Zitate mit "schätzen"
78 Fundstellen
Frauen schätzen einen raffinierten Mann nur stundenweise.
Wäre der Tod nicht, es würde keiner das Leben schätzen. Man hätte vielleicht nicht einmal einen Namen dafür.
Man kann einen Baum nicht nach der Güte seiner Blätter einschätzen, sondern nur nach der Güte seiner Früchte.
Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.
Fremdes Verdienst hochachten ist eine bessere Demut als sich selbst geringschätzen.
Der Geizhals bleibt im Tode karg: / Zween Blicke wirft er auf den Sarg / und tausend wirft er mit Entsetzen / nach den mit Angst verwahrten Schätzen.
Das einfach Schöne soll der Kenner schätzen. / Verziertes aber spricht der Menge zu.
Die Gegenwart weiß nichts von sich, / der Abschied fühlt sich mit Entsetzen, / entfernen zieht dich hinter dich, / Abwesenheit allein versteht zu schätzen.
Es gehört zu den traurigsten Bedingungen, unter denen wir leiden, uns nicht allein durch den Tod, sondern auch durch das Leben von denen getrennt zu sehen, die wir am meisten schätzen und lieben und deren Mitwirkung uns am besten fördern könnte.
Des Lebens Mühe / lehrt uns allein des Lebens Güter zu schätzen.
Wer früh erwirbt, lernt früh den hohen Wert / der holden Güter dieses Lebens schätzen; / wer früh genießt, entbehrt in seinem Leben / mit Willen nicht, was er einmal besaß.
In der Jugend, wo wir nichts besitzen oder doch den ruhigen Besitz nicht zu schätzen wissen, sind wir Demokraten. Sind wir aber in einem langen Leben zu Eigentum gekommen, so wünschen wir dieses nicht allein gesichert, sondern wir wünschen auch, daß unsere Kinder und Enkel das Erworbene ruhig genießen mögen. Daher sind wir im Alter immer Aristokraten.
Ein leichtsinniger Mensch darf andere zum besten haben, erniedrigen, wegwerfen, weil er sich selbst einmal preisgibt. Wer auf sich etwas hält, scheint dem Rechte entsagt zu haben, andere gering zu schätzen.
Es gibt, sagt man, für den Kammerdiener keine Helden. Das kommt aber bloß daher, weil der Held nur vom Helden anerkannt werden kann. Der Kammerdiener wird aber wahrscheinlich seinesgleichen zu schätzen wissen.
Gar viele Dinge sind in dieser Welt, / die man dem andern gönnt und gerne teilt; / jedoch es ist ein Schatz, den man allein / dem Hochverdienten gerne gönnen mag, / ein andrer, den man mit dem Höchstverdienten / mit gutem Willen niemals teilen wird. / Und fragst du mich nach diesen beiden Schätzen: / Der Lorbeer ist es und die Gunst der Frauen.
Von Verdiensten, die wir zu schätzen wissen, haben wir den Keim in uns.
Wir sind nur insofern zu achten, als wir zu schätzen wissen.
Wen ich einmal mir besitze, / dem ist alle Welt nichts nütze: / Ewiges Düstre steigt herunter, / Sonne geht nicht auf noch unter, / bei vollkommen äußern Sinnen / wohnen Finsternisse drinnen, / und er weiß von allen Schätzen / sich nicht in Besitz zu setzen.
Wie glücklich würde sich der Affe schätzen, / könnt er nur auch ins Lotto setzen!
Das Gleiche kann nur vom Gleichen erkannt werden, und nur ein Fürst, der selber große Fähigkeiten besitzt, wird wiederum große Fähigkeiten in seinen Untertanen und Dienern gehörig erkennen und schätzen.
Sie hatte in ihrem Leben genugsam einsehen gelernt, wie hoch jede wahre Neigung zu schätzen sei, in einer Welt, wo Gleichgültigkeit und Abneigung eigentlich recht zu Hause sind.
Denn aller Fleiß, der männlich schätzenswerteste, / ist morgendlich; nur er gewährt dem ganzen Tag / Nahrung, Behagen, müder Stunden Vollgenuß.
Er behauptete, nur ein seltsames Vergnügen könne bei den Menschen einen Wert haben; Kinder und Alte wüßten nicht zu schätzen, was ihnen Gutes täglich begegnete.
Wahrheitsliebe zeigt sich darin, daß man überall das Gute zu finden und zu schätzen weiß.
Das Erlebte weiß jeder zu schätzen, am meisten der Denkende und Nachsinnende im Alter; er fühlt mit Zuversicht und Behaglichkeit, dass ihm das niemand rauben kann.
Hoch ist der Doppelgewinn zu schätzen: Barmherzig sein und sich zugleich ergötzen.
