Zitate mit "beute"
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Ein schwerer Beutel macht leicht eitel.
Der große Mann eilt seiner Zeit voraus, / der kluge kommt ihr nach auf allen Wegen. / Der Schlaukopf beutet sie gehörig aus, / der Dummkopf aber stellt sich ihr entgegen.
Wer den Daumen auf dem Beutel hat, der hat die Macht.
Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen.
Sie müssen nicht gegen Republik und Demokratie losziehen, weil Sie sie durch einige Windbeutel verkörpert sehen! Das Königtum wäre vermutlich durch dieselben Individuen verkörpert.
Der Arme will nicht für arm, der Reiche nicht für reich gelten, der erste fürchtet verachtet, der zweite ausgebeutet zu werden.
Eine wahre Liebe ist zum Exempel was Vortreffliches; aber eine wahre Liebe mit einem wohlgespickten Beutel, darüber geht gar nichts.
Ruh und Frieden! Ich glaubs wohl! Den wünscht jeder Raubvogel, die Beute nach Bequemlichkeit zu verzehren.
Arm am Beutel, krank am Herzen.
Sabinus hat mir zwar das kalte Weh vertrieben, / mich aber durch den Lohn schier wieder aufgerieben, / derhalben sag' ich frei, ich weiß ihm keinen Dank, / vor diesem war mein Leib, jetzt ist mein Beutel krank.
Schwer drückt ein voller Beutel. Schwerer ein leerer.
Freundschaft: Die stillschweigende Übereinkunft zweier Feinde, die für gemeinsame Beute arbeiten wollen.
Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen!
Was an dem Manne sei, weist seiner Augen Schein, / sein Amt, ein Beutel Geld und dann ein Becher Wein.
Mancher guter Rat ist eitel, / wenn ihm wohl nicht will der Beutel.
Still schleicht das Schicksal / Herum auf dieser Welt, / Der eine hat den Beutel, / Der andre, der hat's Geld.
Die Dichter sind gegen ihre Erlebnisse schamlos: Sie beuten sie aus.
Dieser ging wie ein Held auf Wahrheiten aus, und endlich erbeutete er sich eine kleine geputzte Lüge. Seine Ehe nennt er's.
Die Frau ist kein Raubtier. Sie ist die Beute, die dem Raubtier auflauert.
Die Beute wird mit sich fortführen, wer sich als Erster auf sie stürzt.
Vierzig kluge Menschen kommen auf einen Mann von Geist. Wer nichts als Gold im Beutel führt, ist täglichen Verlusten ausgesetzt aus Mangel an Kleingeld.
Was sind die gewöhnlichen Schriftsteller anderes als Anschlagsäulen, die sich dem Publikum in den Weg pflanzen, mit den Bulletins des Tages an sich - Vergnügungen, verlorenen Hunden und Geldbeuteln?
Mangelt im Beutel die Barschaft, fehlt es an allem.
Die Augen halte zu und deine Beutel offen! / Ein solcher Kunde ist's auf den die Krämer hoffen.
Tot sein heißt zur Beute der Lebenden werden.
Ich will nun einmal von dem Mann nichts wissen, / ich haß' ihn, ich verachte seinen Stolz / und Übermut. Nach allem Köstlichen / streckt er begehrlich seine Hände aus; / was seinem Sinn gefällt, will er besitzen. / Hat die Natur mit Reizen mich geschmückt, / mit Geist begabt - warum ist's denn das Los / des Edlen in der Welt, daß es allein / des Jägers wilde Jagd nur reizt, wenn das Gemeine / in seinem Unwert ruhig sich verbirgt? / Muß denn die Schönheit eine Beute sein / für einen? Sie ist frei so wie die Sonne, / die allbeglückend herrliche am Himmel.
Die einzige / ausbeute, die wir aus dem Kampf des Lebens / wegtragen, ist die Einsicht in das Nichts / und herzliche Verachtung alles dessen, was uns erhaben schien und wünschenswert.
Gewisse Dienste Königen zu leisten, / ist mißlich, Herzog - ein gewagter Wurf, / der, fehlt er seine Beute, auf den Schützen / zurücke prallt.
Wer erwartet, daß in der Welt die Teufel mit Hörnern und die Narren mit Schellen einhergehen, wird stets ihre Beute oder ihr Spiel sein.
Enttäuschungen sind das Normale. / Zieh deinen Beutel und zahle!
Äschylus focht bei Marathon, Sophokles tanzte als Knabe in Salamis am Freiheitsfeste im Chor um die persische Beute, und Euripides wurde in Salamis am Tage der Schlacht geboren. Die Weltgeschichte hat keine Tage mehr wie diese. Die Dichter machten nicht die Zeit, sondern die Zeit machte die Dichter.
Ach, wie läuft dieser Tod herum und fängt sich auf allen Seiten Beute!
Wie wir den Rücken wenden / von dem Gefährten, den das Grab verschlang: / So schleichen vom begrabnen Glück sich alle / die Freund', hinwerfend ihm die hohlen Schwüre / gleich leeren Beuteln, und sein armes Selbst, / ein Bettler nur, der Luft anheimgefallen / mit seiner Krankheit, allvermiedner Armut, / geht nun wie Schmach allein.
