Zitate mit "schuldige"
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Hat dein Freund an sich, das nicht taugt, so mußt du ihm das nicht verhalten und es nicht entschuldigen gegen ihn. Aber gegen den dritten Mann mußt du es verhalten und entschuldigen.
Viele fordern laut, die Schuldigen zu bestrafen, aber wenige bemühen sich, die Unschuldigen zu rehabilitieren.
Wir werden ihnen beweisen, daß sie schwach sind, daß sie nur jämmerliche Kinder sind, daß jedoch das Glück des Kindes das süßeste ist. Sie werden schüchtern zu uns emporschauen und sich ängstlich an uns schmiegen wie Küken an die Henne. Sie werden uns anstaunen und stolz sein, daß wir so mächtig und so weise sind, daß wir eine so wilde tausendmillionenköpfige Herde bändigen konnten. Sie werden vor unserem Zorne zittern; ihr Geist wird verzagen, ihre Augen werden tränen, wie bei Kindern und Weibern; doch ebenso leicht werden sie auf ein Zeichen von uns sich dem Vergnügen und dem Lachen, lichter Freude und seligen Kinderliedern zuwenden. Ja, wir werden sie arbeiten lassen, doch in den arbeitsfreien Stunden werden wir ihr Leben gestalten wie ein Kinderspiel, mit Kinderliedern, Chorgesängen, unschuldigen Tänzen.
Zuerst muss man selbst leben lernen, und dann erst kann man andere beschuldigen.
Das Gefühl schuldiger Dankbarkeit ist eine Last, die nur starke Seelen zu ertragen vermögen.
Das Gefühl schuldiger Dankbarkeit ist eine Last, die nur starke Seelen zu ertragen vermögen.
Das ist die Eigenschaft der Greueltat, daß sie auch Böses über den Unschuldigen, wie der guten Handlung, daß sie viele Vorteile auch über den Unverdienten ausbreitet.
Welchen Weg mußte nicht die Menschheit machen, bis sie dahin gelangte, auch gegen Schuldige gelind, gegen Verbrecher schonend, gegen Unmenschliche menschlich zu sein! Gewiß waren es Männer göttlicher Natur, die dies zuerst lehrten.
Eugenie: Bist du in deinem Hause Fürst? / Gerichtsrat: Ich bin's / und jeder ist's, der Gute wie der Böse. / Reicht eine Macht denn wohl in jenes Haus, / wo der Tyrann die holde Gattin kränkt, / wenn er nach eignem Sinn verworren handelt, / durch Launen, Worte, Taten jede Lust / mit Schadenfreude sinnreich untergräbt? / Wer trocknet ihre Tränen? Welch Gesetz, / welch Tribunal erreicht den Schuldigen? / Er triumphiert, und schweigende Geduld / senkt nach und nach verzweifelnd sie ins Grab. / Notwendigkeit, Gesetz, Gewohnheit gaben / dem Mann so große Rechte; sie vertrauten / auf seine Kraft, auf seinen Biedersinn.
Das Glück / tappt unter die Menge, / faßt bald des Knaben / lockige Unschuld, / bald auch den kahlen / schuldigen Scheitel.
Historisch betrachtet, erscheint unser Gutes in mäßigem Lichte und unsere Mängel entschuldigen sich.
Wenn Männer sich entzweien, hält man billig / den Klügsten für den Schuldigen.
Ich finde, Gott sei Dank! kein deutsches Wort, um "perfid" in seinem ganzen Umfange auszudrücken. Unser armseliges "treulos" ist ein unschuldiges Kind dagegen. Perfid ist treulos mit Genuß, mit Übermut und Schadenfreude.
Unschuldige Liebe erfreut die Gottheit, statt sie zu beleidigen.
Mir kommt kein Besitz ganz rechtmäßig, ganz rein vor, als der dem Staate seinen schuldigen Teil abträgt.
Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.
Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.
Ein bestrafter Schuldiger ist ein Exempel für den Pöbel. Ein unschuldig Verurteilter geht alle ehrbaren Leute an.
Wenn das Gesetz einen Menschen tötet, der sein Verbrechen bereut, tötet es einen Unschuldigen.
Ehe man tadelt, sollte man immer erst versuchen, ob man nicht entschuldigen kann.
Den Schuldigen zu schonen, ist Grausamkeit gegen den Unschuldigen.
Wenn wir aber einzig, was in unserer Gewalt steht, als gut oder schlecht beurteilen, bleibt kein Grund, Gott zu beschuldigen oder eine feindliche Stellung gegenüber den Menschen einzunehmen.
Der Quell echter Reue sprudelt in heiligen Tiefen, und nur in der einsamen Stille eines göttlichen Ursprungs waschen sich schuldige Hände und Seelen rein.
