Zitate mit "feuer"

174 Fundstellen

Eine jede will jung sein. Wann sie schon Haar auf dem Kopf hat wie unseres Nachbauren Schimmel, sie will gleichwohl jung sein. Wann sie schon eine Stirn wie Schweizerhosen, sie will gleichwohl jung sein. Wann sie schon ein Paar Wangen wie ein zerlechzter Feuerkübel, sie will gleichwohl jung sein. Wann sie schon ein Maul wie eine ausgebrannte Zündpfanne, sie will gleichwohl jung sein. Wann sie schon Zähn wie ein gestumpfter Rechen, sie will gleichwohl jung sein. Wann sie schon eine Nasse wie ein alter Brunneneimer, der immerzu im Wasser stehet, sie will gleichwohl jung und schön sein, eine schöne Höllena sein. Dessenthalben andere Haar auf dem Kopf, dessentwegen eine Schnur Perl um den Kopf, dessentwegen auf die Wangen ein neues Poliment, dessentwegen ein Maul falscher Zähn, dessentwegen auf die Lefzen ein rotes Gemäl, dessentwegen im ganzen Gesicht ein angestrichenes Fell. O du nobilitierter Madensack!

Das Leben ist ein Krankenhaus, in dem jeder Patient den Wunsch hat, sein Bett zu wechseln. Der eine möchte lieber vor dem Kaminfeuer leiden, der andere ist überzeugt, daß er nahe dem Fenster gesund werden würde.

Die Musik soll keine Tränen hervorlocken, sie soll dem Manne Feuer aus dem Geist schlagen.

Heute beim Aufstehen kam mir der Gedanke, wie es doch recht merkwürdig ist, daß gerade die Völker, denen die Sonne besonders heiß auf den Schädel brennt, sie als Gott verehren. Alle Sonnen- und Feueranbeter wohnten im heißen Süden, wie die Assyrer, Phönizier, Perser. Den Völkern des Nordens ist dieser Kult nicht in den Sinn gekommen, und doch hat man in unserem Klima gewiß mehr Grund zu Dankbarkeit und Freude, wenn die seltene Sonne am Himmel sich zeigt, als da, wo sie sengende Glut und oft Gefahr und Verderben bringt. Aber die alten Germanen verehrten nicht die Sonne, sondern den Blitz und den Donner. Auch hierin zeigt sich die Hundenatur der Menschen. Sie lieben und verehren den, vor dem sie sich fürchten.

Sich über das gelinde Feuer der ehelichen Liebe lustig zu machen, um zum Preise der leidenschaftlichen Flammen Kantaten zu singen, ist ein beliebtes Thema lyrischer Jugendlichkeit, die weder die Flamme noch das Feuer kennt.

Popularität ist wie die Flamme einer Illumination oder auch einer Feuersbrunst, die um einen Mann herum entzündet wird. Sie zeigt, was an ihm ist, vermehrt seine Eigenschaften aber nicht im mindesten. Oft sogar entfremdet sie ihm vieles und verzehrt den armen Mann selbst zu Asche.

Das Feuer macht das Wasser kochen. Aber das Wasser löscht das Feuer: Erwärme keinen Undankbaren, er wird dich auslöschen.

Der Ehrgeiz befällt kleine Seelen leichter als große, wie Strohhütten leichter Feuer fangen als Paläste.

Der Philosoph, der seine Leidenschaften abtöten möchte, gleicht einem Chemiker, der sein Feuer auslöschen will.

Die Drohung mit dem vernachlässigten Schnupfen ist für die Ärzte, was das Fegefeuer für die Priester ist: eine Goldquelle.

Blase jeder, was er kann, / Lichter aus und Feuer an! / Lobt die Jesuiten!

Ein Mann mit weißen Haaren ist wie ein Haus, auf dessen Dach Schnee liegt. Das beweist aber noch lange nicht, daß im Herd kein Feuer brennt.

Besser als streiten, wie ein Feuer entstand, ist, es zu löschen.

Die Menschen waren ins Paradies gesetzt, doch sie verlangten nach Freiheit und stahlen das Feuer vom Himmel, obwohl sie wußten, daß sie unglücklich würden.

Feuer läutert, verdeckte Glut frißt an.

Während ein Feuerwerk abgebrannt wird, sieht niemand nach dem gestirnten Himmel.

Gebrannte Kinder fürchten das Feuer oder vernarren sich darein.

