Zitate mit "früchte"
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Legt man eine Zitrone neben eine Orange, so hören sie auf, Zitrone und Orange zu sein. Sie werden Früchte.
An ihren verbotenen Früchten werdet ihr sie erkennen.
Man kann einen Baum nicht nach der Güte seiner Blätter einschätzen, sondern nur nach der Güte seiner Früchte.
Wenn dich die Lästerzunge sticht, / so laß dir dies zum Troste sagen: / Die schlechtesten Früchte sind es nicht, / woran die Wespen nagen.
Ein Bücherschatz ist wie ein geistiger Baum, der Bestand hat und seine köstlichen Früchte spendet von Jahr zu Jahr, von Geschlecht zu Geschlecht.
Er begriff, daß ein junges Weib nicht wie Juwelen und Perlen verwahrt werden könne; er wußte, daß sie vielmehr einem Garten voll schöner Früchte gleicht, die für jedermann so wie für den Herrn verloren wären, wenn er eigensinnig die Türe auf einige Jahre verschließen wollte.
Eine Schwester besorget den Garten, der schwerlich zur Wildnis, / deine Wohnung romantisch und feucht zu umgeben verdammt ist, / sondern in zierliche Beete geteilt, als Vorhof der Küche, / nützliche Kräuter ernährt und jugendbeglückende Früchte.
Jede Produktivität höchster Art, jedes bedeutende Aperçu, jede Erfindung, jeder große Gedanke, der Früchte bringt und Folge hat, steht in niemandes Gewalt und ist über aller irdischen Macht erhaben. Dergleichen hat der Mensch als unverhoffte Geschenke von oben, als reine Kinder Gottes zu betrachten.
Kommt, von allerreifsten Früchten / mit Geschmack und Lust zu speisen! / Über Rosen läßt sich dichten, / in die Äpfel muß man beißen.
Das Gesetz verpflichtet die Witwen zu einem Trauerjahre, und gewiß ist eine solche Epoche, die den Wechsel aller irdischen Dinge in sich begreift, einem fühlenden Herzen nötig, um die schmerzlichen Eindrücke eines großen Verlustes zu mildern. Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen.
Manchmal sieht unser Schicksal aus wie ein Fruchtbaum im Winter. Wer sollte bei dem traurigen Ansehn desselben wohl denken, daß diese starren Äste, diese zackigen Zweige im nächsten Frühjahr wieder grünen, blühen, sodann Früchte tragen könnten?
Willst du nach den Früchten greifen, / eilig nimm dein Teil davon! / Diese fangen an zu reifen, / und die andern keimen schon. / Gleich mit jedem Regengusse / ändert sich dein holdes Tal, / ach, und in demselben Flusse / schwimmst du nicht zum zweitenmal.
Von einem Baum, der noch in Blüte steht, musst du nicht schon Früchte erwarten.
Die Früchte vom Baume der Erkenntnis sind es immer Wert, daß man um ihretwillen das Paradies verliert! Also nur immer fortgefahren und mit äußerster Konsequenz in die letzte Pforte der Erkenntnis vorgedrungen.
"Deine Freunde sind jung, es wird dir mit ihnen ergehen, / wie mit den Früchten dem Baum: Reifen sie, fallen sie ab! "
Ein Dieb suchte einmal seinen Diebstahl zu rechtfertigen, ja zur Tugend zu erheben, indem er anführte: "Es ging einer hinter oder neben mir, der war ärger als ich und hätte nicht allein die Früchte gepflückt, sondern auch die Zweige geknickt."
Auf dem vergifteten Baume der Welt voll bitterer Früchte / blühn zwei Blüten, vom Tau himmlischer Güte betaut: / Dichtung die eine, sie labet den Geist mit Wasser des Lebens. / Freundschaft die andre, sie stärkt, heilt und erquicket das Herz.
Die eigenen Früchte machen uns stark.
Ein Reicher ohne Freigebigkeit ist ein Baum, der weder Früchte noch Schatten gibt.
Das Talent des Menschen hat seine Jahreszeiten wie Blumen und Früchte.
