Zitate mit "helden"
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In den Vereinigten Staaten werden Gewalttätigkeit und Heldentum gleichgesetzt, wenn es nicht um Schwarze geht.
Die dramatisch wirksamste Schuld eines tragischen Helden ist die Untreue, begangen an seinem obersten Grundsatz.
Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.
Feinde sind immer klein; denn sie machen uns zu Helden oder zu Märtyrern, in beiden Fällen größer als sich.
Fast alle Menschen sind von Natur »Heldenverehrer«; gegen diesen gesunden Instinkt läßt sich nichts Stichhaltiges einwenden.
Ein guter Roman erzählt die Wahrheit über den Helden, aber ein schlechter Roman erzählt die Wahrheit über den Autor.
Was rauh ist, Liebe macht es weich, / macht Heldenseelen zag, / den Feigen kühn, den Armen reich / und wandelt Nacht in Tag.
Schlafe wohl, geliebtes Kind! / So viel tapfre Helden sterben, / ganze Völker gar verderben, / und die Zeit verstiebt wie Wind. / Wie soll denn ein Mensch bestehn, / muß dies Ganze doch vergehn? / Schlafe wohl, wir Armen, wir / bleiben, was wir immer waren: / Jung von Weisheit, alt von Jahren, / unverstandig für und für, / stumm an Mund, an Augen blind, / Kinder, wie wir kommen sind.
Heldentum ist Ausnahmezustand und meist Produkt einer Zwangslage.
Es gibt Heldentaten, derer nur die ganz Schüchternen fähig sind.
Das größte Glück ist dir einzig beschert: / Der Schönheit Ruhm, der vor allein sich hebt. / Dem Helden tönt sein Name voran, / drum schreitet er stolz; / doch beugt sogleich hartnäckigster Mann / vor der allbezwingenden Schöne den Sinn.
Wehe mir! Welch streng Geschick / verfolgt mich, überall der Männer Busen / so zu betören, daß sie weder sich / noch sonst ein Würdiges verschonten. Raubend jetzt, / verführend, fechtend, hin und her entrückend, / Halbgötter, Helden, Götter, ja Dämonen, / sie führten mich im Irren her und hin. / Einfach die Welt verwirrt ich, doppelt mehr; / nun dreifach, vierfach bring ich Not auf Not. / Entferne diese Guten, laßt ihn frei! / Den Gottbetörten treffe keine Schmach!
Willst du dich als Dichter beweisen, / so mußt du nicht Helden noch Hirten preisen. / Hier ist Rhodus! Tanze, du Wicht, / und der Gelegenheit schaff ein Gedicht!
Jeder, der in sich fühlt, daß er etwa Gutes wirken kann, muß ein Plagegeist sein. Er muß nicht warten, bis man ihn ruft; er muß nicht achten, wenn man ihn fortschickt; er muß sein, was Homer an Helden preist: Er muß sein wie eine Fliege, die, verscheucht, den Menschen immer wieder von einer andern Seite anfällt.
Es gibt, sagt man, für den Kammerdiener keine Helden. Das kommt aber bloß daher, weil der Held nur vom Helden anerkannt werden kann. Der Kammerdiener wird aber wahrscheinlich seinesgleichen zu schätzen wissen.
In der Poesie ist die vernichtende Kritik nicht so schädlich. Wolf hat den Homer zerstört, doch dem Gedicht hat er nichts anhaben können; denn dieses Gedicht hat die Wunderkraft wie die Helden Walhallas, die sich des Morgens in Stücke hauen und mittags sich wieder mit heilen Gliedern zu Tisch setzen.
Ein Schauspieler sollte eigentlich auch bei einem Bildhauer und Maler in die Lehre gehen. So ist ihm, um einen griechischen Helden darzustellen, durchaus nötig, daß er die auf uns gekommenen antiken Bildwerke wohl studiert und sich die ungesuchte Grazie ihres Sitzens, Stehens und Gehens wohl eingeprägt habe.
Der Helden Söhne werden Taugenichtse.
Bisher glaubte die Welt an den Heldensinn einer Lucretia, eines Mucius Scävola und ließ sich dadurch erwärmen und begeistern. Jetzt aber kommt die historische Kritik und sagt, daß jene Personen nie gelebt haben, sondern als Fiktionen und Fabeln anzusehen sind, die der große Sinn der Römer erdichtete. Was sollen wir aber mit einer so ärmlichen Wahrheit? Und wenn die Römer groß genug waren, so etwas zu erdichten, so sollten wir wenigstens groß genug sein, daran zu glauben.
Ein jeglicher muß seinen Helden wählen, / dem er die Wege zum Olymp hinauf sich nacharbeitet.
Der Krieg ist im Begriff, sich unter Umgehung des Kampfes zur Ausrottung zu vereinfachen, und da seine Feldherren, soldatisch gesehen, ähnlich heruntergekommen sind wie die Kammerjäger, unter denen man einst die Leibjäger eines Fürsten und erst später die Vertilger von Ratten, Mäusen und anderem lästigen Ungeziefer verstand, sollte man ihnen nach einer geglückten Waffentat eigentlich die "Goldene Wanze" an die Heldenbrust heften.
Jedes Regime benötigt Helden. Am angenehmsten sind ihm tote.
Jetzt kein Schelm und kein Lump zu werden, erfordert die Kraft schon, / welche in besserer Zeit Helden und Heil'gen genügt.
