Zitate mit "mond"
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Geküsster Mund verliert nicht sein Glück, vielmehr erneuert er sich wie es der Mond tut.
Der Geist des Mannes ist sonnenlichter Tag. Der Geist des Weibes gleicht mondheller Nacht, und der trübste Tag ist heller als die hellste Nacht. Aber der Tag verdunkelt die Sterne und macht das Leben irdisch, und die Nacht ruft alle Welten hervor und macht das Leben himmlisch. Der Tag bringt Glut und Dürre und Haß. Die Nacht aber bringt Milde, Tau und Liebe.
Die großen Tatmenschen haben mit dem Mondsüchtigen eines gemein: Sie vertragen es auf ihrem gefährlichen Wege nicht, angerufen, gestört oder gar gewarnt zu werden.
Wenn zwei gute Freunde sind, / die einander kennen, / Sonn' und Mond begegnen sich, / ehe sie sich trennen.
Seit du von mir gefahren, / singt stets die Nachtigall, / ich denk bei ihrem Schall, / wie wir zusammen waren. / / Gott wolle uns vereinen, / hier spinn ich so allein, / der Mond scheint klar und rein, / ich sing und möchte weinen.
Singet leise, leise, leise, / singt ein flüsternd Wiegenlied, / von dem Monde lernt die Weise, / der so still am Himmel zieht. / Singt ein Lied so süß gelinde, / wie die Quellen auf den Kieseln, / wie die Bienen um die Linde / summen, murmeln, flüstern, rieseln.
Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen, / die Freundschaft kommt wie dämmernd Mondenlicht. / Die Liebe will erwerben und besitzen, / die Freundschaft opfert, doch sie fordert nicht.
Du suchst umsonst auf irrem Pfade / die Liebe dir im Drang der Welt. / Ein Wunder ist die Liebe, Gnade, / die wie der Tau vom Himmel fällt. / Sie kommt wie Nelkenduft im Winde, / sie kommt, wie durch die Nacht gelinde / aus Wolken fließt des Mondes Schein. / Da gilt kein Ringen, kein Verlangen. / In Demut magst du sie empfangen, / als kehrt' ein Engel bei dir ein.
Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen, die Freundschaft kommt wie dämmernd Mondenlicht. Die Liebe will erwerben und besitzen, die Freundschaft opfert, doch sie fordert nicht.
Es ist eine sehr angenehme Empfindung, wenn sich eine neue Leidenschaft in uns zu regen anfängt, ehe die alte noch ganz verklungen ist. So sieht man bei untergehender Sonne gern auf der entgegengesetzten Seite den Mond aufgehn und erfreut sich an dem Doppelglanze der beiden Himmelslichter.
Jemand sagte: "Was bemüht ihr euch um den Homer? Ihr versteht ihn doch nicht." Darauf antwortete ich: "Versteh ich doch auch Sonne, Mond und Sterne nicht; aber sie gehen über meinem Haupt hin, und ich erkenne mich in ihnen, indem ich sie sehe und ihren regelmäßigen wunderbaren Gang betrachte, und denke dabei, ob auch wohl etwas aus mir werden könnte."
Niemals gehe ich im Mondenlichte spazieren, niemals, daß mir nicht der Gedanke an meine Verstorbenen begegnete, daß nicht das Gefühl von Tod, von Zukunft über mich käme.
Dies ist der Jugend edelster Beruf: / Die Welt, sie war nicht, eh ich sie erschuf! / Die Sonne führt ich aus dem Meer herauf; / mit mir begann der Mond des Wechsels Lauf. / Da schmückte sich der Tag auf meinen Wegen, / die Erde grünte, blühte mir entgegen. / Auf meinen Wink, in jener ersten Nacht, / entfaltete sich aller Sterne Pracht.
Nachts, wenn gute Geister schweifen, / Schlaf dir von der Stirne streifen, / Mondenlicht und Sternenflimmern / dich mit ewigem All umschimmern, / scheinst du dir entkörpert schon, / wagest Dich an Gottes Thron.
