Zitate mit "farbe"
63 Fundstellen
Farben, Töne und Gedanken sind doch im Grunde die Dreieinigkeit des Universums.
Die letzten anderthalb Jahrhunderte deutscher Geschichte lassen sich auf die Formel bringen: Von I.G. Cotta zu I.G. Farben.
Wenn das Abendrot niedergesunken, / keine freudige Farbe mehr spricht, / und die Kränze still leuchtender Funken / die Nacht um die schattichte Stirne flicht: / Wehet der Sterne / heiliger Sinn / leis durch die Ferne / bis zu mir hin.
Farbe nur sei die Freude, der Ernst sei die Zeichnung des Lebens.
Es ist sehr gut, dass es Franzosen mit gelber, schwarzer, brauner Hautfarbe gibt.Sie zeigen, dass Frankreich für alle Rassen offen ist und eine universale Berufung hat. Aber unter der Vorraussetzung, dass sie eine kleine Minderheit bleiben.Denn sonst ist Frankreich nicht Frankreich. Wir sind - trotz allem - zuallererst immer noch ein europäisches Volk mit weißer Hautfarbe, mit einer Kultur griechischer und lateinischer Wurzeln und mit christlicher Religion. Ich rede hier nicht von der Vergangenheit! Die Araber sind Araber, die Franzosen Franzosen. Glauben Sie, dass das französische Volk zehn Millionen Muslime aufnehmen kann,die morgen zwanzig Millionen sein werden und übermorgen vierzig Millionen? Denn wir sind vor allem ein europäisches Volk, das zur weissen Rasse, zur griechischen und lateinischen Kultur und zum christlichen Glauben gehört. Würden alle (algerischen) Araber als Franzosen betrachtet, wie könnte man sie daran hindern, sich in Frankreich niederzulassen, wo das Lebensniveau viel höher ist? Mein Dorf wäre nicht mehr Collombey-les-Deux-Eglises (Collombey mit den zwei Kirchen), sondern Collombey-les-Deux-Mosquées (mit den zwei Moscheen).
Frauen sind die Chamäleons der Liebe. Wir Männer sind für sie nur die Farbe, der sie sich jeweils anpassen.
Die Seele ist ein und dasselbe Wasser, das in uns allen enthalten ist; sie wechselt Form und Farbe, je nach der Form und Farbe der Flaschen.
Wozu, in Teufels Namen, soll man denn sein Geld verwenden, als auf einen guten Tisch, gute Gesellschaft, gute Weine, schöne Weiber, Vergnügen von allen Farben, Unterhaltungen aller Art? Ebenso gerne möchte ich ein Bettler sein, als ein großes Vermögen ohne diese Genüsse zu besitzen.
Irrtum ist Farbe, Wahrheit Licht.
Wenn heutzutage die Männer ernster sind als die Frauen, so deshalb, weil ihre Kleidung nicht mehr so farbenprächtig ist wie in vergangen Zeiten.
Wenn sich aber das Schicksal seit Jahren zwei Völker ausersah, wenn es beiden dieselbe Anwartschaft auf erfinderischen Geist und auf Vorherrschaft eröffnete, wenn es, wie vorhin, uns beiden auf der Waagschale kostbare Gewichte, die aber völlig verschieden wiegen, zuerteilte, um die Freude, das Gewissen und die Natur selbst zu werten, wenn es dem einen wie dem anderen durch seine Architekten, Dichter, Maler ein Königreich von Inhalten, Tönen und Nuancen geschenkt hat, das dem anderen völlig entgegengesetzt ist, wenn es sie das trojanische Balkendach und das thebanische Gewölbe, das phrygische Recht, das griechische Indigo erfinden ließ, so weiß das Weltall wohl, daß es hiermit den Menschen nicht zweierlei Farben und Entwicklungsarten zudachte, sondern sich ein Festspiel vorenthielt: Das der Entfesselung jener Hoheit, jenes menschlichen Irrsinns, aus der allein die Götter Zuversicht schöpfen.
Ich glaube, die Musik müsse für die Poesie dasjenige sein, was die Lebhaftigkeit der Farben und eine glückliche Mischung von Schatten und Licht für eine fehlerfreie und wohlgeordnete Zeichnung sind, indem sie nur dazu dienen, die Figuren zu beleben, ohne die Umrisse zu zerstören.
Die Erfahrung lehrt uns, daß die einzelnen Farben besondere Gemütsstimmungen geben.