Es gibt eine verfluchte Art, die Wahrheit zu sagen; so z. B. von einem großen Helden zu berichten, dass er nicht tanzen kann und über alle seine übrigen Eigenschaften zu schweigen. Diese Art der aufrichtigen Besprechung wird bei Dichterwerken oft angewendet, man bringt sie in die einzige Kategorie, in die sie nicht hinein gehören und spricht dann das Urteil.
Das ist ein elendes Volk an Heldenmut und Verstand, wo bei jeder Kleinigkeit eine Ehrensäule muß aufgerichtet werden.
Standbilder: kranken erst an ihrem Helden und dann am Künstler.
Vor den Alpen, die in der Entfernung von einigen Stunden hieherum sind, stehe ich immer noch betroffen, ich habe wirklich einen solchen Eindruck nie erfahren, sie sind wie eine wunderbare Sage aus der Heldenjugend unserer Mutter Erde und mahnen an das alte bildende Chaos, indes sie niedersehn in ihrer Ruhe, und über ihrem Schnee in hellerem Blau die Sonne und die Sterne bei Tag und Nacht erglänzen.
Jedwedes Heer liebt, weißt du, seinen Helden.
Wenn wir von den Dichtern verlangen wollen, dass sie so idealisch sein sollen wie ihre Helden, wird es noch Dichter geben?
Die legendären Helden, nicht die wirklichen Helden haben Eindruck auf die Massen gemacht.
Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage.
Alles, was man von der Geschichte sagt, kommt aufs Schlachten und Morden hinaus. Die Ehre und den Ruhm, den sie den Eroberern beilegt, welche meistenteils nur die Henker des Menschengeschlechtes waren, bringt den heranwachsenden Jüngling vollends auf den Gedanken, daß Menschenmord das rühmlichste Geschäft und die größte Heldentugend sein.
Der Alltag der meisten Menschen ist stilles Heldentum in Raten.
Da die Frau sich vermännlicht, sucht sie instinktiv einen Männertyp, der weiblicher ist als die früheren Helden.
Alle großen Verführer wissen, daß Diskretion Voraussetzung des Erfolges ist. Die selbstauferlegte Schweigepflicht der wahren Frauenhelden ist kaum weniger streng als die der Ärzte.
Die Einsicht in das Mögliche und Unmögliche ist es, die den Helden vom Abenteurer scheidet.
Der Selbstmord ist das größte Verbrechen. Welchen Mut kann derjenige besitzen, der vor einem Wechsel des Glückes zittert? Der wahre Heldenmut besteht darin, über das Elend des Lebens erhaben zu sein.
Der wahre Heldenmut besteht darin, über das Elend des Lebens erhaben zu sein.
Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit mitten in Stürmen der Gegenwart.
Man soll in den ersten sechs Jahren keinem Kinde befehlen, etwas zu verschweigen, und wäre es eine Freude, die man einem geliebten Wesen heimlich zubereitet. Den offenen Himmel der kindlichen Offenherzigkeit darf nichts verschließen, nicht einmal die Morgenröte der Scham. An euren Geheimnissen werden sie sonst bald eigne verstecken lernen. Die Heldentugend der Verschwiegenheit fordert zu ihrer Übungszeit die Kraft der angreifenden Vernunft. Nur die Vernunft lehrt schweigen; das Herz lehrt reden.
Auf leisten Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum.
Läge im Herzen des Menschen nichts Moralisches, woher käme ihm die begeisterte Bewunderung heldenhafter Taten, die liebende Hinwendung zu den großen Seelen, der Enthusiasmus für die Tugend?
Man kann den einzelnen Menschen betrachten a) als kleinen Mann, b) als Helden und c) als Rädchen einer Maschine. Der erste Weg führt zur altmodischen Demokratie, der zweite Weg zum Faschismus, der dritte Weg zum Kommunismus.
Wie ich / aus jenen alten Büchern mir gelesen, / war Liebe stets mit hoher Rittertat / gepaart, und Helden, hat man mich gelehrt, / nicht Schäfer saßen an der Tafelrunde. / Wer nicht die Schönheit tapfer kann beschützen, / verdient nicht ihren goldnen Preis.
Auch die Tugend hat ihre Helden, wie der Ruhm, das Glück.
O, es ist schön, von einem Helden sich geliebt zu sehn / - es ist noch schöner, ihn zu lieben!
Du sollst dir kein Ideal machen, weder eines Engels im Himmel, noch eines Helden aus einem Gedicht oder Roman, noch eines selbstgeträumten oder phantasierten, sondern du sollst einen Mann lieben, wie er ist; denn die Natur, deine Herrin, ist eine strenge Gottheit, welche die Schwärmerei der Mädchen heimsucht bis ins dritte und vierte Zeitalter ihrer Gefühle.
Dem Eroberer sind die Menschen Schachfiguren, und eine verwüstete Provinz ist ihm ein Kohlenmeiler. Mit wenigen Ausnahmen sind die großen Helden die großen Schandflecken des Menschengeschlechts.
Das Volk besteht darauf, seine Wunder, seine Helden und Heldinnen, seine Heiligen, Märtyrer und Gottheiten zu haben, um die Kraft der Liebe, der Bewunderung und der Anbetung an ihnen üben zu können, und seine Judasse und Teufel, um die Möglichkeit zu haben, in Zorn zu entflammen und doch zu fühlen, daß dieser Zorn ein Gott wohlgefälliger Zorn ist.
Das Große geschieht so schlicht wie das Rieseln des Wassers, das Fließen der Luft, das Wachsen des Getreides. Darum ist irgendeine Heldentat unendlich leichter und auch öfter da als ein ganzes Leben von Selbstbezwingung und unscheinbarem Reichtum oder als ein freudiges Sterben.