So wahr und gut es wäre, den Kindern frühzeitig Geographie zu lehren, so bin ich doch der Meinung, daß man mit den nächsten Umgebungen der bildenden Natur anfangen müsse. Alles, was auf ihre Augen und Ohren Eindruck macht, erregt Aufmerksamkeit: Sonne, Mond und Sterne, Feuer, Wasser, Schnee, Eis, Wolken, Gewitter, Tiere, Pflanzen und Steine.
Ich blick in die Ferne, / ich seh in der Näh, / den Mond und die Sterne, / den Wald und das Reh. / So seh ich in allen / die ewige Zier, / und wie mir's gefallen, / gefall ich auch mir.
Sonnenschein ist Malerei, Mondschein Skulptur.
Man kann einräumen, daß, wenn es für uns möglich wäre, in eines Menschen Denkungsart so tiefe Einsicht zu haben, daß jede, auch die mindeste Triebfeder dazu uns bekannt würde, man eines Menschen Verhalten auf die Zukunft mit Gewißheit so wie eine Mond- oder Sonnenfinsternis ausrechnen könnte.
Wenn die Dardanerburg, Laertiade, versänke, du verstehst, so daß ein See, ein bläulicher, an ihre Stelle träte; / wenn graue Fischer bei dem Schein des Monds / den Kahn an ihre Wetterhähne knüpften; / wenn im Palast des Priamus ein Hecht regiert', ein Ottern- oder Ratzenpaar im Bette sich der Helena umarmten: / So wär's für mich gerad' so viel als jetzt.
Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firmament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.
Ein ungestörtes Glück verlangen, / heißt Mondeslicht mit Netzen fangen, / den Sonnenstrahl mit Ketten fesseln / und Rosen fordern von de Nesseln.
Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.
Die Sonne der Philosophie kann auch versengen, der Mond der Poesie niemals.
Der Philosoph muß graben nach dem Stein der Weisen, dem Dichter fällt er als Mondstein vom Himmel herab.
Etwas in der weiblichen Natur bleibt uns Männern unbekannt, wie die Erde nie die Rückseite des Mondes sieht.
Der Traum ist ein Mond, der unsre Seele dämmernd nur beleuchtet, aber nicht wärmt.
Prosa kann Abend und Mondlicht malen, aber die Morgendämmerung zu besingen, bedarf es der Dichter.
In ihm sei's begonnen, / der Monde und Sonnen / an blauen Gezelten / des Himmels bewegt. / Du, Vater, du rate! / Lenke du und wende! / Herr, dir in die Hände / sei Anfang und Ende, / sei alles gelegt!
Die Damen sind allein schuld; sie wollen zu lange, oft ganze Wochen, ganze Monde geliebt werden. Dergleichen geht über unsere Kräfte.
Manche Irrtümer erscheinen wie der Mond aus der Ferne in milder Gestalt und Dämmerung, tritt man aber nahe vor sie, so zeigen sie wie der Mond vor dem Sternseher ihre Abgründe und Feuerberge.
Unter der Tonkunst schwillt das Meer unseres Herzens auf wie unter dem Mond die Flut.
Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die hübschen Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist soviel schönes Licht in der Welt.
Seit drei Monden war mit ein Auftrag für eine Truhe und einen großen Anrichtetisch für Schloß Asnois zuteil worden. Ich harrete, damit anzufangen, nur darauf, daß ich nochmalen hinginge und das Haus, das Zimmer und den Platz, dafür sie bestimmt waren, mit eigenen Augen wiedersähe. Denn ein schön Möbel ist gleich einer Frucht, so man am Spalier selbsten pflücken muß.
Der Pöbel hört nie auf, Pöbel zu sein, und wenn Sonne und Mond sich wandeln und Himmel und Erde veralten wie ein Kleid.
Schwarze Brauen, / sagt man, sind schön bei manchen Fraun. Nur muß / nicht zuviel Haar darin sein, nur ein Bogen, / ein Halbmond, fein gemacht wie mit der Feder.
