Zitate mit "geheim"
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Die Männer lenken das Land, doch die Frauen lenken die Männer. In Italien herrscht das geheime Mutterrecht.
So sittsam ist ihr Ton und weich; / Ob milde oder voller Groll, / Stets sind die Laute tief und reich, / Verlockend und geheimnisvoll.
Im Licht der Ostersonne bekommen die Geheimnisse der Erde ein anderes Licht.
Wenn du die hohen Geheimnisse willst verstehen, so darfst du nicht erst eine Academiam auf deine Nase setzen und eine Brille brauchen und vieler Meister Bücher lesen.
Das Geheimnis jeder Macht besteht darin zu wissen, daß andere noch feiger sind als wir.
Der Wahn aller Regierenden, vom Minister bis zum Pedell herab, ist, daß das Regieren ein großes Geheimnis sei, welches dem Volke zu seinem Besten verschwiegen werden müssen.
Worte, diese furchtbaren geheimen Oberen der Welt, regieren im Verborgenen.
Als hohe in sich selbst verwandte Mächte / in heilger Ordnung bildend sich gereiht, / entzündete im wechselnden Geschlechte / die Liebe lebende Beweglichkeit / und ward im Beten tief geheimer Nächte / dem Menschen jene Fremde eingeweiht. / Ein stilles Heimweh ist mit dir geboren, / hast du gleich früh den Wanderstab verloren.
Herr, dies Werk ist nicht von mir in seiner Vollkommenheit; Du hast Dich nur meiner Hände bedienet. Mein ist nichts daran als die Mängel; diese aber decke zu mit dem Mantel Deiner Liebe und lasse sie verschwinden im Geheimnis Deiner Maße.
Der Abend des Lebens gibt mir geheimnisvolle Weisheit, und künftige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
Ein Geheimnis ist wie ein Loch im Gewande: Je mehr man es zu verbergen sucht, desto mehr zeigt man es.
In der Jugend ist man eine mittelalterliche Feste mit geheimnisvollen Winkeln, Burgverließen, versteckten Gängen, Wällen und Gräben. Später wird man ein moderner Palast, vergoldet, elegant und reich, der sich nur Auserwählten öffnet. Zuletzt ist man eine weite Halle, die aller Welt offen steht, und die ein Markt ist, oder ein Museum, oder ein Dom, oder ein Friedhof.
Wenn einem Manne, der zu einem Alter von vierzig Jahren gekommen ist, die grausamen Wahrheiten, die ärgerlichen Entdeckungen, die Geheimnisse der Gesellschaft, welche die Wissenschaft eines Weltmanns bilden, im Alter von zwanzig Jahren bekannt gewesen wären, so wäre er entweder in Verzweiflung verfallen oder er hätte sich selbst aus Vorsatz verdorben.
Mit der Zeit hat in der Galanterie der Reiz des Skandals den Reiz des Geheimnisses abgelöst.
Es gibt Situationen, in denen man ein Geheimnis halb preisgeben muß, um den Rest zu bewahren.
Rußland ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium.
Was kann die Freude machen, / die Einsamkeit verhehlt? / Das gibt ein doppelt Lachen, / was Freunden wird erzählt; / der kann sein Leid vergessen, / der es von Herzen sagt; / der muß sich selbst auffressen, / der in geheim sich nagt.
Die Vorsichtsmaßregeln, die man in Rußland anwendet, um sogenannte Staatsgeheimnisse zu verbergen, befestigen mich mehr, als es offene barbarische Handlungen vermöchten, in dem Gedanken, daß dieses Land nichts als eine heuchlerische Tyrannei ist. Verheimlichung ist die Maske einer großen Unmenschlichkeit; denn das Gute verschleiert man nicht so sorgfältig.
Es gibt drei Kräfte auf dieser Erde, die das Gewissen dieser schwächlichen Rebellen zu ihrem eigenen Glück für immer besiegen und fesseln können: Das Wunder, das Geheimnis und die Autorität.
Das Leben in den Wäldern, ein ärmliches und grauenhaftes, aber freies und an Abenteuern reiches Leben, hat etwas Verführerisches, einen geheimnisvollen Reiz für den, der es einmal erfahren hat.
Vieles auf Erden ist uns verborgen. Als Ersatz dafür wurde uns ein geheimnisvolles, heimliches Gefühl zuteil von unserer pulsierenden Verbindung mit einer anderen Welt, einer erhabenen und höheren Welt, und auch die Wurzeln unserer Gedanken und Gefühle sind nicht hier, sondern in anderen Welten.
Frauen sind wie Erdkunde. Von 16 bis 22 sind sie wie Afrika: teilweise jungfräulich, teilweise erforscht. Von 23 bis 35 wie Asien: heiß und geheimnisvoll. Von 35 bis 45 wie die USA: aufgedreht und technisch. von 46 bis 55 sind sie dann wie Europa: völlig ramponiert, aber hier und da noch durchaus interessant. Ab 60 sind sie wie Australien, alle wissen Bescheid, aber keiner will hin.