Bewahr' uns, lieber Herre Gott, / vor Pestilenz und Kriegesnot, / vor Mißwachs, Hagel, Feuersbrunst / und vor der offiziellen Kunst.

Des Schülers Kraft entzündet sich am Meister; / doch schürt sein jugendlicher Hauch / zum Dank des Meisters Feuer auch.

Als Gott der Herr - ich weiß auch wohl warum - / uns aus der Luft in tiefste Tiefen bannte, / da, wo zentralisch glühend um und um / ein ewig Feuer flammend sich durchbrannte, / wir fanden uns bei allzu großer Hellung / in sehr gedrängter, unbequemer Stellung. / Die Teufel fingen sämtlich an zu husten, / von oben und von unten auszupusten; / die Hölle schwoll von Schwefelstank und -säure: / Das Gab ein Gas! Das ging ins Ungeheure, / So daß gar bald der Länder flache Kruste, / so dick sie war, zerkrachend bersten mußte. / Nun haben wir's an einem andern Zipfel: / Was ehmals Grund war, ist nun Gipfel.

Der wahre Liberale sucht mit den Mitteln, die ihm zu Gebote stehen, soviel Gutes zu bewirken, als er nur immer kann; aber er hütet sich, die oft unvermeidlichen Mängel sogleich mit Feuer und Schwert vertilgen zu wollen. Er ist bemüht, durch ein kluges Vorschreiten die öffentlichen Gebrechen nach und nach zu verdrängen, ohne durch gewaltsame Maßregeln zugleich oft ebensoviel Gutes mit zu verderben. Er begnügt sich in dieser stets unvollkommenen Welt so lange mit dem Guten, bis ihn, das Bessere zu erreichen, Zeit und Umstände begünstigen.

Also schritt sie hinauf, sich schon des Herbstes erfreuend und des festlichen Tags, an dem die Gegend im Jubel Trauben lieset und tritt und den Most in die Fässer versammelt, Feuerwerke des Abends von allen Orten und Enden leuchten und knallen, und so der Ernte schönste geehrt wird.

Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, daß das Wasser brennt und das Feuer löscht, daß ein Weib ohne Mann gebiert und daß ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur.

Außerordentliche Menschen, wie Napoleon, treten aus der Moralität heraus. Sie wirken zuletzt wie physische Ursachen, wie Feuer und Wasser.

Dieser Teekessel diente schon meinen Eltern und war ein Zeuge unserer abendlichen Familienversammlungen; dieser kupferne Kaminschirm schützt mich noch immer vor dem Feuer, das diese alte mächtige Zange anschürt; und so geht es durch alles durch. Anteil und Tätigkeit konnt' ich daher auf gar viel andere Gegenstände wenden, weil ich mich mit der Veränderung dieser äußeren Bedürfnisse, die so vieler Menschen Zeit und Kräfte wegnimmt, nicht weiter beschäftigte.

In der Schmiede erweicht man das Eisen, indem man das Feuer anbläst und dem Stabe seine überflüssige Nahrung nimmt; ist er aber rein geworden, dann schlägt man ihn und zwingt ihn, und durch die Nahrung eines fremden Wassers wird er wieder stark. Das widerfährt auch dem Menschen von seinem Lehrer.

Ich kann leiden, wenn meine Freunde eine Arbeit von mir zu Feuer verdammen, umgegossen oder verbrannt zu werden; aber sie sollen mir keine Worte rücken, keine Buchstaben ersetzen.

So wahr und gut es wäre, den Kindern frühzeitig Geographie zu lehren, so bin ich doch der Meinung, daß man mit den nächsten Umgebungen der bildenden Natur anfangen müsse. Alles, was auf ihre Augen und Ohren Eindruck macht, erregt Aufmerksamkeit: Sonne, Mond und Sterne, Feuer, Wasser, Schnee, Eis, Wolken, Gewitter, Tiere, Pflanzen und Steine.

Wenn Du eine glühende Masse Eisen auf dem Herde siehst, so denkst Du nicht, daß soviel Schlacken drin stekken, als sich erst offenbaren, wenn es unter den großen Hammer kommt. Dann scheidet sich der Unrat, den das Feuer selbst nicht absonderte, und fließt und stiebt in glühenden Tropfen und Funken davon, und das gediegene Erz bleibt dem Arbeiter in der Zange. Es scheint, als wenn es eines so gewaltigen Hammers bedurft habe, um meine Natur von den vielen Schlacken zu befreien und mein Herz gediegen zu machen.