Sein Leben lang spielt einer manche Rollen / durch sieben Akte hin: Zuerst das Kind, / das in der Wärtrin Armen greint und sprudelt; / der weinerliche Bube, der mit Bündel / und glattem Morgenantlitz wie die Schnecke / ungern zur Schule kriecht; dann der Verliebte, / der wie ein Ofen seufzt mit Jammerlied / auf seiner Liebsten Brau'n; dann der Soldat / voll toller Flüch' und wie ein Pardel bärtig, / auf Ehre eifersüchtig, schnell zu Händeln, / bis in die Mündung der Kanone suchend / die Seifenblase Ruhm. Und dann der Richter / im runden Bauche, mit Kapaun gestopft, / mit strengem Blick und regelrechtem Bart, / voll abgedroschner Beispiel', weiser Sprüche, / spielt seine Rolle so. Das sechste Alter / macht den besockten hagern Pantalon, / Brill' auf der Nase, Beutel an der Seite, / die jugendliche Hose wohl geschont, / 'ne Welt zu weit für die verschrumpften Lenden, / die tiefe Männerstimme, umgewandelt / zum kindischen Diskante, pfeift und quäkt / in seinem Ton. Der letzte Akt, mit dem / die seltsam wechselnde Geschichte schließt, / ist zweite Kindheit, gänzliches Vergessen, / ohn' Augen, ohne Zahn, Geschmack und alles.
Wer meinen Beutel stiehlt, nimmt Tand; 's ist etwas / und nichts. Mein war es, ward das Seine nun / und ist der Sklav von Tausenden gewesen. / Doch wer den guten Namen mir entwendet, / der raubt mir das, was ihn nicht reicher macht, / mich aber bettelarm.
Wenn nicht der Feldherr gleicht dem Bienenstock, / dem alle Schwärme ihre Beute zollen, / wie hofft ihr Honig?
Es ist ein gefährlich Ding; es macht einen zur Memme. Man kann nicht stehlen, ohne daß es einen anklagt; man kann nicht schwören, ohne daß es einen zum Stocken bringt; man kann nicht bei seines Nachbars Frau liegen, ohne daß es einen verrät. Es ist ein verschämter blöder Geist, der einem im Busen Aufruhr stiftet. Es macht einen voller Schwierigkeiten. Es hat mich einmal dahin gebracht, einen Beutel voll Geld wieder herzugeben, den ich von ungefähr gefunden hatte. Es macht jeden zum Bettler, der es hegt. Es wird aus Städten und Flecken vertrieben als ein gefährlich Ding, und jedermann, der gut zu leben denkt, verläßt sich auf sich selbst und lebt ohne Gewissen.
Tilg Abstufung, verstimme diese Saite, / und höre dann den Mißklang! Alles träf' / auf offnen Widerstand. Empört dem Ufer / erschwöllen die Gewässer über's Land, / daß sich in Schlamm die feste Erde löste. / Macht würde der Tyrann der blöden Schwäche. / Der rohe Sohn schlüg' seinen Vater tot. / Kraft hieße Recht. Nein, Recht und Unrecht, deren / endlosen Streit Gerechtigkeit vermittelt, / verlören wie Gerechtigkeit den Namen. / Dann löst sich alles auf nur in Gewalt, / Gewalt in Willkür, Willkür in Begier, / und die Begier, ein allgemeiner Wolf, / zwiefältig stark durch Willkür und Gewalt, / muß dann die Welt als Beute an sich reißen / und sich zuletzt verschlingen.
Die Kleidung kostbar, wie's dein Beutel kann, / doch nicht ins Grillenhafte: Reich, nicht bunt; / denn es verkündigt oft die Tracht den Mann.
Stolz soll der Beutel sein, der Anzug arm.
Soll man zur Beute werden, wieviel besser, / dem Löwen zuzufallen als dem Wolf.
Die wahre Tragödie des Don Juan liegt darin, daß er nur Beute, niemals Jäger war.
Der Mensch ist wie der Löwe in der Fabel, der seine eigenen Reißzähne beschimpft, weil ihm das Beutetier leid tut, nachdem es ihm gut geschmeckt hat.
Die Kunst, das heißt die Künstler, sie dienen den Menschen nicht, sondern beuten sie stattdessen aus.
Der Angestellte und der Arbeiter werden heute nicht mehr in der Produktion ausgebeutet. Die Zeit dieses naiven Kapitalismus ist vorbei. Heute werden sie als Konsumenten ausgebeutet. Durch raffiniert entwickelte Bedürfnisweckung werden sie zu Sklaven der oktroyierten Wünsche, die sie für ihre eigenen halten.
Komm her! Geh' fort! Nun falle nieder! / Steh auf! Jetzt rede! Schweige wieder! / So spielen mit den Armen, welche Beute / des Unholds Hoffnung sind, die reichen Leute.
Siehst du also irgendwo in einem Staat Bettler, so steht fest, daß sich dort auch Diebe, Beutelschneider, Tempelräuber und Meister in allen andern Schandtaten versteckt halten.
Nicht ist's schwacher Spinnen Sache jagend Beute zu erlangen; / sie zu nähren, müssen Fliegen / sich in ihren Netzen fangen.
Wir haben gekämpft, um zu zeigen, daß sich Aggression nicht auszahlt und man den Dieb nicht mit seiner Beute entkommen lassen darf.
Die Aussteiger, das sind die Ausbeuter unseres Sozialsystems.