Die Sonn' ist Dieb, beraubt durch ziehnde Kraft / die weite See. Ein Erzdieb ist der Mond, / da er wegschnappt sein blasses Licht der Sonne. / Das Meer ist Dieb, des nasse Woge auflöst / den Mond in salz'ge Tränen. Erd' ist Dieb, / sie zehrt und zeugt aus Schlamm nur, weggestohlen / von allgemeinem Auswurf: Dieb ist alles. / Gesetz, euch Peitsch' und Zaum, stiehlt trotzig selbst / und ungestraft.
Ein gerader Rücken wird krumm, ein schwarzer Bart wird weiß, ein krauser Kopf wird kahl, ein schönes Gesicht runzelt sich, ein volles Auge wird hohl. Aber ein gutes Herz, Käthchen, ist die Sonne und der Mond oder vielmehr die Sonne und nicht der Mond; denn es scheint hell und wechselt nie, sondern bleibt treulich in seiner Bahn.
Sprich zum Leben so: / Verlier ich dich, so geb' ich hin, was nur / ein Tor festhielte. Sprich: Du bist ein Hauch, / abhängig jedem Wechsel in der Luft, / der diese Wohnung, die dir angewiesen, / stündlich bedroht. Du bist nur Narr des Todes; / den durch die Flucht strebst du ihm zu entgehn / und rennst ihm ewig zu. Du bist nicht edel; / denn alles Angenehme, das dich freut, / erwuchs aus Niederm. Tapfer bist du nicht; / du fürchtest ja die zartgespaltne Zunge / des armen Wurms. Dein bestes Ruhn ist Schlaf. / Den rufst du oft und zitterst vor dem Tod, / der doch nichts weiter. Du bist nicht du selbst; / denn du bestehst durch Tausende von Körnern, / aus Staub entsprossen. Glücklich bist du nicht: / Was du nicht hast, dem jagst du ewig nach, / vergessend, was du hast. Du bist nicht stetig: / Dein Seelenzustand wechselt seltsam launisch / mit jedem Mond. Reich, bist du dennoch arm. / Dem Esel gleich, der unter Gold sich krümmt, / trägst du den schweren Schatz nur einen Tag, / und Tod entlastet dich. Freund' hast du keine; / denn selbst dein Blut, das Vater dich begrüßt, / die Wirkung deiner eignen innern Kraft, / flucht deiner Gicht, dem Aussatz und der Lähmung, / daß sie nicht schneller mit dir enden. / Du hast zu eigen Jugend nicht noch Alter, / nein, gleichsam nur 'nen Schlaf am Nachmittag, / der beides träumt; denn all dein Jugendglanz / hat nichts voraus und fleht vom welken Alter / die Zehrung sich: Und bist du alt und reich, / hast du nicht Glut noch Triebe, Mark noch Schönheit, / der Güter froh zu sein.
Liebe ist eine bloße Tollheit, und ich sage Euch, verdient ebensogut eine dunkle Zelle und Peitsche wie andere Tolle. Und die Ursache, warum sie nicht so gezüchtigt und geheilt wird, ist, weil sich diese Mondsucht so gemein gemacht hat, daß die Zuchtmeister selbst verliebt sind.
O schwöre nicht beim Mond, dem wandelbaren, / der immerfort in seiner Scheibe wechselt, / damit nicht wandelbar dein Lieben sei!
Jetzt beheult der Wolf den Mond, / durstig brüllt im Forst der Tiger. / Jetzt, mit schwerem Dienst verschont, / schnarcht der arbeitsmüde Pflüger. / Jetzo schmaucht der Brand im Herd, / und das Käuzlein kreischt und jammert, / daß der Krank' es ahnend hört / und sich fest ans Kissen klammert. / Jetzo gähnt Gewölb' und Grab, / und, entschlüpft den kalten Mauern, / sieht man Geister auf und ab, / sieht am Kirchhofszaun sie lauern. / Und wir Elfen, die mit Tanz / Hekates Gespann umhüpfen / und, gescheucht vom Sonnenglanz, / träumend gleich ins Dunkel schlüpfen, / schwärmen jetzo. Keine Maus / störe dies geweihte Haus!