Der Jugend Nachtgefährt ist Leidenschaft; / ein wildes Feuer leuchtet ihrem Pfad. / Der Greis hingegen wacht mit hellem Sinn, / und sein Gemüt verschließt das Ewige.

Sieh, die Sonne sinkt! / Eh sie sinkt, eh mich Greisen / ergreift im Moore Nebelduft, / entzahnte Kiefer schnattern / und das schlotternde Gebein, / Trunken vom letzten Strahl / reiß mich, ein Feuermeer / mir im schäumenden Aug, / mich geblendeten Taumelnden / in der Hölle nächtliches Tor.

Fürchtet einer das Feuer, so riecht er allenthalben Rauch.

Das Publikum beklatscht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnenaufgang.

Das Leben ist ein beschneites Feuerwerk.

Das Publicum beklatscht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnen-Aufgang.

Die Frauen sind wie die Öfen. Die deutschen Öfen wärmen besser als die französischen Kamine. Aber daß man hier das Feuer lodern sieht, ist angenehmer.

Vergangnes Jahr in Liebesweh, / in neuen Flammen heuer? / Das Sprichwort lügt, so viel ich seh: / Gebrannte Kinder lockt das Feuer.

Niemand weiß, wie schwer mir's fällt, / Flammen in der Brust zu hegen / und sie dennoch vor der Welt, / nicht ans freie Licht zu legen. / Feuer läßt sich nicht verhehlen, / denn sein Glanz ist allzu klar, / und die Glut verliebter Seelen / macht sich selber offenbar.

Der Geist ist ein Feuer, dessen Flamme der Gedanke ist.

In einem Theater brach hinter den Kulissen Feuer aus. Der Pierrot trat an die Rampe, um das Publikum davon zu unterrichten. Man glaubte, es sei ein Witz und applaudierte. Er wiederholte seine Mitteilung; man jubelte noch mehr. So, denke ich mir, wird die Welt eines Tages untergehen.

Die Liebe kann wie das Feuer nicht ohne beständiges Anfachen bestehen, und sie stirbt, sobald sie zu hoffen oder fürchten aufhört.

Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen, wie der Wind die Kerze verlöscht und das Feuer entzündet.

Begeisterung ist ein Feuer, das die Innenwelt in Fluß erhält. Aber Vernunft muß ihr die Gußform richten, in die sich das geschmolzene Metall ergießt.

Was in den neueren Versuchen Erträgliches ist, davon bin ich mir selbst bewußt, daß ich es einzig und allein der Kritik zu verdanken habe. Ich fühle die lebendige Quelle nicht in mir, die durch eigene Kraft sich emporarbeitet, durch eigene Kraft in so reichen, so frischen, so reinen Strahlen aufschießt; ich muß alles durch Druckwerk und Röhren aus mir heraufpressen. Ich würde so arm, so kalt, so kurzsichtig sein, wenn ich nicht einigermaßen gelernt hätte, fremde Schätze bescheiden zu borgen, an fremdem Feuer mich zu wärmen und durch die Gläser der Kunst mein Auge zu stärken. Ich bin daher immer beschämt oder verdrießlich gewoirden, wenn ich zum Nachteil der Kritik etwas las oder hörte.

Anmut ist am Menschen wie das Brennen beim Feuer, das Leuchten bei der Kerze, das Funklen bei kostbaren Steinen, Gold und Silber.

Wahlen sind Sache des Volkes. Die Entscheidung liegt in seiner Hand. Wenn sie dem Feuer den Rücken kehren und sich den Hintern verbrennen, werden sie eben auf den Blasen sitzen müssen.

Weiland war die Lieb ein Feuer, / wärmen war ihr nützer Brauch; / nun sie aber ist erloschen, / beißt sie nur als wie der Rauch.

Weiber sind zum Zürnen hurtig, und ihr Zorn ist nicht zu sagen, / wenn der Mann aus ihrer Küche Feuer will in fremde tragen.

Man predigt Menschenlehre, wenn man sagt: Sobald das Geld im Kasten klingt, entflieht die Seele (dem Fegefeuer).

Diplomatie und Öffentlichkeit gehen eine Verbindung ein wie Feuer und Wasser: Die Diplomatie zischt und wird zu Wasser.

 Top