Zitate mit "helfen"

131 Fundstellen

Man gibt Almosen, um der Not abzuhelfen, aber nicht, um die Faulheit auf die Weide zu treiben.

Weit ist der Weg vom Ohr zum Herzen, aber noch weiter ist der Weg zu den helfenden Händen.

Einer Frau die Freiheit lassen, alle Bücher zu lesen, zu denen ihre Geistesanlage sie hinzieht, das heißt, einen Funken in eine Pulverkammer werfen; ja schlimmer noch als das: das heißt deine Frau lehren, sich ohne dich zu behelfen.

Bei schlechten Beamten helfen uns die besten Gesetze nichts.

Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts.

Wir können Orte schaffen helfen, von denen der helle Schein der Hoffnung in die Dunkelheit der Erde fällt.

Wer das helfende Wort in sich aufruft, erfährt das Wort. Wer Halt gewährt, verstärkt in sich den Halt. Wer Trost spendet, vertieft in sich den Trost. Wer Heil wirkt, dem offenbart sich das Heil.

Klage nicht, daß du leiden mußt; denn du lernst zu helfen.

Wollt ihr eures Königs Günstling sein, so wendet euch an seine Schwächen! Euch an seine Vernunft zu wenden, das würde euch selten viel helfen.

Man muss es wirklich genau und jederzeit wissen, dass man allein sei: Sonst verliert man den festen Stand und kann auch demjenigen keine helfende Hand mehr bieten, mit dem man vermeinte sich verschmelzen zu können.

"Man kann nicht allen helfen", sagt der Engherzige und hilft keinem.

Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wäre allen geholfen.

Die kleinen Miseren des Lebens helfen uns manchmal über sein großes Elend hinweg.

Wir halten es für unsere Pflicht, den Leuten zu helfen, sich selbst zu helfen. Die sogenannte Wohltätigkeit ist eine besondere Form der Selbstbeweihräucherung.

Um einen anderen zu überzeugen, muß man seine Angelegenheit ruhig und genau darlegen. Kratzen Sie sich dann am Kopf oder schütteln Sie ihn ein bißchen und sagen Sie dann, daß Sie sich aber möglicherweise auch irren können. Diese Bemerkung hindert Ihren Gesprächspartner daran, Ihnen gleich wütend zu widersprechen. Er wird eher versuchen, Ihnen zu helfen, die Wahrheit zu finden und Zweifel zu überwinden.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß das Denken eine Heilkraft habe. Aber dieses Mittel läßt sich nicht bei allen auf die gleiche Weise anwenden. Einige, zu welchen auch Sie gehören, helfen ihrem Übel dadurch ab, daß sie ihre Aufmerksamkeit davon abwenden. Ich habe den meinigen, zum Beispiel Zahnschmerzen, dadurch am besten abhelfen können, indem ich meine Aufmerksamkeit darauf konzentriert und an nichts als an meinen Schmerz gedacht habe.

Lehr' nur die Jungen weisheitsvoll, / wirst ihnen keinen Irrtum sparen. / Was ihnen gründlich helfen soll, / das müssen sie eben selbst erfahren.

Durch die Welt sich zu helfen ist ganz was eignes; man kann sich / nicht so heilig bewahren als wie im Kloster, das wißt ihr. / Handelt einer mit Honig, er leckt bisweilen die Finger.

Ich habe nichts dawider, daß ein dramatischer Dichter eine sittliche Wirkung vor Augen habe; allein wenn es sich darum handelt, seinen Gegenstand klar und wirksam vor den Augen des Zuschauers vorüberzuführen, so können ihm dabei seine sittlichen Endzwecke wenig helfen.

Unsere zweideutige zerstreute Erziehung macht die Menschen ungewiß. Sie erregt Wünsche, statt Triebe zu beleben, und anstatt den wirklichen Anlagen aufzuhelfen, richtet sie das Streben nach Gegenständen, die so oft mit der Natur, die sich nach ihnen bemüht, nicht übereinstimmen.

Der Frauen Zustand ist beklagenswert. / Zu Haus und in dem Kriege herrscht der Mann, / und in der Fremde weiß er sich zu helfen. / Ihn freuet der Besitz; ihn krönt der Sieg! / Ein ehrenvoller Tod ist ihm bereitet. / Wie eng-gebunden ist des Weibes Glück! / Schon einem rauhen Gatten zu gehorchen, / ist Pflicht und Trost.

Freilich bedeutet das Wort Schalk im gewöhnlichen Sinne eine Person, die mit Heiterkeit und Schadenfreude jemand einen Possen spielt; hier aber bedeutet's ein Frauenzimmer, das einer Person, von der es abhängt, durch Gleichgültigkeit, Kälte und Zurückhaltung, die sich oft in eine Art von Krankheit verhüllen, das Leben sauer macht. Es ist dies in jener Gegend etwas Gewöhnliches. Mir ist es einigemal vorgekommen, daß mir ein Einheimischer, gegen den ich diese und jene Frau schön pries, einwendete: "Aber sie ist ein Schalk." Ich hörte sogar, daß ein Arzt einer Dame, die viel von einem Kammermädchen litt, zur Antwort gab: "Es ist ein Schalk, da wird schwer zu helfen sein."

Vor jenem droben steht gebückt, / der helfen lehrt und Hülfe schickt!

Warum hofft der Mensch nur in die Nähe? Da muß er handeln und sich helfen. In die Ferne soll er hoffen und Gott vertrauen.

Er suchte sich durch eine Art von Humor zu helfen, der aber, weil er ohne Liebe war, auch der gewohnten Anmut ermangelte.