Wenn der Smaragd durch seine herrliche Farbe dem Gesicht wohltut, ja sogar einige Heilkraft an diesem edlen Sinn ausübt, so wirkt die menschliche Schönheit noch mit weit größerer Gewalt auf den äußern und innern Sinn. Wer sie erblickt, den kann nichts Übles anwehen; er fühlt sich mit sich selbst und mit der Welt in Übereinstimmung.
An der Farbe läßt sich die Sinnesweise, an dem Schnitt die Lebensweise des Menschen erkennen.
In der wahren Kunst gibt es keine Vorschule, wohl aber Vorbereitungen; die beste jedoch ist die Teilnahme des geringsten Schülers am Geschäft des Meisters. Aus Farbenreibern sind treffliche Maler hervorgegangen.
Licht, wie es mit der Finsternis die Farbe wirkt, ist ein schönes Symbol der Seele, welche mit der Materie den Körper bildend belebt. So wie der Purpurglanz der Abendwolke schwindet und das Grau des Stoffes zurückbleibt, so ist das Sterben des Menschen. Es ist ein Entweichen, ein Erblassen des Seelenlichts, das aus dem Stoffe weicht.
Aber die Sonne duldet kein Weißes, / Überall regt sich Bildung und Streben, / Alles will sie mit Farben beleben; / Doch an Blumen fehlts im Revier, / Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden.
Die Kunst ist ein Gefühl, das ein Mensch durchlebt hat und das er durch ein Mittel - Stein, Bronze, Farbe, Worte oder Musik - so auszudrücken vermag, daß es auf andere Menschen übertragen wird.
Der Arme, der sich ganz von unten heraufarbeiten muß, wird, wenn wirklich etwas Bedeutendes in ihm liegt, wohl immer undankbar gescholten werden. Denn er hat eine Legion von Wohltätern und begegnet bei jedem Schritt einem, der von ihm verlangt, daß er sich bücken soll.
Das Schöne ist das Scheinen der Idee durch ein sinnliches Medium (Stein, Farbe, Ton, gebundene Rede), die Wirklichkeit der Idee in der Form begrenzter Erscheinung.
Der Mensch gaffet so lange Bilder und Farben, bis er spricht, bis er, inwendig in seiner Seele, brennet.
Das ist ja die Poesie: was darein gelegt wird. Für den Montblanc genügt ein Farbendruck, und seit gar bunt photographiert wird, hat das eigene Auge nichts mehr zu suchen beim Allzugroßen. Aber Corot malt zwischen zwei Bäumen am Weiher die ganze Welt.
Wenn der Baum zu welken anfängt, / tragen nicht alle seine Blätter / die Farbe des Morgenrots?
Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein! / Du strahlst mir durch die Binde meiner Augen / mit Glanz der tausendfachen Sonne zu! / Es wachsen Flügel mir an beiden Schultern, / durch stille Aetherräume schwingt mein Geist; / und wie ein Schiff, vom Hauch des Winds entführt, / die muntre Hafenstadt versinken sieht, / so geht mir dämmernd alles Leben unter: / Jetzt unterscheid' ich Farben noch und Formen, / und jetzt liegt Nebel alles unter mir. / Ach, wie die Nachtviole lieblich duftet!
Licht ist mehr als Farbe.
Trotz unserer reinen Sprache, trotz unserer großen Gesuchtheit in der Kleidung, trotz gepflegter Sitten, trefflicher Gesetze und weißer Hautfarbe sind wir in den Augen mancher Völker Barbaren.
Wenn Politiker anfangen, die Farbe des Windes zu beschreiben, stehen bald Wahlen ins Haus.
Nicht jeder, der den Pinsel in die Hand nimmt und Farben verquistet, ist ein Maler.
Das größte Genie ist zugleich Philosoph und Dichter, und dem Demant gleich, der die durchsichtigste Klarheit und dabei alle Farben des Regenbogens zeigt.
Es ist das Unglück, daß Würde und Feinheit von Gedanken oft von den Raumverhältnissen eines Zimmers, einer beglückenden Fensteraussicht, einem gewissen Maß von Licht und Farbe abhängig sind, so daß einer, der sein Leben lang in einer Art von länglichen Schachteln gehaust hat und eines Tages ein edel proportioniertes Gemach betritt, sich zu glauben geneigt findet, wieviel er vielleicht allein durch den Charakter seiner Wohnräume geistig verloren haben könnte.
