Zitate mit "wunsch"
76 Fundstellen
Adenauer war noch bewußt, was es bedeutet, zu regieren. Aber unsere heutigen Politiker sind doch nur von dem Wunsche beseelt, wiedergewählt zu werden.
Das Leben ist ein Krankenhaus, in dem jeder Patient den Wunsch hat, sein Bett zu wechseln. Der eine möchte lieber vor dem Kaminfeuer leiden, der andere ist überzeugt, daß er nahe dem Fenster gesund werden würde.
In jedem Menschen sind zu jeder Stunde gleichzeitig zwei Begehren mächtig, das eine nach Gott, das andere nach Satan. Der Ruf nach Gott, die Geistigkeit, ist ein Wunsch, emporzusteigen, der nach Satan, der tierische Trieb, die Lust zu sinken.
Ambition: Ein übermächtiger Wunsch, zu Lebzeiten von Feinden verunglimpft zu werden, und von Freunden lächerlich gemacht zu werden, wenn man tot ist.
Hoffnung ist Wunsch und Erwartung zugleich.
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.
Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß der Wunsch zu töten sehr oft mit dem Wunsch, selber zu sterben oder sich zu vernichten, zusammenfällt.
Das größte Glück und das größte Unglück ist, wunschlos zu sein.
Der stärkste Trieb in der menschlichen Natur ist der Wunsch, bedeutend zu sein.
Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.
Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter.
Die Erfüllung eines Lieblingswunsches, sei der Wunsch selber, was er wolle, berührt uns wie eine Weihnachtsfreude.
Es ist leichter, den ersten Wunsch zu unterdrücken, als die folgenden zu erfüllen.
Was ich wünschte vor manchem Jahr, / hat das Leben mir nicht beschert. / Aber es hat mich dafür gelehrt, / daß mein Wunsch ein törichter war.
Die Liebe ist der Wunsch, geliebt zu werden.
In jedem Kleide werd ich wohl die Pein / des engen Erdelebens fühlen. / Ich bin zu alt, um nur zu spielen, / zu jung, um ohne Wunsch zu sein.
Kepler sagte: "Mein höchster Wunsch ist, den Gott, den ich im Äußern überall finde, auch innerlich, innerhalb meiner gleichermaßen gewahr zu werden". Der edle Mann fühlte, sich nicht bewußt, daß eben in dem Augenblicke das Göttliche in ihm mit dem Göttlichen des Universums in genauster Verbindung stand.
In der Komödie sehen wir eine Heirat als das letzte Ziel eines durch die Hindernisse mehrerer Akte verschobenen Wunsches, und im Augenblick, da es erreicht ist, fällt der Vorhang, und die momentane Befriedigung klingt bei uns nach. In der Welt ist es anders; da wird hinten immer fortgespielt, und wenn der Vorhang wieder aufgeht, mag man gern nichts weiter davon sehen noch hören.
Was mir in der Gegenwart angenehm ist, sich abwesend von mir immer darstellt, den Wunsch des erneuerten Gegenwärtigseins immerfort erregt, bei Erfüllung dieses Wunsches von einem lebhaften Entzücken, bei Fortsetzung dieses Glücks von einer immer gleichen Anmut begleitet wird, das eigentlich lieben wir, und hieraus folgt, daß wir alles lieben können, was zu unserer Gegenwart gelangen kann.
Ich habe mein ganzes Leben einen idealen Wunsch gehabt, wie ich geliebt sein möchte, und habe die Erfüllung immer im Traume des Wahns vergebens gesucht.
Der kann sich manchen Wunsch gewähren, / der kalt sich selbst und seinem Willen lebt; / allein wer andre wohl zu leiten strebt, / muß fähig sein, viel zu entbehren.
Schwerlich / wird mich des herzlichsten Wunsches Erfüllung jemals erfreuen, / daß der Sohn dem Vater nicht gleich sei, sondern ein Beßrer.
Proselyten zu machen ist der natürlichste Wunsch eines jeden Menschen.
Freiheit existiert nicht; sie ist nur ein Wunsch der Seele.
Ein Wunsch, der still für uns und andre fleht, / ein Seufzer, der dem Herzen leis entweht, / den keine Lippe spricht, ist ein Gebet.
Du allein warst es, nach der mich verlangte. Bei dir nur empfand ich diese ruhige, frohe, wunschlose Glückseligkeit.
Der Gedanke, einmal in seiner Größe gefaßt, kann nicht mehr verschwinden; solange es Menschen gibt, wird auch der starke Wunsch da sein, den Turm zu Ende zu bauen.
Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben.
Um eines Siegs, / der deine junge Seele flüchtig reizt, / willst du das Spiel der Schlachten neu beginnen? / Weil unerfüllt ein Wunsch, ich weiß nicht welcher, / dir im geheimen Herzen blieb, den Segen, / gleich einem übellaun'gen Kind, hinweg, / der deines Volks Gebete krönte, werfen?
