Zitate mit "freuen"

68 Fundstellen

Über das, was oft angeblich zu Gottes Ehre geschah und geschieht, muss sich der Teufel freuen.

Warum sind die Menschen so dumm, so durch die Gewohnheit oder die Furcht unterjocht, mit einem Wort so blödsinnig, daß sie ihre Güter lieber denen hinterlassen, die sich über ihren Tod freuen, als denen, die sie beweinen?

Aus der Frauen Rosenmunde / kommt, was tief im Herzensgrunde / jeden Mann erfreuen mag. / Reiner Frauen süßes Lachen / kann uns fröhlicher noch machen / als der blütenreiche Hag. / Wie auch süß ein Ton erklinget, / wie der Wald in Pracht auch steht, / wie die Heide Blumen bringet, / wie die Nachtigall auch singet, / Frauenhuld doch drüber geht!

Im Mißgeschick erkennt man Freundestreuen. / Die Leute sagen's. Doch ich hab' erfahren: / Die Freunde, die sich neidlos mit uns freuen, / nicht die uns trösten kommen, sind die wahren.

Autoren, die bestohlen werden, sollten sich darüber nicht beklagen, sondern freuen. In einer Gegend, in der kein Waldfrevel vorkommt, hat der Wald keinen Wert.

An anderer Freude sich herzlich freuen / hilft verlorenes Glück erneuen.

An den großen Entdeckungen kann ich mich nur wenig freuen, weil sie mir das Verstehen des Fundaments vorläufig nicht zu erleichtern scheinen.

Ich glaube, es gibt gewisse Tore, die nur die Krankheit öffnen kann. Es gibt jedenfalls einen Gesundheitszustand, der es uns nicht erlaubt, alles zu verstehen. Vielleicht verschließt uns die Krankheit einige Wahrheiten, ebenso aber verschließt uns die Gesundheit andere oder führt uns davon weg, so daß wir uns nicht mehr darum kümmern. Ich habe unter denen, die sich einer unerschütterlichen Gesundheit erfreuen, noch keinen getroffen, der nicht nach irgendeiner Seite hin ein bißchen beschränkt gewesen wäre - wie solche, die nie gereist sind.

Zeige man doch dem Jüngling des edel reifenden Alters / Wert und dem Alter die Jugend, daß beide des ewigen Kreises / sich erfreuen und so sich Leben im Leben vollende!

Nur die Lumpe sind bescheiden, / Brave freuen sich der Tat.

Du sollst nicht ehebrechen, fuhr Mittler fort: Wie grob, wie unanständig! Klänge es nicht ganz anders, wenn es hieße: Du sollst Ehrfurcht haben vor der ehelichen Verbindung. Wo Du Gatten siehst, die sich lieben, sollst du dich darüber freuen und teil daran nehmen wie an dem Glück eines heitern Tages. Sollte sich irgend in ihrem Verhältnis etwas trüben, so sollst du suchen, es aufzuklären: Du sollst suchen, sie zu begütigen, sie zu besänftigen, ihnen ihre wechselseitigen Vorteile deutlich zu machen, und mit schöner Uneigennützigkeit das Wohl der andern fördern, indem du ihnen fühlbar machst, was für ein Glück aus jeder Pflicht und besonders aus dieser entspringt, welche Mann und Weib unauflöslich verbindet.

Wie sehr hütete man sich sonst in der Gesellschaft, irgend etwas zu berühren, was einem oder dem andern unangenehm sein konnte! Der Protestant vermied in Gegenwart des Katholiken, irgendeine Zeremonie lächerlich zu finden, der eifrigste Katholik ließ den Protestanten nicht merken, daß die alte Religion eine größere Sicherheit ewiger Seligkeit gewähre. Man unterließ vor den Augen einer Mutter, die ihren Sohn verloren hatte, sich seiner Kinder lebhaft zu freuen, und jeder fühlte sich verlegen, wenn ihm ein solches unbedachtsames Wort entwischt war.

