Zitate mit "billig"
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Billige Gnade heißt Gnade als Schleuderware, verschleuderte Vergebung, verschleuderter Trost, verschleudertes Sakrament; Gnade als unerschöpfliche Vorratskammer der Kirche, aus der mit leichtfertigen Händen bedenkenlos und grenzenlos ausgeschüttet wird; Gnade ohne Preis, ohne Kosten.
Erziehung ist die billigste Verteidigung der Nationen.
Wohl vor allem, was man Güter heißt, / sind's diese beiden, die man billig preist: / Ein hohes Alter und ein rein Gewissen.
Gehe in ein Bordell und lerne, dass zwischen teurem und billigem Vergnügen kein Unterschied ist.
Die nützlichen Tugenden der Bürger sind Menschlichkeit, Billigkeit, Tapferkeit, Wachsamkeit und Arbeitsliebe.
Die nützlichen Tugenden der Bürger sind Menschlichkeit, Billigkeit, Tapferkeit, Wachsamkeit und Arbeitsliebe.
Wenn unsere Gegner sagen: Ja, wir haben Euch doch früher die […] Freiheit der Meinung zugebilligt – –, ja, Ihr uns, das ist doch kein Beweis, daß wir das Euch auch tuen sollen! […] Daß Ihr das uns gegeben habt, – das ist ja ein Beweis dafür, wie dumm Ihr seid!
Ich würde Sie dringender einladen, wenn ich mir nicht allzusehr bewußt wäre, daß wir in dem Herbst und Winter des Lebens starrer und schroffer werden als billig ist: die Wirkung dieser Eigenschaften wird durch guten Willen, am besten aber durch Entfernung gemildert.
Die Deutschen sind übrigens wunderliche Leute! Sie machen sich durch ihre tiefen Gedanken und Ideen, die sie überall suchen und überall hineinlegen, das Leben schwerer als billig. Ei, so habt doch endlich einmal die Courage, euch den Eindrücken hinzugeben, euch ergötzen zu lassen, euch rühren zu lassen, euch erheben zu lassen, ja euch belehren zu lassen und zu etwas Großem entflammen und ermutigen zu lassen! Aber denkt nur nicht immer, es wäre alles eitel, wenn es nicht irgend abstrakter Gedanke und Idee wäre.
Selbst als Mann und Hausvater pflegte er sich manchmal etwas, das ihm Freude würde gemacht haben, zu versagen, um nur nicht aus der Übung einer so schönen Tugend zu kommen, und seine ganze Erziehung bestand gewissermaßen darin, daß seine Kinder sich gleichsam aus dem Stegreife etwas mußten versagen können. Auf eine Weise, die ich im Anfang nicht billigen konnte, untersagte er zum Beispiel einem Knaben bei Tische, von einer beliebten Speise zu essen. Zu meiner Verwunderung blieb der Knabe heiter, und es war, als wenn weiter nichts geschehen wäre.
Jakobi hatte mich persönlich lieb, ohne an meinen Bestrebungen teilzunehmen oder sie wohl gar zu billigen. Es bedurfte daher der Freundschaft, um uns aneinander zu halten. Dagegen war mein Verhältnis mit Schiller so einzig, weil wir das herrlichste Bindungsmittel in unseren gemeinsamen Bestrebungen fanden und es für uns keiner sogenannten besonderen Freundschaft weiter bedurfte.
Wenn du manches an mir dulden mußt, so ist es billig, daß ich auch wieder von dir leide. Es ist auch so viel besser, daß man freundlich abrechnet, als daß man sich immer einander anähnlichen will und. wenn das nicht reüssiert, einander aus dem Wege geht.
Töricht ist's / in allen Stücken billig sein; es heißt / sein eigen Selbst zerstören. Sind die Menschen / denn gegen uns so billig? Nein, o nein! / Der Mensch bedarf in seinem engen Wesen / der doppelten Empfindung, Lieb und Haß.
Tadelt man, daß wir uns lieben, / dürfen wir uns nicht betrüben: / Tadel ist von keiner Kraft. / Andern Dingen mag das gelten; / kein Mißbilligen, kein Schelten / macht die Liebe tadelhaft.
Bei den Griechen, deren Poesie und Rhetorik einfach und positiv war, erscheint die Billigung öfter als die Mißbilligung. Bei den Lateinern hingegen ist es umgekehrt, und je mehr sich Poesie und Redekunst verdirbt, desto mehr wird der Tadel wachsen und das Lob sich zusammenziehen.
Man sagt von den Blättern eines Baumes, daß deren kaum zwei vollkommen gleich befunden werden, und so möchten sich auch unter tausend Menschen kaum zwei finden, die in ihrer Gesinnungs- und Denkungsweise vollkommen harmonieren. Setze ich dieses voraus, so sollte ich mich billig weniger darüber wundern, daß die Zahl meiner Widersacher so groß ist, als vielmehr darüber, daß ich noch so viele Freunde und Anhänger habe.
Wenn Männer sich entzweien, hält man billig / den Klügsten für den Schuldigen.
Wo man irgendeine Mißbilligung, einen Tadel, auch nur ein Bedenken aussprechen soll, nehme ich nicht gern die Initiative; ich suche mir eine Autorität, bei welcher ich mich beruhigen kann, indem ich finde, daß mir ein anderer zur Seite steht. Loben tu' ich ohne Bedenken.
Man muss sein Glaubensbekenntnis von Zeit zu Zeit wiederholen, aussprechen, was man billigt, was man verdammt; der Gegenteil lässt's ja auch nicht daran fehlen.
