Zitate mit "steine"
56 Fundstellen
Glaube mir, ich habe es erfahren, du wirst ein Mehreres in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was kein Lehrmeister dir zu hören gibt.
Die Grabsteine der Tugend werden gewöhnlich beim Juwelier gekauft.
Die Fassung der Edelsteine erhöht ihren Preis, nicht ihren Wert.
Getrennet lebte fern ich von den Meinen / in strenger und unmütterlicher Zucht. / Denk ich der Zeit, seh ich sich mir versteinen / die Tage in des Lebens Blumenflucht, / wie kleine Gärten zwischen steilen Mauern, / die nie ein Sonnenstrahl hat heimgesucht.
Gut zugehauene Steine schließen sich ohne Mörtel aneinander.
Der Mut zur eigenen Begabung misst sich vor allem an den nächst benachbarten steinernen Ungeheuern der Selbstverständlichkeit (...).
Das Alter verklärt oder versteinert
Man denke an den Orpheus, der, als ihm ein großer wüster Bauplatz angewiesen war, sich weislich an dem schicklichsten Ort niedersetzte und durch die belebenden Töne seiner Leier den geräumigen Marktplatz um sich her bildete. Die von kräftig gebietenden, freundlich lockenden Tönen schnell ergriffenen, aus ihrer massenhaften Ganzheit gerissenen Felssteine mußten, indem sie sich enthusiastisch herbei bewegten, sich kunst- und handwerksgemäß gestalten, um sich sodann in rhythmischen Schichten und Wänden gebührend hinzuordnen. Und so mag sich Straße zu Straßen anfügen! An wohlschützenden Mauern wird's auch nicht fehlen. / Die Töne verhallen, aber die Harmonie bleibt. Die Bürger einer solchen Stadt wandeln und weben zwischen ewigen Melodien; der Geist kann nicht sinken, die Tätigkeit nicht einschlafen. Das Auge übernimmt Funktion, Gebühr und Pflicht des Ohres, und die Bürger am gemeinsten Tage fühlen sich in einem ideellen Zustand: Ohne Reflexion, ohne nach dem Ursprung zu tragen, werden sie des höchsten sittlichen und religiösen Genusses teilhaftig. Man gewöhne sich, in Sankt Peter auf und ab zu gehen, und man wird ein Analogon desjenigen empfinden, was wir auszusprechen gewagt. / Der Bürger dagegen in einer schlecht gebauten Stadt, wo der Zufall mit leidigem Besen die Häuser zusammenkehrte, lebt unbewußt in der Wüste eines düstern Zustandes; dem fremden Eintretenden jedoch ist es zu Mute, als wenn er Dudelsack, Pfeifen und Schellentrommeln hörte und sich bereiten müßte, Bärentänzen und Affensprüngen beiwohnen zu müssen.
Wenn ich beim Sonnenschein durch diese Straßen / bewundernd wandle, der Gebäude Pracht, / die felsengleich getürmten Massen schaue, / der Plätze Kreis, der Kirchen edlen Bau, / des Hafens masterfüllten Raum betrachte: / Das scheint mir alles für die Ewigkeit / gegründet und geordnet; diese Menge / gewerksam Tätiger, die hin und her / in diesen Räumen wogt, auch die verspricht, / sich unvertilgbar ewig herzustellen. / Allein wenn dieses große Bild bei Nacht / in meines Geistes Tiefen sich erneut, / da stürmt ein Brausen durch die düstre Luft, / der feste Boden wankt, die Türme schwanken, / gefugte Steine lösen sich herab, / und so zerfällt in ungeformten Schutt / die Prachterscheinung.
Tun die Himmel sich auf und regnen, so träufelt das Wasser / über Felsen und Gras, Mauern und Bäume zugleich. / Kehret die Sonne zurück, so verdampfet vom Steine die Wohltat. / Nur das Lebendige hält Gabe der Göttlichen fest.
Es ist mit Meinungen, die man wagt, wie mit Steinen, die man voran im Brette bewegt: Sie können geschlagen werden, aber sie haben ein Spiel eingeleitet, das gewonnen wird.
Steine sind stumme Lehrer. Sie machen den Beobachter stumm, und das Beste, was man von ihnen lernt, ist nicht mitzuteilen.
Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts, als mutig gefaßt die Zügel festzuhalten und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Wohin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam.
So wahr und gut es wäre, den Kindern frühzeitig Geographie zu lehren, so bin ich doch der Meinung, daß man mit den nächsten Umgebungen der bildenden Natur anfangen müsse. Alles, was auf ihre Augen und Ohren Eindruck macht, erregt Aufmerksamkeit: Sonne, Mond und Sterne, Feuer, Wasser, Schnee, Eis, Wolken, Gewitter, Tiere, Pflanzen und Steine.