Nicht aus des Herzens bloßem Wunsche keimt / des Glückes schöne Götterpflanze auf. / Der Mensch soll mit der Mühe Pflugschar sich / des Schicksals harten Boden öffnen, soll / des Glückes Erntetag sich selbst bereiten / und Taten in die offnen Furchen streun.
O lege den Gedanken wie einen diamantenen Schild um deine Brust: Ich bin zu einer Mutter geboren! Jeder andere Gedanke, jeder andere Wunsch fahre zurück von diesem undurchdringlichen Harnisch.
Ein dick aufgetragener Vaterstolz hat mir immer den Wunsch eingegeben, daß der Kerl wenigstens die Schmerzen der Zeugung verspürt hätte.
Der Haß des Menschen ist so hartnäckig, daß der Wunsch eines Kranken nach Versöhnung mit seinem Feinde als das untrüglichste Vorzeichen seines Todes gelten kann.
Der Wunsch klug zu erscheinen verhindert oft, es zu werden.
Der Wunsch, das Lob zu verdienen, das man uns erteilt, steigert Tugend, und das Lob, das man Geist und Mut und Schönheit gönnt, hilft mit, sie zu erhöhen.
Du bist die unbedeutende Sprache der Galanterie zu wenig gewohnt. Eine Höflichkeit wird in ihr zur Empfindung, eine Schmeichelei zur Beteuerung, ein Einfall zum Wunsche, ein Wunsch zum Vorsatz.
Alle Frauenkleider sind nur Variationen des ewigen Streites zwischen dem eingestandenen Wunsch, sich zu kleiden, und dem uneingestandenen Wunsch, sich zu entkleiden.
Der Wunsch nach Ruhm ist nicht verschieden von jenem Trieb nach Selbsterhaltung, den alle Geschöpfe besitzen.
Kannst du nicht mit der Wurzel die falschen Ansichten ausrotten und Mißstände, die längst eingerissen sind, nicht ganz nach deinem Wunsche beheben, so darfst du deswegen dem Staat nicht den Rücken kehren, so wenig du das Schiff im Sturm sich selbst überläßt, weil du die Winde nicht am Blasen hindern kannst.
Man muß immer etwas haben, auf das man sich freut, und das ist schon eine gescheite Gewohnheit, sich einen Wunsch vorzunehmen, auf dessen Erfüllung man spart.
Der Wunsch ist ein Wille, der sich nicht ganz ernst nimmt.
Die Liebe ist vielleicht der höchste Versuch, den die Natur macht, um das Individuum aus sich heraus zu dem anderen hinzuführen. Im Wunsch suche ich den Gegenstand zu mir zu ziehen, in der Liebe werde ich zu ihm hingezogen.
Nicht darauf kommt es an, daß man ein argloses Menschenkind mit Schätzen überhäuft, als vielmehr einzig nur darauf, daß man seinen oft recht bescheidenen Wunsch erfüllt.
Die Sklaven verlieren in ihren Ketten alles, sogar den Wunsch, sie abzuschütteln; sie lieben ihre Knechtschaft wie die Genossen des Odysseus ihre Tiergestalt.
Mein einz'ger Wunsch ist meiner Wünsche Ruh.
Alle Frauen sind Meister des geflüsterten Wunschzettels.
Verräterische Hoheit! Dem Wunsche süß, doch schmerzhaft dem Besitzer!
Wer keinen Menschen zu fürchten braucht, wird er sich eines Menschen erbarmen? Wer an jeden Wunsch einen Donnerkeil heften kann, wird er für nötig finden, ihm ein sanftes Wörtchen zum Geleite zu geben?
Ist jene Zeit dir noch / erinnerlich, da du der Griechen Führer / in den Trojanerkrieg zu heißen branntest? / Sehr ernstlich wünschtest du, was du in schlauer / Gleichgültigkeit zu bergen dich bemühtest. / Wie demutsvoll, wie kleinlaut warst du da! / Wie wurden alle Hände da gedrücket! / Da hatte, wer es nur verlangte, wer's / auch nicht verlangte, freien Zugang, freies / und offnes Ohr bei Atreus' Sohn! Da standen / geöffnet allen Griechen deine Tore. / So kauftest du mit schmeichlerischem Wesen / den hohen Rang, zu dem man dich erhoben. / Was war dein Dank? Des Wunsches kaum gewährt, / sieht man dich plötzlich dein Betragen ändern. / Der Freunde wird nicht mehr gedacht.
Ich möchte, daß meine Bücher die Liebe zum Mitmenschen erregen und den Wunsch, aktiv für die Ideale der Menschlichkeit und den Fortschritt der Menschheit zu kämpfen.