Zitate mit "satt"
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Ein deutsches philosophisches System kommt mir vor wie ein Getreidefeld, zu dem man uns hinführt und uns freundlich einlädt, uns satt zu essen.
Keine Stunde im Leben, die man im Sattel verbringt, ist Verloren.
Die Not lehrt beten, sagt das Sprichwort, aber sie lehrt auch denken, und wer immer satt ist, der betet nicht viel und denkt nicht viel.
"Nein! Heut ist mir das Glück erbost!" / Du, sattle gut und reite getrost!
Laßt mich nur auf meinem Sattel gelten! / Bleibt in euern Hütten, euern Zelten! / Und ich reite froh in alle Ferne, / über meiner Mütze nur die Sterne.
Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, daß ich sie von keinem als allenfalls von ihm selbst hören möchte.
Könnt ihr also die Menschen nicht hindern zu hören, was täglich / außer ihnen geschieht, so laßt sie auch ohne Bedenken / ohngehindert sie hören, was außer ihnen gemeint wird! / Wär ich ein Fürst, ich ließe sogleich aufrührische Schriften / alle kaufen und teilte sie aus, damit sich ein jeder / satt dran läse, damit nichts Tolles könne gesagt sein, / was man nicht läse bei mir.
Wenn diesen Langeweile treibt, / kommt jener satt vom übertischten Mahle, / und, was das Allerschlimmste bleibt, / gar mancher kommt vom Lesen der Journale. / Man eilt zerstreut zu uns wie zu den Maskenfesten, / und Neugier nur beflügelt jeden Schritt; / die Damen geben sich und ihren Putz zum besten / und spielen ohne Gage mit. / Was träumet Ihr auf Eurer Dichterhöhe? / Was macht ein volles Haus Euch froh? / Beseht die Gönner in der Nähe! / Halb sind sie kalt, halb sind sie roh.
Da hatt ich einen Kerl zu Gast, / er war mir eben nicht zur Last. / Ich hatt just mein gewöhnlich Essen, / hat sich der Kerl pumpsatt gefressen, / zum Nachtisch, was ich gespeichert hatt. / Und kaum ist mir der Kerl so satt, / tut ihn der Teufel zum Nachbar führen, / über mein Essen zu räsonieren: / "Die Supp hätt können gewürzter sein, / der Braten brauner, firner der Wein." / Der Tausendsackerment! / Schlagt ihn tot, den Hund! Es ist ein Rezensent.
Oh, daß ich große Laster säh, / Verbrechen blutig, kolossal, / nur diese satte Tugend nicht / und zahlungsfähige Moral!
Des Buhlens satt will Martha nun, ihr Brüder, / sich bloß dem Dienst des Himmels weihn. / Der Teufel wird dabei nicht sehr gefährdet sein: / Zwar eine Metze geht ihm ein, doch eine Heuchlerin ersetzt sie reichlich wieder.
Man wird des Guten und auch des Besten, wenn es alltäglich zu sein beginnt, bald satt.
Die süße Näscherei, ein lieblich Mündleinkuß / macht zwar niemanden satt, stillt aber viel Verdruß.
Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht wär', / wär' zwar das Auge satt, der Magen aber leer.
Die Welt ist wie ein trunkener Bauer: Hebt man ihn auf einer Seite in den Sattel, so fällt er auf der anderen Seite wieder herab.
Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.
Ein geistiger Mensch ist für das Geschäft nicht untauglich, aber er ist darüber. Ein mutig-edles Roß ist ebenso fähig, einen Packsattel zu tragen, wie ein Esel. Aber es ist zu gut für diese Eselsarbeit.
Was ist Erfüllung? Vernichtung des Wünschens. Dies begreifet nur recht, so werdet ihr nicht ein sattes Jenseits begehren, sondern euch des Todes, der edelsten Erfüllung getrösten.
