Zitate mit "pflege"
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O wie dankbar ist ein Kind! / Pflege ich die zarte Pflanze, / schütz ich sie vor Sturm und Wind, / wird's ein Schmuck im Himmelsglanze. / Wie gelehrig ist ein Kind! / So wie du es lehrest lesen / in dem Buch, in dem wir sind, / so wird einst sein ganzes Wesen. / Werden muß ich wie ein Kind, / wenn ich will zum Vater kommen; / Kinder, Kinder, kommt geschwind, / ich wär' gerne mitgenommen.
Denen, die der Ruhe pflegen, / kommen manche ungelegen.
Wenn du Paul den Peter rühmen hörst, so, wirst du finden, rühmt Peter den Paul wieder, und das heißen sie denn Freunde. Und ist oft zwischen ihnen weiter nichts, als daß einer den anderen kratzt, damit er ihn wieder kratze, und sie sich so einander wechselweise zu Narren haben. Denn, wie du siehst, ist hier, wie in vielen anderen Fällen, ein jeder von ihnen nur sein eigener Freund und nicht des anderen. Ich pflege solch Ding "Holunderfreundschaften" zu nennen. Wenn du einen jungen Holunderzweig ansiehst, so sieht er fein stämmig und wohlgegründet aus; schneidest du ihn aber ab, so ist er inwendig hohl.
Frohsinn und Zufriedenheit sind große Verschönerer und berühmte Pfleger von jugendlichem Aussehen.
Befiehl du deine Wege / und was dein Herze kränkt / der allertreusten Pflege / des, der den Himmel lenkt: / Der Wolken, Luft und Winden / gibt Wege, Lauf und Bahn, / der wird auch Wege finden, / da dein Fuß gehen kann.
Am Vorabend eines Krieges pflegen zwei führende Staatsmänner von zwei im Streit befindlichen Völkern allein in einem harmlosen Dorf, auf einer Terrasse am Ufer eines Sees oder in der Ecke eines Gartens zusammenzutreffen. Ab und zu weht eine leichte Brise. Sie sind einer Meinung, daß der Krieg die ärgste Geißel auf der Welt ist. Und beide, während sie die Reflexe auf den Fluten betrachten, während Magnolienblätter auf ihre Schultern fallen, sind friedlich, bescheiden, loyal. Sie beobachten einander. Sie sehen sich an. Von der Sonne durchwärmt, von dem hellen Landwein weich gestimmt, entdeckt keiner in dem Gesicht vor ihm einen einzigen Zug, der hassenswert, einen einzigen, der nicht liebenswert wäre! Nichts Unverträgliches in ihren Sprachen, in ihrer Art, sich die Nase zu reiben oder zu trinken. Sie sind vom Frieden wie von den Friedenswünschen wirklich erfüllt. Sie scheiden mit einem Händedruck und fühlen sich als Brüder. In ihren Wagen noch drehen sie sich um, um sich anzulächeln. Und am nächsten Tag bricht dennoch der Krieg aus.
Wodurch ist Deutschland groß als durch eine bewundernswürdige Volkskultur, die alle Teile des Reiches gleichmäßig durchdrungen hat? Sind es aber nicht die einzelnen Fürstensitze, von denen sie ausgeht und welche ihre Träger und Pfleger sind? Gesetzt, wir hätten in Deutschland seit Jahrhunderten nur die beiden Residenzstädte Wien und Berlin oder gar nur eine, da möchte ich doch sehen, wie es um die deutsche Kultur stände.
In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muß sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.
Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, / wenn man ihn wohl zu pflegen weiß.
Die Dilettanten, wenn sie das Möglichste getan haben, pflegen zu ihrer Entschuldigung zu sagen, die Arbeit sei noch nicht fertig. Freilich kann sie nie fertig werden, weil sie nicht recht angefangen ward.
Dummheit nützt häufiger als sie schadet. Darum pflegen sich die Allerschlauesten dumm zu stellen.
Wenn eine Hand die andere wäscht, pflegen beide schmutzig zu werden.