Ich finde es beinahe natürlich, dass wir an Besuchenden mancherlei auszusetzen haben, dass wir sogleich, wenn sie weg sind, über sie nicht zum Liebevollsten urteilen; denn wir haben sozusagen ein Recht, sie nach unserm Maßstabe zu messen. Selbst verständige und billige Menschen enthalten sich in solchen Fällen kaum einer scharfen Zensur.
Keine Frau billigt ihrer Rivalin den Entschuldigungsgrund "Liebe" zu, sondern jede sieht bei ihr nur dieselben infamen Mittel, durch die sie, von der Liebe beschwingt, selbst zum Ziel gelangt ist.
Die Perücke ziert dich artig, / ist dir auch sehr wohl erlaubt; / denn ein falsches Haar gehöret / billig auf ein falsches Haupt.
Sittlich bedeutende Menschen werden meist undankbar gescholten, weil ihnen die Sache höher steht als die Person und sie zugunsten persönlicher Dankbarkeit ihrer sachlichen Pflicht auch nicht ein Titelchen abbrechen mögen. In Wahrheit aber sind sie viel dankbarer, weil sie nicht danach streben, ihre Dankesschuld nur recht bald und billig loszuwerden, sondern ruhig abwarten, bis eine Gelegenheit kommt, ihrem Wohltäter Gutes zu tun.
Schäm dich! Es ist die billigste Art, sich zu schminken.
Der Zweifel ist eines der billigsten und daher gefährlichsten Rauschgifte.
Die feine Lebensart schließt nicht immer Güte, Billigkeit, Gefälligkeit, Dankbarkeit in sich. Aber sie verleiht wenigstens den Anschein davon und stellt den Menschen äußerlich dar, wie er innerlich sein sollte.
Ich werde, wenn ich billig sein will, mit Sorgfalt vermeiden, irgendjemanden zu beleidigen, vor allen Dingen aber einen Mann von Geist, wenn ich im Geringsten mein eigenes Interesse im Auge habe.
Unsere Eigenliebe erträgt leichter die Mißbilligung unserer Meinung als die unseres Geschmacks.
Lob ist eine listige, versteckte, feine Schmeichelei, die Spender und Empfänger anders befriedigt. Dieser nimmt sie als Preis für seine Verdienste an, und jener gibt sie, um seine Billigkeit und Urteilskraft ins rechte Bild zu setzen.
Wir Frauenzimmer sollten billig jede Beleidigung, die einer einzigen von uns erwiesen wird, zu Beleidigungen des ganzen Geschlechts und zu einer allgemeinen Sache machen.
Keine Klasse von Menschen urteilt billiger von der anderen als die Denker von den Denkern und keine unbilliger als die Literaten von den Literaten.
Vitus nennt sein Weib "Gemahlin". Billig! Weil sie sich so malt, / daß für Weißes und für Rotes jährlich er viel Taler zahlt.
Wenn Willigkeit im Leisten und Billigkeit im Heißen / nur recht zusammenhalten, wer will das Land zerreißen?
Ein Plauderer stiftet Haß, pflegt Freundschaft zu zerstören: / Wer nichts verschweigen kann, soll billig auch nichts hören.
Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.
Gerade den besten Gesetzen der Vorfahren geben wir leichten Herzens den Abschied. Geht es aber um Verhältnisse, die sie klüger hätten gestalten können, da greifen wir sogleich und mit Freuden zu jener billigen Ausrede von der guten Tradition und verbeißen uns in das Althergebrachte wie wütende Köter.
Nicht gegen den, der uns zuwider ist, sind wir am unbilligsten, sondern gegen den, welcher uns gar nichts angeht.
Amerika hat noch nicht gelitten. Man täuscht sich, wenn man ihm schon die hohe Fähigkeit des Herrschens zubilligen möchte.
Amerika hat noch nicht gelitten. Man täuscht sich, wenn man ihm schon die hohe Fähigkeit des Herrschens zubilligen möchte.
Für einen Mann ist es oft viel billiger, die Frauen nicht zu verstehen.
Ohne Wal verteilt die Gaben, / ohne Billigkeit das Glück; / denn Patroklus liegt begraben, / und Thersites kommt zurück.
Denn billige Furcht erwecket sich ein Volk, / das mit dem Schwerte in der Faust sich mäßigt.
Dadurch / gibt Neigung sich ja kund, daß sie bewilligt / aus freier Gunst, was sie auch nicht gebilligt.
Ertragen muss man, was der Himmel sendet; Unbilliges erträgt kein edles Herz.
Ertragen muss man, was der Himmel sendet; Unbilliges erträgt kein edles Herz.
Es ist billig, daß die Politiker Schlendrianisten sind, weil der größte Teil der Menschen es auch ist, und der Staat den Charakter der Masse aussprechen soll.
Der Vorteil übt eine geheime Macht über unser Urteil aus; was ihm gemäß ist, scheint uns alsbald billig, gerecht, vernünftig.
Niemand ist so alt, dass er unbilligerweise einen weiteren Tag erhofft.
Auf Billigung der Menschen muß man nicht rechnen. Sie errichten heute Ehrensäulen und brauchten morgen den Ostrazismus für den nämlichen Mann und für die nämliche Tat.
Wo gemeine, schwache Menschen in Bewunderung ausbrechen und die Huldigung anfangen, da gerät der Mann von Sinn und Stärke in Misstrauen; und wo kurzsichtige Menschen mit Unzufriedenheit zu tadeln beginnen, fängt sehr oft des Weiseren bessere Billigung an.