Der Mensch löst sich freilich gar zu geschwind von denen los, denen er noch manchen Rat und Beistand verdanken könnte, doch diese Unart dient zu seinem Glück, wenn er sich dereinst selbst helfen muß.

Was bildet man nicht immer an unserer Jugend? Da sollen wir bald diese, bald jene Unart ablegen, und doch sind die Unarten meist eben soviele Organe, die dem Menschen durch das Leben helfen.

Man ist sehr übel dran, daß man den Ärzten nicht recht vertraut und doch ohne sie sich gar nicht zu helfen weiß.

Von einem Dichter nur mittelmäßig gezeichnete Charaktere werden bei der Theaterdarstellung gewinnen, weil die Schauspieler, als lebendige Menschen, sie zu lebendigen Wesen machen und ihnen zu irgendeiner Art von Individualität verhelfen. Von einem großen Dichter meisterhaft gezeichnete Charaktere dagegen, die schon alle mit einer durchaus scharfen Individualität dastehen, müssen bei der Darstellung notwendig verlieren, weil die Schauspieler in der Regel nicht durchaus passen und die wenigsten ihre eigene Individualität so sehr verleugnen können.

Ich habe in meinen Jünglingsjahren Fälle genug erlebt, wo auf einsamen Spaziergängen ein mächtiges Verlangen nach einem geliebten Mädchen mich überfiel und ich so lange an sie dachte, bis sie mir wirklich entgegenkam. "Es wurde mir in meinem Stübchen unruhig", sagte sie, "ich konnte mir nicht helfen, ich mußte hierher."

Mich freuen die vielen Guten und Tüchtgen, / obgleich so viele dazwischen belfen. / Die Deutschen wissen zu berichtgen, / aber sie verstehen nicht nachzuhelfen.

Je früher der Mensch gewahr wird, dass es ein Handwerk, dass es eine Kunst gibt, die ihm zur geregelten Steigerung seiner natürlichen Anlagen verhelfen, desto glücklicher ist er.

Vermeide niemand, der dir begegnet. Du findest leicht einen, dem du hilfst, einen, der dir helfen kann.

Der Dichter soll uns seine Personen in ihren Handlungen darstellen, der Gesprächschreiber darf sich ja wohl kürzer fassen und sich und seinen Lesern durch eine allgemeine Schilderung geschwind über die Exposition weghelfen.

Takt ist die Fähigkeit, einem anderen auf die Beine zu helfen, ohne ihm auf die Zehen zu treten.

Takt ist die Fähigkeit, einem anderen auf die Beine zu helfen, ohne ihm dabei auf die Zehen zu treten.

Heute gibt es viele, die das Gute für schlecht, das Minderwertige hingegen für gut halten. Diese Leute helfen nicht, sie hindern vielmehr.

Die Menschen sind da, um einander zu helfen, und wenn man eines Menschen Hülfe in rechten Dingen nötig hat, so muß man ihn dafür ansprechen. Das ist der Welt Brauch und heißt noch lange nicht betteln.

Wo nichts mehr helfen kann, da ruft man Pfaffen! / Und das ganz folgerecht. Denn niemand hilft / so wenig als ein Pfaffe.

Die abergläubische Scheu der Künstler, über künftige Werke, Bücher, Rollen usw. zu sprechen, beruht auf der Angst, durch die kleinste Preisgabe ihrer schöpferischen Geheimnisse die Kraft zu ihrer stilsicheren Ausführung zu verlieren. Alle Kunstwerke sind ursprünglich "Luftgebilde" der Phantasie, die sich am besten realisieren, wenn sie weder durch Beifall noch durch Kritik und Tadel gestört werden. Niemand kann einem Künstler helfen. Er muß sich verrennen oder durchs Ziel laufen. Was ihm durch hilfreiche Menschen abgenommen werden kann, ist allenfalls nur seine schöpferische Naivität.

Denn eine bekümmerte Seele ist Gott nahe, und Not führt zu dem, der geben und helfen kann, der aber wohl verachtet würde, wenn er immer und uneingeschränkt hülfe.

Was aber helfen die edelsten Rechte dem, der sie nicht handhaben kann?

Die Schönheit der Seele besteht in mehr als nur im glücklichen Genusse des Schönen. Sie soll dem Schönen auch zum Siege verhelfen über das Unschöne und Rauhe und Gemeine des Lebens.

Du sollst reden - nicht viel, aber sinnig! / Du sollst beten - nicht lang, aber innig! / Du sollst handeln - nicht rasch, aber kräftig! / Du sollst lieben - nicht laut, aber heftig! / Du sollst leben - nicht wild, aber heiter! / Du sollst dir helfen! Gott hilft dir weiter.

Die Menschen helfen lieber dem, der ihrer Hilfe nicht bedarf, als dem, welchem sie nötig ist.

Es gleicht, wer jedem zu raten, / statt einem zu helfen, wählt, / einer tüchtig sausenden Mühle, / der es an Steinen fehlt.

Ein Volk kann sich nur selbst helfen; kann es das nicht, so ist ihm eben nicht zu helfen.

Einem Volke kann man nicht philanthropisch helfen, sondern einzig und allein politisch.

Einzelne schlecht gelaunte Moralisten behaupten, dass es keine hilfsbereiten Freunde gäbe. O doch! Es gibt viele Leute, die einem helfen, wenn man sie nicht mehr braucht.

Die schlechteste Charaktereigenschaft eines Menschen ist die natürliche Untreue. Dagegen helfen alle sonstigen sogenannten guten Eigenschaften nicht. Sie machen ihn nur gefährlicher.

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