Also schritt sie hinauf, sich schon des Herbstes erfreuend und des festlichen Tags, an dem die Gegend im Jubel Trauben lieset und tritt und den Most in die Fässer versammelt, Feuerwerke des Abends von allen Orten und Enden leuchten und knallen, und so der Ernte schönste geehrt wird.

In einem jeden neuen Kreise muß man zuerst wieder als Kind anfangen, leidenschaftliches Interesse auf die Sache werfen, sich erst an der Schale freuen, bis man zu dem Kerne zu gelangen das Glück hat.

Wie das Weib dem Mann gegeben / als die schönste Hälfte war, / ist die Nacht das halbe Leben / und die schönste Hälfte zwar. / Könnt ihr euch des Tages freuen, / der nur Freuden unterbricht? / Er ist gut, sich zu zerstreuen, / zu was anderm taugt er nicht.

Wer nicht liebt, wird sich des schönen Maien / so gut er kann, doch leider halb nur freuen.

Und wie der Mensch nur sagen kann: Hier bin ich! / daß Freunde seiner schonend sich erfreuen, / so kann ich auch nur sagen: Nimm es hin!

Wie schwer ist es, was so natürlich scheint, eine gute Statue, ein treffliches Gemälde an und für sich zu beschauen, den Gesang um des Gesangs willen zu vernehmen, den Schauspieler im Schauspiel zu bewundern, sich eines Gebäudes um seiner eigenen Harmonie und seiner Dauer willen zu erfreuen.

Sich zu schmücken begierig verfolgte den rinnenden Bach einst / früh die Muse hinab, sie suchte die ruhigste Stelle. / Eilend und rauschend indes verzog die schwankende Fläche / stets das bewegliche Bild. Die Göttin wandte sich zürnend. / Doch der Bach rief hinter ihr drein und höhnte sie: "Freilich / magst du die Wahrheit nicht sehn, wie rein dir mein Spiegel sie zeiget!" / Aber indessen stand sie schon fern am Winkel des Sees, / ihrer Gestalt sich erfreuend, und rückte den Kranz sich zurechte.

Willst du dich deines Wertes freuen, / so muß der Welt du Wert verleihen.

Mich freuen die vielen Guten und Tüchtgen, / obgleich so viele dazwischen belfen. / Die Deutschen wissen zu berichtgen, / aber sie verstehen nicht nachzuhelfen.

Schwerlich / wird mich des herzlichsten Wunsches Erfüllung jemals erfreuen, / daß der Sohn dem Vater nicht gleich sei, sondern ein Beßrer.

Der Mensch soll / immer streben zum Besseren; und wie wir sehen, er strebt auch / immer dem Höheren nach, zum wenigsten sucht er das Neue. / Aber geht nicht zu weit! Denn neben diesen Gefühlen / gab die Natur uns die Lust, zu verharren im Alten / und sich dessen zu freuen, was jeder lange gewohnt ist.

Er fühlte tief, wie unempfindlich man oft Freunde und Verwandte, so lange sie sich mit uns des irdischen Aufenthaltes erfreuen, vernachlässigt und nur dann erst die Versäumnis bereut, wenn das schöne Verhältnis wenigstens für diesmal aufgehoben ist.

Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, / der froh von ihren Taten, ihrer Größe / den Hörer unterhält und, still sich freuend, / ans Ende dieser schönen Reihe sich / geschlossen sieht! Denn es erzeugt nicht gleich / ein Haus den Halbgott, noch das Ungeheuer: / Erst eine Reihe Böser oder Guter / bringt endlich das Entsetzen, bringt die Freude / der Welt hervor.

Wenn sie den Mann nachher zu pflegen und zu erfreuen sucht, so ist das vor dem sittlichen Gesetz durchaus nicht mehr, als wenn sie als Mädchen den Blumenstrauß, der ihr gefiel, mit Wasser begoß. Es geschieht, damit die Blumen ihr umso länger duften.

Wie kann man sich über die Welt freuen, außer wenn man zu ihr flüchtet?

Narr, du prahlst, ich befried'ge dich nicht! Am Mindervollkommnen / sich erfreuen zeigt Geist, nicht am Vortrefflichen, an!