In der Liebe gleicht der Reiz der Neuheit dem Schmelz, der über den Früchten liegt: Er gibt ihr einen Glanz, der leicht verblaßt und niemals wiederkehrt.
Jede menschliche Begabung bringt wie jeglicher Baum nur die ihr eigentümlichen Früchte hervor.
Manche Köpfe tragen keine Früchte, wenn sie nicht wie Hyazinthenzwiebeln über Bouteillenhälsen stehen. Der Feige holt da seinen Mut, der Schüchterne Vertrauen auf die eigne Kraft und der Elende Trost.
Die Gelehrsamkeit kann auch ins Laub treiben, ohne Früchte zu tragen.
Der Fall ist äußerst selten, daß jemand Gold- und Silbergruben auf dem Parnaß entdeckt. Die Luft daselbst ist angenehm, aber der Boden unfruchtbar, und es gibt wohl wenig Beispiele, daß jemand sein väterliches Gut durch die dort geernteten Früchte vermehrt hätte.
Alten Freund für neuen wandeln, / heißt für Früchte Blumen handeln.
Wollen die Wilden in Luisiana Früchte haben, so fällen sie den Baum an der Wurzel und sammeln die Früchte. Das ist die despotische Regierung.
Im dämmernden Schatten des Laubes versteckt, / da reifen die Früchte der Reben! / So muß, wer gedeihen im Innersten will, / sich des äußeren Schimmers begeben.
Hier ist ein Heros, der nichts getan, als den Baum geschüttelt, sobald die Früchte reif waren. Dünkt euch dies zu wenig, so seht euch den Baum erst an, den er schüttelte!
Wer die besten Früchte ernten will, muß auf den Baum steigen. Wem die verbeulten genügen, der schüttelt ihn oder wartet darauf, daß sie herunterfallen.
Man hat in mehr als einem Lande erlebt, dass schnelle, d.h. unvorbereitete Aufklärung ohne Dauer und Reife guter Früchte vorüberzog, und dass der einem zu starken Sonnenlichte ausgesetzte Leuchtstein sich zerbröckelte und nicht lange nachschimmerte im Dunkeln.
Wörter sind wie Blätter. Dort, wo sie sich im Überfluß ausbreiten, können die Früchte des Sinns nur spärlich gedeihen.
Auf allen Gebieten ist die Einfachheit verschwunden, selbst aus der Kinderstube. Schellen von Silber, von Gold, von Korallen, von geschliffenem Kristall, Klappern von jedem Preise und jeder Gattung - was für unnützes und verderbliches Zeug! Fort mit all diesem Krame! Fort mit den Schellen! Fort mit den Klappern! Kleine Baumzweige mit ihren Früchten und Blättern, ein Mohnkopf, in welchem man die Samenkörner klappern hört, ein Stück Süßholz, an dem es saugen und kauen kann, werden das Kind in ebenso großes Entzücken versetzen.
Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen »Dies gehört mir« und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: »Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört«.
Millionen beschäftigen sich, daß die Gattung bestehe; / aber durch wenige nur pflanzet die Menschheit sich fort. / Tausend Keime zerstreuet der Herbst, doch bringet kaum einer / Früchte; zum Element kehren die meisten zurück. / Aber entfaltet sich sich auch nur einer, einer allein streut / eine lebendige Welt ewiger Bildungen aus.
Nur theoretisch und durch Vorsehn ihrer Wirkung soll man die Zeit antizipieren, nicht praktisch, nämlich nicht so, daß man ihr vorgreife, indem man von der Zeit verlangt, was erst die Zeit bringen kann. Denn wer dies tut, wird erfahren, daß es keinen schlimmeren, unnachlassenderen Wucherer gibt als eben die Zeit und daß sie, wenn zu Vorschüssen gezwungen, schwerere Zinsen nimmt als irgendein Jude. Z. B. kann man durch ungelöschten Kalk und Hitze einen Baum dermaßen treiben, daß er binnen weniger Tage Blätter, Blüten und Früchte treibt: Dann aber stirbt er ab.