In der Regel ahnden sie selbst die schwersten Vergehen nur mit Versklavung; denn sie ist nach ihrer Meinung für die Verbrecher nicht weniger hart und doch für das Gemeinwesen ersprießlicher, als wenn man die Schuldigen hinrichten und augenblicklich beseitigen wollte. Ihre Arbeit ist nützlicher als der Tod, und als lebendes Beispiel schrecken sie andere länger von einer ähnlichen Missetat ab.
Kindergebete sind leer und kalt und eigentlich nur Überreste des jüdischchristlichen Opferglaubens, der durch Unschuldige statt durch Unschuld versöhnen und gewinnen will.
Der größte Fortschritt der Zeit liegt darin, daß jeder anständige Mensch, der jetzt viel Geld erworben oder überkommen hat, das Gefühl in sich trägt, als ob er sich auf irgendeine Weise deswegen entschuldigen müsse.
Man ist niemals zu entschuldigen, wenn man eine Arbeit schlecht verrichtet, der man sich freiwillig unterzieht.
Wie die Tugend hat das Laster seine Grade: / Nie sah man noch unschuldige Schüchternheit / zu wilder Frechheit plötzlich übergehn. / Ein Tag macht keinen Mörder.
Nicht seien die Ohren Beschuldigenden willfährig; dieser Fehler der menschlichen Natur sei uns verdächtig und bekannt: Was wir ungern hören, glauben wir gern, und bevor wir zu einem Urteil kommen, zürnen wir.
Verdacht wohnt stets im schuldigen Gemüt. / Der Dieb scheut jeden Busch als einen Häscher.
Leugnen will ich nicht, / in dem Gerichte, das auf Tod erkennt, / sei unter zwölf Geschwornen oft ein Dieb, / wohl zwei, noch schuldiger als der Angeklagte. / Wer offenbar dem Rechte ward, / den straft das Recht. Was kümmert's das Gesetz, / ob Dieb den Dieb verurteilt?
O Liebe, süß verführend! Wenn du sündigest, / so lehr auch den Verführten sich entschuldigen!
Wenn hinterm Erdball sich das späh'nde Auge / des Himmels birgt, der untern Welt zu leuchten, / dann schweifen die Dieb' und Räuber, ungesehn, / in Mord und Freveln blutig hier umher. / Doch wenn es, um den ird'schen Ball hervor, / im Ost der Fichten stolze Wipfel glüht / und schießt sein Licht durch jeden schuldigen Winkel: / Dann stehn Verrat, Mord, Greuel, weil der Mantel / der Nacht gerissen ist von ihren Schultern, / bloß da und nackt und zittern vor sich selbst.
Er ist beliebt bei der verworrenen Menge, / die mit dem Auge, nicht dem Urteil wählt, / und wo das ist, wägt man des Schuldigen Plage, / doch nie die Schuld.
Ich hab' gehört, daß schuldige Geschöpfe, / bei einem Schauspiel sitzend, durch die Kunst / der Bühne so getroffen worden sind / im innersten Gemüt, daß sie sogleich / zu ihren Missetaten sich bekannt.
Die Tränen der Gekränkten fallen nicht daneben. Sie fallen immer auf das Haupt des Schuldigen.
Wir haben nur die Wahl, im nächsten Krieg als Mitschuldige oder als Unschuldige umzukommen. Wem da die Wahl schwerfällt, der mag seine dumme Hoffnung auf Atomwaffen bauen.
Das strengste Gericht ist das eigene Gewissen. Hier wird kein Schuldiger freigesprochen.
Die Geschichte ist nur ein Gemälde von Verbrechern und Drangsalen. Die Menge unschuldiger und friedlicher Menschen tritt auf diesem ungeheuren Schauplatz fast immer in den Hintergrund. Die Hauptpersonen sind nur ehrgeizige Schurken.
Besser man riskiert, einen Schuldigen zu retten, als einen Unschuldigen zu verurteilen.
Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.
Ich halte es für sehr wichtig, sich klarzumachen, wie und in welcher Form Frauen auch Täter sind und nicht immer die ewig Unschuldigen.
So gern die Deutschen sich mit ihrer politischen Vergangenheit für gegenwärtige Krisenabstinenz entschuldigen: Es wächst das multinationale Unbehagen, daß der Zusammenhang von ausgeübter Verantwortung und legitimierter Macht in vielen deutschen Köpfen immer noch gestört ist.
Wer ist ein unschuldiger Mensch? Der, welcher annimmt, daß man nichts Schlimmes über ihn weiß.
Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen; aber die Gottlosigkeit bringt den Sünder zu Fall.
Undank schadet auch dem Unschuldigen.
Sich entschuldigen ist schlimmer als sich vergehen.
Tadle an dir, was du an andern tadelst, und entschuldige an andern, was du an dir entschuldigst.
Gott findet den Schuldigen.
Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Diese Bitte ist's, die alle anderen Bitten des Vaterunsers erst ermöglicht.