Die Geheimnisse der Lebenspfade darf und kann man nicht offenbaren, es gibt Steine des Anstoßes, über die ein jeder Wanderer stolpern muß. Der Poet aber deutet auf die Stelle hin.
Unreine Lebensverhältnisse soll man niemand wünschen; sie sind aber für den, der zufällig hineingerät, Prüfsteine des Charakters und des Entschiedensten, was der Mensch vermag.
Die Lüge, Mensch, ist dein Vergnügen; du lehrst sogar die Steine lügen.
Künstler, nie mit Worten, mit Taten begegne dem Feinde! / Schleudert er Steine nach dir, mache du Statuen draus!
Es gleicht, wer jedem zu raten, / statt einem zu helfen, wählt, / einer tüchtig sausenden Mühle, / der es an Steinen fehlt.
Der Bach sieht weniger großartig aus, wenn keine Steine da sind, über die er hinweg muß.
Einer der besten Prüfsteine für das Vorhandensein von Edelmut ist das Verhalten des Menschen gegenüber lange andauerndem oder hoffnungslosem Unglück. Diejenigen, die wenig davon besitzen, ermüden und überlassen bald den Unglücklichen seinem Schicksal.
Wer hieß dich mich zerren, mich! in diese Welt hinein? Laß mich erfrieren, verhungern, versteinen in der meinigen!
Eine Universität ist ein Ort, wo Kieselsteine geschliffen und Diamanten getrübt werden.
Solange vor dem Standbild Wachen stehen, lauert die Stunde. Zu Füßen steinerner Unsterblichkeit spielen Kinder.
Die Stimmung ist alles im menschlichen Leben. Sie macht aus Steinen Gold und macht aus Gold Steine.
Anmut ist am Menschen wie das Brennen beim Feuer, das Leuchten bei der Kerze, das Funklen bei kostbaren Steinen, Gold und Silber.
Und der Arbeiter, der zwölf Stunden webt, spinnt, bohrt, dreht, baut, schaufelt, Steine klopft, trägt usw. - gilt ihm dies zwölfstündige Weben, Spinnen, Bohren, Drehen, Bauen, Schaufeln, Steinklopfen als Äußerung seines Lebens, als Leben?
Wer an dem Wert seiner Gedanken zweifelt, für den gibt es nur einen Trost: Wenn andere seine Hintermauerungssteine für ihre Fassaden brauchen. Mit anderen Worten: Wenn andere behaupten, was er voraussetzt.
Du willst, wo nur ein Unrecht haust, / es offen sagen? / Das heißt: Du willst mit bloßer Faust / Steine zerschlagen?
Der Unglückliche / muß auch Unmöglich's fürchten. Gegen ihn erheben / die stummen Steine selber sich als Zeugen; / die Wand hat Ohren, Mauern sind Verräter.
Wer sich vornimmt, Gutes zu wirken, darf nicht erwarten, daß die Menschen ihm deswegen Steine aus dem Wege räumen, sondern muß auf das Schicksalhafte gefaßt sein, daß sie ihm welche daraufrollen.
Kein steinern Bollwerk kann der Liebe wehren, / und Liebe wagt, was Liebe irgend kann.
Durch Ausharren ebnen wir Berge, setzen dem Meere Grenzen und machen aus Steinen Städte und Paläste und Mauern.
Der Hund vergißt den einzigen Bissen nicht, / und wirfst du ihm auch hundert Steine nach. / Im Menschen, den du jahrelang gepflegt, / wird durch ein Nichts Verrat und Feindschaft wach.
Wer sein Haus bauet mit anderer Leute Geld, der sammlet Steine ihm zum Grabe.
Wie ein Nagel in der Mauer zwischen zweien Steinen steckt, also steckt auch Sünde zwischen Käufer und Verkäufer.
Wir werfen keine Steine auf Ausländer und Asylanten, wir werfen ihnen Bälle zu.
Viele Denkmäler werden aus den Steinen errichtet, die man den Toten zu Lebzeiten nachgeworfen hat.
Wenn das Wasser über die Steine läuft, wird es rein.
Willst du den Bau dereinst nicht beweinen, / dann baue nur ja mit eigenen Steinen!
Nur nach dem Baum, der Früchte trägt, wirft man mit Steinen.
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Wenn die Steine schwimmen, versinken die Blätter.
Spricht nicht samtene Worte, wenn du steinerne Taten ausführen kannst!
Wer nachts mit Steinen wirft, / kann den eigenen Bruder töten.
Wende dich nicht von einem Elefanten ab, um Steine nach einem Vogel zu werfen!
Arbeit gewinnt Feuer aus Steinen.
Krieg frißt Gold und sch– Kieselsteine.
Alte Marksteine soll man nicht verrücken.
Willst du um den Bau nicht weinen, / baue nur mit eignen Steinen.