Zitate mit "allzu"
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Es ist ja unangenehm, wenn die begehrte Frau es uns allzu schwer macht, aber wenn sie es uns zu leicht macht, so ist das in Wirklichkeit noch unangenehmer.
In der Leutseligkeit ist nichts von Menschenhaß, aber eben darum allzuviel von Menschenverachtung.
Die Phantasie vieler christlicher Heiliger war in ungewöhnlichem Maße schmutzig. Vermöge jener Theorie, daß diese Begierden wirkliche Dämonen seien, die in ihnen wüteten, fühlten sie sich nicht allzusehr verantwortlich dabei. Diesem Gefühle verdanken wir die so belehrende Aufrichtigkeit ihrer Selbstzeugnisse.
Man muss sich verdunkeln können, um die Mückenschwärme allzu lästiger Bewunderer loszuwerden.
Künstler und Kunstschreiber klagen unaufhörlich über die Hilflosigkeit, Heuchelei und Brutalität der gebildeten Menge in künstlerischen Dingen. Es ereignet sich hier wie allerwärts, wo allzuviel beschuldigt wird: Frage und Anspruch sind falsch gestellt. Wer würde es wagen, einen Offizier über Volkswirtschaft, einen Maler über Kirchenrecht oder einen Geistlichen über Chemie zu verhören und ihm Unbildung und Urteilsschwäche vorzuwerfen?
Du weißt allzu gut, daß unser Herz an natürlichen Trieben so fest als an Ketten liegt.
Zu weit getrieben, / verfehlt die Strenge ihres weisen Zwecks, / und allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen.
Es kommen Fälle vor im Menschenleben, / wo's Weisheit ist, nicht allzuweise sein.
Ach! Allzu schnell nach kurzem Lenze entfloh die schöne Liebeszeit.
Man verringert seine Freuden allzusehr, wenn man nur von denen einen Genuß zu haben glaubt, die man hat und sieht. Bald verläßt uns ja jede Lust. Darum muß man die Seele in die Vergangenheit zurückweisen und, was uns je ergötzt hat, heraufbeschwören und es sich dadurch, daß man es sich oft vorstellt, recht zu eigen machen.
Wer allen allzu sehr bekannt ist, stirbt unbekannt sich selbst.
Obwohl ich dein mich freue, freu' ich mich nicht des Bundes dieser Nacht. / Er ist zu rasch, zu unbedacht, zu plötzlich, / gleicht allzusehr dem Blitz, der nicht mehr ist, / noch eh man sagen kann: Es blitzt.
Hamlet: Warum sollte die Einbildungskraft nicht den edlen Staub Alexanders verfolgen können, bis sie ihn findet, wo er ein Spundloch verstopft? / Horatio: Die Dinge so betrachten, hieße, sie allzu genau betrachten.
Willst du durchaus heiraten, nimm einen Narren; denn gescheite Männer wissen allzu gut, was ihr für Ungeheuer aus ihnen macht.
Güte, die vollblütig wird, erstirbt im eignen Allzuviel.
Der Handwerksmann der's allzugut will machen, / verdirbt aus Ehrgeiz die Geschicklichkeit.
Nach allem, was ich sehe, sind die eben so krank, die sich mit allzuviel überladen, als die bei nichts darben.
Die irdischen Paten, die im Himmelsheer, / Gevattern gleich, jedweden Stern benennen, / erfreun sie sich der hellen Nächte mehr, / als die umhergehn und nicht einen kennen? / Allzuviel wissen heißt mit Worten kramen, / und jeglicher Gevatter kann benamen.
Mensch, steig' nicht allzu hoch, bild' dir nichts übriges ein! / Die schönste Weisheit ist: Nicht gar zu weise sein.
Allzu viel Bewusstheit tötet den echten Willen, den instinktiven Drang zur Tat und lässt nur das (ständige) bloße Wollen zurück.
Allzu großes Mißtrauen ist ebenso schädlich wie allzu großes Vertrauen. Wer das Risiko, hintergangen zu werden, nicht auf sich nehmen will, wird es im Leben nicht allzu weit bringen.
Allzu große Zartheit der Gefühle ist ein wahres Unglück.
London ist allzusehr erfüllt von Nebel und ernsthaften Leuten. Ob die Nebel die ernsthaften Leute oder die ernsthaften Leute die Nebel hervorbringen, weiß ich nicht genau.
Natürlich sein heißt allzu verständlich sein. Und allzu verständlich sein heißt unkünstlerisch sein.
Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.
Weiberart ist's, allzu schnell entflammt zu sein.
Bei allzu gerader Fahrt / treibet des Menschen Verhängnis / auf verborgene Scheiterklippen.
Allzuviel Geld für die Kinder aufzuhäufen, ist ein Vorwand der Habsucht.
Allzugern schenken ist krankhaft.
Das eben ist's, was manches blühende Haus und Reich / in Trümmer stößt: Der allzu schöne Redeschwall!
Wer der Liebe ganz entsagt, ist nicht weniger krank als der, der ihrer allzusehr begehrt.
Ein Kaufmann macht durch allzu großes Rühmen / die Ware, die ihm feil ist, nur verdächtig.
Wer aufsparet dem Erben zu Lieb und allzu genau kargt, / steht dem Verrückten zunächst.
"Verzage nicht, auch bei allzugroßem Leid; vielleicht ist das Unglück die Quelle eines Glücks.
Wer sich ausschließlich körperlich bildet, wird allzu roh. Wer sich auf musische Bildung beschränkt, wird weichlicher, als ihm gut ist.
Wer allzu straff die Segeltaue spannt / und niemals schießen läßt, der kentert bald / und mag, den Kiel nach oben, weitersegeln.
O glaube mir, am schnellsten kommt zu Fall / ein allzu starrer Sinn!
Allzuviel geht gleich mit allzuwenig.
In einer Krise halten Pläne nicht allzu lang
Allzuoft werden die Zuschauer verblödet, desinformiert, desillusioniert und schockiert. Was da an schrecklichen Bildern jeden Abend über den Bildschirm kommt, ist nicht mehr zumutbar.
Ein Verleger sollte Respekt vor seinen Lesern haben, seine Wünsche als legitim betrachten und keinen Augenblick vergessen, daß auch der gutwilligste Konsument rebelliert, wenn man die Lustgärten des Lesens allzusehr mit literarischen Lehrpfaden und Trimmdichpisten bestückt.
Wir sind alle Darsteller von Nebenrollen, ohne allzu viel vom Stück zu wissen.
Allzu gute Worte haben wenig Glaubens.
Wer allzu klug ist, findet keine Freunde.
Bei allzu langem Nachdenken kommt man nicht auf den richtigen Gedanken.
Sei nicht allzu froh, wenn du liebst; denn in der Liebe ist auch Täuschung.
Allzu fein / ist eitel Schein.
Allzu viel ist ungesund.
Allzugut ist lüderlich.
Allzugut ist Andermanns Narr.