, und in Gefolg von dem und manchem andern kann es wohl kommen, daß man gelegentlich einen totschlägt. Aber ist es nicht eine barbarische Anstalt, den Kindern Mord und Totschlag zu verbieten? Wenn es hieße: "Sorge für des andern Leben; entferne, was ihm schädlich sein kann; rette ihn mit deiner eigenen Gefahr! Wenn du ihn beschädigst, denke, daß du dich selbst beschädigst!" das sind Gebote, wie sie unter gebildeten vernünftigen Völkern statthaben.
Du sprichst ein großes Wort gelassen aus.
Du trägst sehr leicht, wenn du nichts hast, / aber Reichtum ist eine leichtere Last.
Du vereinigest jedes Talent, das den Autor vollendet. / O entschließe dich, Freund, nichts als ein Leser zu sein!
Du verklagest das Weib, sie schwanke von einem zum andern! / Tadle sie nicht: Sie sucht einen beständigen Mann.
Du weißt es am besten, lieber Bruder, daß, wo Menschen zusammen zu schaffen haben, es mehr oder weniger Friktion gibt. Je älter man wird, desto gewisser sieht man das Wie und Wo voraus und kann sie doch weder bei sich selbst noch andern immer, so gern man wollte. verhüten.
Du weißt, daß der Leib ein Kerker ist; / die Seele hat man hinein betrogen; / da hat sie nicht freie Ellebogen. / Will sie sich da- und dorthin retten, / schnürt man den Kerker selbst in Ketten.
Du wirst keine deiner Torheiten bereuen und keine zurück wünschen - kein glücklicheres Schicksal kann einem Menschen werden.
Du, der Gefällige, / warum du so fürchterlich bist? / Das zu Gefällige / ist ähnlich der List.
Du, selbst kein Engel, wohnst nicht unter Engeln. / Nachsicht erwirbt sich Nachsicht.
Dulden wir keinen Juden unter uns; denn wie sollten wir ihm den Anteil an der höchsten Kultur vergönnen, deren Ursprung und Herkommen er verleugnet.
Dummheit, seinen Feind vor dem Tode, und Niederträchtigkeit, nach dem Siege zu verkleinern.
Durch bewegter Schatten Spiele / zittert Lunas Zauberschein, / und durchs Auge schleicht die Kühle / sänftigend ins Herz hinein
Durch das, was wir Betragen und gute Sitten nennen, soll das erreicht werden, was außerdem nur durch Gewalt und auch nicht einmal durch Gewalt zu erreichen ist.
Durch Dich habe ich einen Maßstab für alle Frauen, ja für alle Menschen, durch Deine Liebe einen Maßstab für alles Schicksal.
Durch die Welt sich zu helfen ist ganz was eignes; man kann sich / nicht so heilig bewahren als wie im Kloster, das wißt ihr. / Handelt einer mit Honig, er leckt bisweilen die Finger.