Romeo: Frau Mab, wer ist sie? / Mercutio: Sie ist der Feenwelt Entbinderin. / Sie kommt, nicht größer als der Edelstein / am Zeigefinger eines Aldermanns, / und führt mit 'nem Gespann von Sonnenstäubchen / den Schlafenden quer auf der Nase hin. / Die Speichen sind gemacht aus Spinnenbeinen, / des Wagens Deck' aus eines Heupferds Flügeln, / aus feinem Spinnengewebe das Geschirr, / die Zügel aus des Mondes feuchtem Strahl. / Aus Heimchenknochen ist der Peitsche Griff, / die Schnur aus Fasern. Eine kleine Mücke / im grauen Mantel sitzt als Fuhrmann vorn, / nicht halb so groß als wie ein kleines Würmchen, / das in des Mädchens müßigem Finger nistet. / Die Kutsch' ist eine hohle Haselnuß, / vom Tischler Eichhorn oder Meister Wurm / zurechtgemacht, die seit uralten Zeiten / der Feen Wagner sind. In diesem Staat / trabt sie dann Nacht für Nacht, befährt das Hirn / Verliebter, und sie träumen dann von Liebe, / des Schranzen Knie, der schnell von Reverenzen, / des Anwalts Finger, der von Sporteln gleich, / der Schönen Lippen, die von Küssen träumen. / (Oft plagt die böse Mab mit Bläschen diese, / weil ihren Odem Näscherei verdarb.) / Bald trabt sie über eines Hofmanns Nase, / dann wittert er im Traum sich Ämter aus. / Bald kitzelt sie mit eines Zinshahns Federn / des Pfarrers Nase, wenn er schlafend liegt: / Von einer bessern Pfründe träumt ihm dann. / Bald fährt sie über des Soldaten Nacken: / Der träumt sofort von Niedersäbeln träumt / von Breschen, Hinterhalten, Damaszenern, / von manchem klaftertiefen Ehrentrunk. / Nun trommelt's ihm ins Ohr. Da fährt er auf / und flucht in seinem Schreck ein paar Gebete / und schläft von neuem. Eben diese Mab / verwirrt der Pferde Mähnen in der Nacht / und flicht in struppiges Haar die Weichselzöpfe, / die, wiederum entwirrt, auf Unglück deuten. / Dies ist die Hexe, welche Mädchen drückt, / die auf dem Rücken ruhn, und ihnen lehrt, / als Weiber einst die Männer zu ertragen.
Das Bewusstsein steht, die Ereignisse des Lebens bewegen sich durch es hindurch, uns aber scheint, es bewege sich das Bewusstsein, Wolken gleich, die am Mond vorüberziehn.
Unwissenheit ist die Nacht des Geistes, eine Nacht ohne Mond und Sterne.
Übrall Nacht ist ohne Liebe, / übrall Tag, wo Liebe lacht; / wenn die Sonne fern auch bliebe, / Lieb, ist Mond in sel'ger Nacht.
Ich merke, wie der Mond mein inneres Gleichgewicht durcheinanderbringt. Mitten in der Nacht wache ich auf, kann dann nicht mehr einschlafen. Schon Tage vorher bin ich nervös und gereizt, streite mich über jede Kleinigkeit.
Bei Vollmond sagt meine Frau am Frühstückstisch: "Mach heute mittag im Büro Schluß. Du hast doch die ganze Nacht zum Arbeiten." Ich lese in Vollmondnächten Akten. Denn ich kann nicht schlafen, keine Tablette hilft.
Wer auf den Mond gewesen ist, für den gibt es auf der Erde keine Ziele mehr,
Erfolg ist wie ein scheues Reh. Der Wind muß stimmen, die Witterung, die Sterne, der Mond.
Männer haben mehr Phantasie! Eine Frau wäre niemals zum Mond geflogen. Das ist eine rein Männeridee. Wenn uns Frauen regierten, hätten wir vieleicht kein Satelliten-Fernsehen, aber eine Menge Geld gespart.