Die Wortkargen imponieren immer. Man glaubt schwer, daß jemand kein anderes Geheimnis zu bewahren habe als das seiner Unbedeutendheit.
Wenn alberne Leute sich bemühen, ein Geheimnis vor uns zu verbergen, dann erfahren wir es gewiss, so wenig uns auch danach gelüstet.
Die Quantenmechanik ist sehr Achtung gebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, dass das noch nicht der wahre Jakob ist. Die Theorie liefert viel, aber dem Geheimnis des Alten bringt sie uns kaum näher. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass der Alte nicht würfelt.
Ahme den Gang der Natur nach. Ihr Geheimnis ist Geduld.
Willst du das Geheimnis des Glückes erfahren? Sei stets zufrieden mit dem, was dir das Schicksal gewährt; sei nie zufrieden mit dem, was du leistest.
Das ganze Geheimnis, sein Leben zu verlängern, besteht darin, es nicht zu verkürzen.
Wenn es überhaupt ein Geheimnis des Erfolges gibt, so besteht es in der Fähigkeit, sich auf den Standpunkt des anderen zu stellen und die Dinge ebenso von seiner Warte aus zu betrachten wie von unserer.
Nur die Selbstbeobachtung enträthselt uns die Geheimnisse, die wir sonst in den Reden und Handlungen andrer finden würden.
Was ich bin und weiß, dem verständigen Norden verdank ich's, / doch das Geheimnis der Form hat mich der Süden gelehrt.
Ein ewig Rätsel ist das Leben, / Und ein Geheimnis bleibt der Tod.
Als ich noch jünger war, faßte ich Entschlüsse, die ich für tugendhaft hielt. Es lag mir weniger daran, der zu sein, der ich war, als vielmehr der zu werden, der ich zu sein beabsichtigte. Heute bin ich beinahe so weit, in der Entschlußlosigkeit das Geheimnis des Nicht-Altwerdens zu erkennen.
In der Entschlusslosigkeit liegt das Geheimnis des Nicht-Alterns.
Es liegen in den verschiedenen poetischen Formen geheimnisvolle große Wirkungen. Wenn man den Inhalt meiner Römischen Elegien in den Ton und die Versart von Byrons Don Juan übertragen wollte, so müßte sich das Gesagte ganz verrucht ausnehmen.
Was hat mehr das Recht, Jahrhunderte / zu bleiben und im stillen fortzuwirken, / als das Geheimnis einer edlen Liebe, / dem holden Lied bescheiden anvertraut?
Freunde können und müssen Geheimnisse voreinander haben; sie sind einander doch kein Geheimnis.
Ein vollkommner Widerspruch / bleibt gleich geheimnisvoll für Kluge wie für Toren.
Der einzige Mensch, bei dem die Brille mich nicht geniert, ist Zelter. Bei allen anderen ist sie mir fatal. Es kommt mir immer vor, als sollte ich den Fremden zum Gegenstand genauer Untersuchung dienen und als wollten sie durch ihre gewaffneten Blicke in mein geheimstes Innere dringen und jedes Fältchen meines alten Gesichtes erspähen.
Weil niemand Zweck und Ziel seines Daseins kennt, vielmehr das Geheimnis desselben von höchster Hand verborgen wird, so tastet er nur, greift zu, läßt fahren, steht stille, bewegt sich, zaudert und übereilt sich.
Den Stoff sieht jedermann vor sich, den Gehalt findet nur der, der etwas dazu zu tun hat, und die Form ist ein Geheimnis den meisten.
Doch ist es ja kein Geheimnis, daß niemand überzeugt wird, wenn er nicht will.
Magnetes Geheimnis, erkläre mir das! / Kein größer Geheimnis als Lieb und Haß.
Aus den Ärzten ist nichts zu bringen. Man weiß niemals, ob sie etwas geheimhalten oder ob sie selbst nicht wissen, woran sie sind.
Geheimnisvoll am lichten Tag, / läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, / und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag, / das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben.
Wem die Natur ihr offenbares Geheimnis zu enthüllen anfängt, der empfindet eine unwiderstehliche Sehnsucht nach ihrer würdigsten Auslegerin, der Kunst.
Es gibt eine geheimnisvolle Neigung jüngerer Männer zu älteren Frauen.
Geheimnisvolle Hilfe / kommt von dem Schwachen oft dem Stärkeren zugute.
Hierbei bekenne ich, daß mir von jeher die große und so bedeutend klingende Aufgabe "Erkenne Dich selbst" immer verdächtig vorkam, als eine List geheim verbündeter Priester, die den Menschen durch unerreichbare Forderungen verwirren und von der Tätigkeit gegen die Außenwelt zu einer innern falschen Beschaulichkeit verleiten wollten.
Sie schelten einander Egoisten; / will jeder doch nur sein Leben fristen. / Wenn der und der ein Egoist, / so denke, daß du es selber bist! / Du willst nach deiner Art bestehn, / muß selbst auf deinen Nutzen sehn! / Dann werdet ihr das Geheimnis besitzen; / euch sämtlich untereinander zu nützen; / doch den laßt nicht zu euch herein, / der andern schadet, um etwas zu sein!