Das Furchtbarste an jedem Krieg ist der Umstand, daß die Menschen ihn wie ein Naturereignis - etwa wie einen Blitzschlag, ein Erdbeben, eine Springflut - hinzunehmen pflegen, während er in Wirklichkeit ein mit ihrer eigenen Duldung und Mithilfe von Menschenhand vorbereitetes Unternehmen ist, bei dem man den Initiatoren und Managern auch noch die sichersten Plätze reserviert.
Auf dem Gebiet, das die größte Nüchternheit verlangt - nämlich in der Politik -, pflegen sich die größten Leidenschaften auszutoben.
Wir sind gezwungen, doppelter Sprache zu pflegen, einer für das Buch, einer anderen im Leben.
Freundschaften, die aus früherer Verfeindung entstanden sind, pflegen innige zu werden. Man hat sich in der Kraft seiner Individualität bereits erprobt.
Wenn sie den Mann nachher zu pflegen und zu erfreuen sucht, so ist das vor dem sittlichen Gesetz durchaus nicht mehr, als wenn sie als Mädchen den Blumenstrauß, der ihr gefiel, mit Wasser begoß. Es geschieht, damit die Blumen ihr umso länger duften.
Was übrig bleibt, wenn alles abgezogen ist, was der Empfindung und dem Gefühle gehört, pflegen die Leute Wahrheit zu nennen
Zu einem recht vollkommenen Kriegsheere pflege ich gern zu nehmen ein italienisches Haupt, spanische Hände und Arme, ein deutsches Herz, den Bauch und die Füße aber aus den übrigen Völkern.
Kein noch so genialer Arzt kann seine Patienten heilen, wenn die treue Pflegerin fehlt.
Manche Politiker unserer Zeit pflegen es als einen sich von selbst verstehenden Satz hinzustellen, daß kein Volk frei sein dürfe, bis es fähig sei, sich seiner Freiheit zu bedienen. Dieser Grundsatz ist des Toren in der alten Geschichte würdig, der beschloß, nicht eher ins Wasser zu gehen, als bis er schwimmen gelernt hätte.
Die Tugenden, die Sie über allem anderen pflegen sollten, sind Mut, Bürgerpflicht, Stolz, Rechtschaffenheit, Verachtung, Uneigennützigkeit, Höflichkeit, Erkenntlichkeit und allgemein gesprochen alles, was man unter dem Begriff Großzügigkeit versteht.
Grobe Menschen, welche sich beleidigt fühlen, pflegen den Grad der Beleidigung so hoch als möglich zu nehmen und erzählen die Ursache mit stark übertreibenden Worten, um nur in dem einmal erweckten Haß- und Rachegefühl sich recht ausschwelgen zu können.
Die Anhänger eines großen Mannes pflegen sich zu blenden, um sein Lob besser singen zu können.
Zu hegen und zu pflegen sei bereit! / Das Töten überlaß dem Lauf der Zeit!
Die Schmeichler sind gefährlicher als Raben: / Die pflegen Toten nur die Augen auszugraben, / indes der Schmeichler sie dem Lebenden entwendet / und den Scharfsichtigsten mit falschen Künsten blendet.
Politik, das ist die Freistatt, wo Verbrechen, die sonst Gefängnis oder Tod zur unvermeidlichen Folge hätten, wo Verrätereien, die sonst zu flammender Empörung aufriefen, wo Lügen, die sonst im allgemeinen Hohngelächter untergingen, nicht nur von diesen sonst natürlichen Konsequenzen bewahrt zu bleiben pflegen, sondern wo all diese Verbrechen, Verrätereien und Lügen als durchaus natürliche, wenn nicht gar rühmenswerte Bestätigungen der menschlichen Natur angesehen werden.
Zu Pflegerinnen und Erzieherinnen unserer ersten Kindheit eignen die Weiber sich gerade dadurch, daß sie selbst kindisch, läppisch und kurzsichtig, mit einem Worte, zeitlebens große Kinder sind: Eine Art Mittelstufe zwischendem Kinde und dem Manne, als welcher der eigentliche Mensch ist.