Das laue Ja eines außerordentlichen Mannes ist höher zu schätzen als der ganze allgemeine Beifall. Denn aus den Weisen spricht Einsicht, und daher gibt ihr Lob eine unversiegbare Zufriedenheit.
Einige schätzen die Bücher nach ihrer Dicke; als ob sie geschrieben wären, die Arme, nicht die Köpfe daran zu üben.
Lieb ist, der nichts gleich zu schätzen. Wenn man alles Gold der Welt gleich wollt auf die Waage setzen, Lieb ist, die den Ausschlag hält.
"Vor seinem Tode", sagt Solon, "ist niemand glücklich zu schätzen." Wir dürfen auch sagen: Vor seinem Tode ist niemand als Charakter zu preisen.
Pünktlichkeit ist die Kunst abzuschätzen, um wie viel sich andere verspäten.
Ich liebe überall die Arbeitsamkeit, sie ist mir besonders an Frauen sehr schätzenswert.
Der Hochmut ist ein Ansinnen an andere, sich selbst im Vergleich mit uns gering zu schätzen.
Es ist schwer, die zu lieben, die wir nicht schätzen, aber nicht minder schwer, die zu lieben, die wir höher schätzen als uns.
Es können nur einigermaßen gleiche Naturen in ihrem ganzen Umfang einander erklären und abschätzen.
Der Reichtum besteht nicht im Besitz von Schätzen, sondern in der Anwendung, die man von ihnen zu machen versteht.
Jedermann trägt ein Bild des Weibes von der Mutter her in sich. Davon wird er bestimmt, die Weiber überhaupt zu verehren oder sie geringzuschätzen oder gegen sie im allgemeinen gleichgültig zu sein.
Außerordentliche Geister legen großen Wert auf Allgemeines und Alltägliches. Gewöhnliche Geister schätzen und suchen nur das Außerordentliche.
Außergewöhnliche Geister legen oft großen Wert auf Alltägliches und Vertrautes, durchschnittliche Geister schätzen und suchen nur das Außerordentliche.
Nicht darauf kommt es an, daß man ein argloses Menschenkind mit Schätzen überhäuft, als vielmehr einzig nur darauf, daß man seinen oft recht bescheidenen Wunsch erfüllt.
Jeden Morgen sich ins Sterben hineindenken, das lehrt uns den neuen Tag richtig schätzen - nicht zu gering, weil er ein köstliches Geschenk ist, nicht zu hoch, weil er heute noch vergeht.
Nimmer weiß das Licht zu schätzen, / Wer das Dunkel stets vermied.
Verständig werden ist der Mühe werth; / Durch dein gebildet Herz, durch Licht im Geiste / Erkaufst du dir die Welt mit ihren Schätzen!
Wer seinen Werth, sein Werk und seinen Fleiß / Erst nach dem Preise in der Welt, von Menschen / Geschätzt, belohnt soll sehn, und danach erst / Dann seinen Werth, sein Werk und seinen Fleiß, / Sein Leben selbst soll schätzen und die Welt, / Der ist ein Unglückseliger!
Und drinnen waltet / Die züchtige Hausfrau, / Die Mutter der Kinder, / Und herrschet weise / Im häuslichen Kreise, / Und lehret die Mädchen / Und wehret den Knaben, / Und reget ohn’ Ende / Die fleißigen Hände, / Und mehrt den Gewinn / Mit ordnendem Sinn, / Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden, / Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden, / Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein / Die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein, / Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer, / Und ruhet nimmer.
Wenn man den Zustand eines Menschen, seiner Glücklichkeit nach, abschätzen will, soll man nicht fragen nach dem, was ihn vergnügt, sondern nach dem, was ihn betrübt; denn je geringfügiger dieses, an sich selbst genommen ist, desto glücklicher ist der Mensch; weil der Zustand des Wohlbefindens dazu gehört, um gegen Kleinigkeiten empfindlich zu sein: Im Unglück spüren wir sie gar nicht.
Nur dem nützt das Lob, der den Tadel zu schätzen versteht.
Wenn wir bauen wollen, / beschaun wir erst den Platz, ziehn einen Riß: / Und sehn wir die Gestalt des Hauses nun, / dann müssen wird Baues Aufwand schätzen. / Ergibt sich's, daß er über unsre Kräfte, / was tun wir, als den Riß von neuem ziehn / mit wenigen Gemächern oder ganz / abstehn vom Bau?
So geschieht's, / daß, was wir haben, wir nach Wert nicht achten, / solange wir's genießen. Ist's verloren, / dann überschätzen wir den Preis.
Was hat wohl andern Wert, als wir es schätzen?