Die Seele vom Genuß, / o Freund, ist dessen Kürze. / Die Furcht des Todes ist / des Lebens scharfe Würze. / Ein Tor klagt überm Schmaus, / daß er so früh sei aus. / Ein Weiser ißt sich satt / und geht vergnügt nach Haus.
Wer ein Pferd kaufen will und nicht das Pferd selbst, sondern nur Sattel und Zaumzeug betrachtet, ist ein Narr. Ein vollendeter Dummkopf aber ist, wer einen Menschen nach seiner Kleidung und äußeren Lebensstellung beurteilt.
Man lernt den Mann nicht aus in einem Jahr. / Sie alle sind nur Magen, wir nur Kost. / Sie schlingen uns hinab, und sind sie satt, / spei'n sie uns aus.
Ein schwindlicht und unzuverlässig Haus / hat der, so auf das Herz des Volkes baut. / O blöde Menge! Mit wie lautem Jubel / drang nicht dein Segen Bolingbrokes zum Himmel, / eh du, wozu du wolltest, ihn gemacht! / Und da er nun nach deiner Lust bereitet, / bist du so satt ihn, viehischer Verschlinger, / daß du ihn auszuspein dich selber reizest. / So, du gemeiner Hund du, entludest du / die Schlemmerbrust vom königlichen Richard. / Nun möchtest du dein Weggebrochnes fressen / und heulst danach.
Das Leben, dieser Erdenschranken satt, / hat stets die Macht, sich selber zu entlassen.
Allein wie Tugend nie sich reizen läßt, / buhlt Unzucht auch um sie in Himmelsbildung, / so Lust, gepaart mit einem lichten Engel, / wird dennoch eines Götterbettes satt / und hascht nach Wegwurf.
Mensch, alles außer Dir, das gibt Dir keinen Wert. / Das Kleid macht keinen Mann, der Sattel macht kein Pferd.
Der Bürger des Wohlfahrtsstaates sehnt sich, wenn er satt ist, nicht nach der Moral, sondern nach der Siesta.
Sattheit enthält, wie jede andere Kraft, immer auch ein bestimmtes Maß an Frechheit, und dies äußert sich vor allem darin, dass der Satte dem Hungrigen Lehren erteilt.
In der Regel fängt man mit fünfzig an, der Welt satt zu werden. Mit sechzig ist die Welt müde an uns.
Erst satteln, dann reiten! / Doch ist zuzeiten / verloren der Mann, / der ohne Sattel / nicht reiten kann.
alles wird man ja satt, des Schlafes sogar und der Liebe, / auch des süßen Gesangs und bewunderten Reigentanzes.
Doch Sorge folgt und nimmersatte Gier dem wachsenden Gewinn. (Andere Übersetzung: Wächst der Reichtum, wächst auch die Sorge und der Hunger nach mehr. )
Angeln ist die einzige Philosophie, von der man satt wird.
Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt.
Nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, nie wird ein Ohr vom Hören voll.
Geiz wird nicht satt, / bis er den Mund voll Erde hat.
Dem Satten schmeckt das Beste nicht.
Der eine füttert den Gaul, der andere muß ihn satteln.
Zwei werden nicht satt: Wer Wissen und wer Reichtum sucht.
Wer satt ist, wird nie einen Hungrigen verstehen.
Lorbeer macht nicht satt; / besser wer Kartoffeln hat.
Der hungrige Esel läuft schneller als das satte Rennpferd.
Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird.
Priester und Hühner sind nie satt.
Wenn der Mund nicht ißt, wird der Magen nicht satt.
Wem man seine Not klagt, der ist sattsam gebeten.
Wenn die Sau satt ist, stößt sie den Trog um.
Man kann sich nicht auf einmal für zwei Tage satt essen.
Das Amt macht wohl satt, aber nicht klug.
Das Auge sieht sich nimmer satt.
Die Narren haben Gastereien, die Weisen essen sich satt.