Wenn man das Leben genauer betrachtet, wird man öfter finden, daß Menschen, die scheinbar in einem nüchternen und praktischen Berufe aufgehen, ganz in der Stille in einer Ecke ihres Gemütes einen ganz romantischen, ja manchmal phantastischen Blumenwinkel pflegen.
Wir sollten uns bei all unseren Vorhaben und Handlungen ebenso verhalten, wie wir das in einem Ladengeschäft zu tun pflegen. Wir sollten genau darauf sehen, zu welchem Preis verkauft wird, was wir verlangen.
O, große Kräfte sind's, weiß man sie recht zu pflegen, / die Pflanzen, Kräuter, Stein' in ihrem Innern hegen.
In der Ferne lebend, / ergaben wir uns wilder Ausschweifung, / wie Menschen immer es zu halten pflegen, / daß sie am lustigsten vom Hause sind.
Die Menschen pflegen denen am dankbarsten zu sein, die ihnen helfen, sich selbst zu betrügen.
In allen diesen Beziehungen ist die Leitung einer Familie und eines Haushaltes ebensogut eine Geschäftssache wie die Leitung eines Ladens oder einer Wechselbank. Sie verlangt Methode, Genauigkeit, Organisation, Fleiß, Sparsamkeit, Ordnung, Takt, Wissen und Fähigkeit, die Mittel den Zwecken anzupassen. Und deshalb müssen Frauen, welche die Angelegenheiten des Hauses gut führen wollen, eben sowohl geschäftliche Gewohnheiten pflegen wie Männer, welche einen Handel oder ein Gewerbe betreiben.
Es erhellt, daß die Menschen von Natur zu Haß und Neid geneigt sind, und die Erziehung befördert dies. Denn die Eltern pflegen die Kinder nur durch die Reizmittel der Ehre und des Neides zur Tugend anzuhalten.
Das Militär ist eine Pflanze, die man sorgfältig pflegen muß, damit sie keine Früchte trägt.
Politischen Stolz hat der Deutsche sehr wenig, aber den Kulturstolz auf die Freiheit und Universalität des deutschen Geistes pflegen auch Philister bei uns zu haben. Und das ist ein Glück; denn ein solches Gefühl ist notwendig, damit ein Volk sich erhalte und behaupte.
Auf diejenigen muß man nicht hören, die zu sagen pflegen "Volkes Stimme ist Gottes Stimme", da die Lärmsucht des Pöbels immer dem Wahnsinn sehr nahe kommt.
Minne niemand pflegen mag / so heimlich einen halben Tag, / daß es nicht wissen längst vorher / vier oder sechs, vielleicht noch mehr.
Denn im Unglück pflegen die Menschen früher zu altern.
Oft pflegen im Gold viele Übel zu stecken.
Heute sind wir alle voneinander abhängig, niemand kann sich mehr in seine persönliche Festung zurückziehen, ein Inseldasein pflegen.
Veränderungen pflegen sich allmählich zu vollziehen. Das Ausmaß des Wandels ist größer, als wir es täglich spüren.
Wir dürfen Menschenrechtsverletzungen nicht verschweigen, nur um die Atmosphäre eines politischen Gesprächs zu erleichtern. Aber es geht nicht darum, sich moralisch zu entrüsten oder ideologische Fronten zu pflegen, die nur abgrenzen. Es gilt, unseren Grundsätzen mit Vernunft und Humanität zu dienen
Falsche Menschen haben ein Image das sie sorgsam pflegen; authentische Menschen pfeifen drauf.
Viele Leute pflegen heute ihr Auto besser als sich selbst.
Wir alle wissen inzwischen, wie gefährlich die normale Wächterfunktion der Medien umgeschlagen ist in eine bedenkenlose Vernichtungsmaschinerie zwecks Pflege des eigenen wirtschaftlichen Erfolgs.
Ich habe schon mit Leuten verhandeln müssen, mit denen ich mich weigern würde, privaten Umgang zu pflegen.
Wer Recht fordert, muß auch Recht pflegen.
Drei Arten von Menschen gibt es, mit denen es gut ist, Umgang zu pflegen: Die innerlich Starken, die Aufrichtigen und die, welche viel gelernt haben.