Es ist so traurig, sich allein zu freuen.

Jüngling, trauerst du in Jahren, / wo die Pflicht sich freuen heißt? / Schäme dich - so frisch an Haaren, / Jüngling, und so schwach an Geist!

Mir ist wenig am Lob der Leute gelegen. Ihr Neid wäre allenfalls das einzige, was mich noch freuen würde.

Besser als durch Aderlassen mag man säubern sein Geblüte, / wenn man kann die Sorgen meiden und sich freuen im Gemüte.

Es ist ein fröhlich Ding um eines Menschen Sterben. / Es freuen sich darauf die gerne reichen Erben. / Die Priester freuen sich, das Opfer zu genießen. / Die Würmer freuen sich an einem guten Bissen. / Die Engel freuen sich, die Seele raufzuführen. / Der Teufel freuet sich, wenn sie will ihm gebühren.

Sich sorgen ist fast so gut wie sich freuen. Unerträglich wird das Leben für den, der weder Freuden noch Sorgen hat.

Man soll sich seiner Krankheiten schämen und freuen; denn sie sind nichts anderes als eine auszutragende Verschuldung.

Lernen wir besser uns freuen, so verlernen wir am besten, anderen wehe zu tun.

Wieviel jemand auf Erden auch besitzen mag, welcher Gesundheit und wahrhafter Annehmlichkeiten er sich auch erfreuen mag, er ist nicht zufrieden, wenn er bei den Menschen keine Achtung genießt. Dies geht so weit, daß selbst diejenigen, welche den Menschen am meisten verachten und ihn den Tieren gleichsetzen, doch noch von ihm bewundert sein wollen.

Ich weiß nicht, weshalb das Weltall da ist, aber ich werde nicht müde, die Veränderungen zu beobachten, welche in ihm vorgehen, werde nicht müde, mich an dem Anblick der innigen Beziehungen zu erfreuen, welche die Wesen dieser Welt antreibt, sich gegenseitig Hilfe zu leisten.

Frauen sind genannt vom Freuen, / weil sich freuen kann kein Mann / ohn' ein Weib, das stets vom neuen / Seel' und Leib erfreuen kann.

Statt zu klagen, daß wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir uns freuen, daß wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.

Dies Geschlecht kann sich nicht anders freuen als bei Tisch.

Kinder erfrischen das Leben und erfreuen das Herz.

Der Mensch ist nun einmal zur Freude geboren! Kann er sich nicht über seine eigene Schönheit freuen, so freut er sich gewiß über die Häßlichkeit der anderen.

Wieviel besser ist es, über die Freude zu weinen, als sich am Weinen zu freuen.

Wir werden alt, wenn die Erinnerung uns zu freuen beginnt. Wir sind alt, wenn sie uns schmerzt.

Im Glück nicht stolz sein und im Leid nicht zagen, / das Unvermeidliche mit Würde tragen, / das Rechte tun, an Schönem sich erfreuen, / das Leben lieben und den Tod nicht scheuen / und fest an Gott und bessere Zukunft glauben, / heißt leben, heißt dem Tod sein Bitt´res rauben.

Jeder kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl aufbringen. Es bedarf aber eines wirklich edlen Charakters, um sich über die Erfolge eines Freundes zu freuen.

Nichts ist wahrlich so wünschenswert und erfreuend, / als wenn Mann und Weib, in herzlicher Liebe vereinigt, / ruhig ihr Haus verwalten: Dem Feind ein kränkender Anblick, / aber Wonne dem Freund.

Wir wollen im Wechselgespräch durch trauriger Leiden Gedächtnis / uns erfreuen; denn gerne gedenkt ja ein Mann der Trübsal.

Du wirst als Philosoph kein unangenehmes Leben führen, sondern du wirst lernen, allerwärts und mit allem angenehm zu leben. Reichtum wird dich erfreuen, weil du vielen wohltun kannst, und Armut, weil du nicht viel Sorgen hast; Ruhm, weil du geehrt wirst, Mangel an Ruhm, weil du nicht beneidet wirst.

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