Liebe ist etwas Ernsteres und Bedeutungsvolleres als das Entzücken über die Linien eines Gesichtes und die Farbe einer Wange. Sie ist die Entscheidung für eine gewisse Ausprägung des Menschlichen, die sich symbolisch in den Einzelheiten des Gesichtes, der Stimme, der Gebärde ankündigt.
Unsittliche Frechheit könnte man mit Arseniksublimat vergleichen, das die Farbenstoffe glänzender macht, am Ende aber den Zeug zerfrißt und dessen Träger vergiftet.
Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht und hört und weiß, die Farbe.
Der Seelen / entzückender Zusammenklang - ein Kuß -, / der Schäferstunde schwelgerische Freuden, / der Schönheit hohe, himmlische Magie / sind eines Strahles schwesterliche Farben, / sind einer Blume Blätter nur. Ich sollte, / ich Rasende! ein abgerißnes Blatt / aus dieser Blume schönem Kelch verschenken? / Ich selbst des Weibes hohe Majestät, / der Gottheit großes Meisterstück, verstümmeln, / den Abend eines Prassers zu versüßen?
Wohne, du ewiglich eines, dort bei dem ewiglich Einen! / Farbe, du wechselnde, komm freundlich zum Menschen herab!
Es gibt auch seelisch Farbenblinde, denen just für Hoffnungsgrün und Freudenrot das Auge fehlt.
So macht Bewußtsein Feige aus uns allen. / Der angebornen Farbe der Entschließung / wird des Gedankens Blässe angekränkelt, / und Wagestücke hohen Flugs und Werts, / durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt, / verlieren so der Handlung Namen.
Traut seinen Schwüren nicht: Denn sie sind Kuppler, / nicht von der Farbe ihrer äußern Tracht, / Fürsprecher sündlicher Gesuche bloß, / gleich frommen, heiligen Gelübden atmend, / um besser zu berücken.
Reich muß sie sein, das ist ausgemacht; verständig, oder ich mag sie nicht; tugendhaft, oder ich biete gar nicht auf sie; schön, oder ich sehe sie nicht an, sanft, oder sie soll mir nicht nahekommen; edel, oder ich nehme sie nicht und gebe man mir noch einen Engel zu; angenehm in ihrer Unterhaltung, vollkommen in der Musik: Und wenn sie das alles ist, so mag ihr Haar eine Farbe haben, wie es Gott gefällt.
Ich kann nichts dafür, dass meine Bilder sich nicht verkaufen. Doch die Zeit wird kommen, wo man sehen wird, dass sie mehr wert sind als die Kosten für die Farben und für mein immerhin recht kümmerliches Leben, die dafür aufgebracht werden.
Religion ist ein Prisma, von dessen sieben Farben sich jeder seine Lieblingsfarbe wählen mag. Alle aber rühren nur von einem Sonnenstrahl.
Mrs. Ashley - als Germanin das Kind von Ohrenmenschen - hatte keine Begabung dafür, sich zu kleiden, aber eine bezaubernde Sprechstimme, und sie bewegte sich wie eine Königin. Mrs. Lansing - als Romanin das Kind von Augenmenschen - besaß Feingefühl für Farben und Linien, doch ihre Stimme hatte etwas Schneidendes und ihr Gang wenig Anmut.
In manchen Farben schillert Menschenleid, / die Sorgen tragen gleich Gefieder nimmermehr.
Wieso soll eigentlich die "Kopfarbeit" wertvoller sein als die "Handarbeit"? Viele begreifen die Welt mit der Hand besser als durch abstraktes Denken.
Die Lippe ist der Wetzstein des Geistes; über die Lippe muß der Gedanke oft hin und her laufen, damit er Glanz, Farbe und Gestalt gewinne.
Die Umkehr des Motivs gab mir die Freiheit, mich ganz und gar auf Farbe und Komposition zu konzentrieren.
Schwarz-Rot-Gold muß man nicht unbedingt politisch interpretieren. Das sind toughe Farben, die auch für etwas Positives stehen können. Wie zum Beispiel goldene Blitze, Black Power, Black Music, Stadtindianer.
Ein Bild ist - bevor es ein Schlachtpferd, eine nackte Frau oder irgendeine Anekdote darstellt - vor allen Dingen eine plane Fläche, die in einer bestimmten Ordnung mit Farben bedeckt ist.