Ein Entschluß wird oft von uns gebrochen. / Der Vorsatz ist ja der Erinnerung Knecht, / stark von Geburt, doch bald durch Zeit geschwächt, / wie herbe Früchte fest am Baume hangen, / doch leicht sich lösen, wenn sie Reif' erlangen.
Es wächst die Erdbeer unter Nesseln auf. / Gesunde Beeren reifen und gedeihn / am besten neben Früchten schlechtrer Art.
Man muß verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten.
Das Militär ist eine Pflanze, die man sorgfältig pflegen muß, damit sie keine Früchte trägt.
Die meisten Menschen sind, selbst in unserem verhältnismäßig freien Land, aus lauter Unwissenheit und Irrtum so sehr durch die unnatürliche, überflüssige, grobe Arbeit für das Leben in Anspruch genommen, dass seine edleren Früchte von ihnen nicht gepflückt werden können. Von der anstrengenden Arbeit sind ihre Finger zu plump geworden und zittern zu sehr.
Alle Wissenschaften und Künste, die ganze Bildung ist schön, nur dürfte niemand, kein Einziger um des Erwerbs ihrer Früchte willen zertreten, gekränkt oder seines Lebens und Glücks beraubt werden. Unsere gesamte Bildung aber ruht auf den Leichen zertretener Menschen.
Ich aber rufe zu fortdauernden Lustempfindungen auf und nicht zu sinnlosen und nichts sagenden Tugenden, die nur verworrene Illusionen über mögliche Früchte in sich bergen.
Wie könnte einer Feind der Frau sein - sie sei, wie sie wolle? Mit ihren Früchten wird die Welt bevölkert, darum lässt Gott sie lange leben, auch wenn sie noch so garstig wäre.
Von Männern großgezogen und gepflegt, / genährt vorzeitig mit der Weisheit Früchten, / selbst seine Ehe treibend als Geschäft, / kommt ihm zum erstenmal das Weib entgegen, / das Weib als solches, nichts als ihr Geschlecht, / und rächt die Torheit an der Weisheit Zögling.
Das Unmögliche wollen, / das Undenkbare denken / und das Unsägliche sagen, / haben stets gleiche Früchte getragen: / Du mußt, wenn die Träume sich scheiden, / zuletzt das Unleidliche leiden.
Ruf sie zurück, mit ihr rufst du dein Glück. / Ein neues Band, es wär' ein neu Beginnen, / mit ihr nur setzest du dein Leben fort. / Und wie die Wunde, die, von kluger Hand / geschlossen, allgemach, verborgen heilt, / die abgerißnen Fäserchen sich suchen / und eigne Heilkraft, selbsterzeugte Säfte / hinüber und herüber Brücken baun, / bis selbst der Narbe letzte Spur verschwunden, / so wirst du stehen, ein gesunder Leib, / in deiner frühern Kraft und deiner Schöne. / Sag nicht, sie habe Fehler, dies und das. / Es ist das Weib vom Selbst des Manns ein Teil. / Und wer hat seinen Arm sich abgehauen, / weil er ihm nicht gefiel, den Fuß gekürzt, / weil er zu lang, das Auge ausgebohrt, / weil braun es war, nicht blau? Ertrag das Leichte, / damit dir jemand tragen hilft, was schwer! / Und findest du die Beste des Geschlechts, / kannst du ihr geben die Erinnerungen, / die jene mitträgt aus dem Lenz der Tage, / wo noch das Leben grün, die Wünsche biegsam, / von einem Schnitt der bittersüßen Neigung / sich Pfropfreis fügt und Stämmchen hold in eins, / zu eines Daseins ungeteilten Früchten? / Das Alter, Herr, ich seh's an meinem Ohm, / ist weis' und klug, die Jugend aber heilig; / erhalt sie in der Jugendfreundin dir!
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
Entweder: Der Baum ist gut - dann sind auch seine Früchte gut. Oder: Der Baum ist schlecht - dann sind auch seine Früchte schlecht. An den Früchten also erkennt man den Baum.
Affen warten nicht auf reife Früchte.