Zitate mit "feig"
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Es gibt Gefahren, denen zu entfliehen nicht Feigheit ist, sondern höchster Mut, die Kraft, sich selbst zu besiegen.
Feigling: Einer, der in gefährlichen Notlagen mit den Beinen denkt.
Ist nicht Werther der blödeste, feigherzigste Mann? Aber es scheint, der Verfasser halte die Feigheit, welche den Schmerzen der Liebe durch den Tod entflieht, für Stärke der Seele.
Der Mut hat keine Zuflucht, die Feigheit tausend.
Das Geheimnis jeder Macht besteht darin zu wissen, daß andere noch feiger sind als wir.
Die Regierungen tun öfters Böses aus Feigheit als auch Übermut.
Extreme Idealisten sind immer Feiglinge, sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.
Ich kenne nichts Lasterhafteres, Gemeineres als das Lügen. Es ist entweder ein Produkt der Bosheit, der Feigheit oder der Eitelkeit.
Was rauh ist, Liebe macht es weich, / macht Heldenseelen zag, / den Feigen kühn, den Armen reich / und wandelt Nacht in Tag.
Das edle "Ich will" hat keinen schlimmeren Feind als das feige, selbstbetrügerische "Ja, wenn ich wollte!"
Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.
Gescheite Leute sind selten mutig. Sie sind vorsichtig und maßvoll, also eigentlich feige. Wirklichen Mut haben nur die Narren.
Die Furcht, daß wir uns lächerlich machen könnten, verursacht unsere größten Feigheiten.
Was auf den ersten Blick wie Feigheit aussieht, ist möglicherweise Klugheit.
Der Feige droht nur, wo er sicher ist.
Überall raste die Wut und die feige, tückische Schwäche. / Möcht ich die Menschen doch nie in dieser schnöden Verirrung / wiedersehn! Das wütende Tier ist ein besserer Anblick.
Ich finde es ebenso wunderbar, zu sagen, der Mensch ist feige, der sich das Leben nimmt, als es ungehörig wäre, den einen Feigen zu nennen, der an einem bösartigen Fieber stirbt.
Feiger Gedanken / bängliches Schwanken, / weibisches Zagen, / ängstliches Klagen / wendet kein Elend, / macht dich nicht frei. / Allen Gewalten / zum Trutz sich erhalten; / nimmer sich beugen, / kräftig sich zeigen, / rufet die Arme / der Götter herbei.
Ich halte dafür, daß der, der nötig zu haben glaubt, vom sogenannten Pöbel zu entfernen, um den Respekt zu erhalten, ebenso tadelhaft ist als ein Feiger, der sich vor seinem Feinde verbirgt, weil er zu unterliegen fürchtet.
Demüthig war Tristan, / Er war züchtig, getreu und mild, / Adliger Sitten ein echtes Bild. / Er war nicht träg, nach Preis zu jagen, / Der Erste war er, ›Ich!‹ zu sagen, / Wenn rings die feige Meute schwieg. / Doch wie er freudig war zum Sieg, / Er war's für seinen König nur.
Die Feigheit tarnt sich am liebsten als Vorsicht oder Rücksicht.
Man ist nicht feige, wenn man weiß, was dumm ist.
Der Realist will das Publikum ohrfeigen, der Idealist will dasselbe berauschen. Manche Leute ziehen einen Rausch einer Ohrfeige vor.
Ohne Trost und haltlos und feige sind nur diejenigen, die noch nicht weise und nicht mehr gläubig sind.
Die Menge ist bekanntlich großmütig und boshaft, intelligent und albern, tollkühn und feig — alles in demselben Augenblick — sie weicht einem Milchkarren vorsichtig aus und geht in die Bajonette hinein, sie lacht über einen Witz und versteht keinen Spaß, wird durch eine sentimental aufgedonnerte Phrase gerührt und jubelt einer Grausamkeit zu.
Steter Erfolg ist nur für Feiglinge notwendig.
Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gern zeitlebens unmündig bleiben und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein.
Wer feig des einen Tages Glück versäumt, / er holt's nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen.
Das Feigenblatt des Neides ist sittliche Entrüstung.
Manche Köpfe tragen keine Früchte, wenn sie nicht wie Hyazinthenzwiebeln über Bouteillenhälsen stehen. Der Feige holt da seinen Mut, der Schüchterne Vertrauen auf die eigne Kraft und der Elende Trost.
Feigheit ist der wirksamste Schutz gegen die Versuchung.
Das Schlimmste, was ich tue und denke, scheint mir nicht so hässlich, wie ich es hässlich und feig finde, wenn ich nicht den Mut habe, mich dazu zu bekennen.
Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige, es zu sagen.
Sich mitten unter die Feinde werfen, kann das Merkmal der Feigheit sein.
Warum sollen wir nicht unterjocht werden? Physisch eignen wir uns vortrefflich zum Unterjochtwerden. Wir haben eine Hundenatur, sind feig und servil. Nur unser Geist ist was nütz.
Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.
Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.
Tapferkeit ist stets mit Menschlichkeit gepaart, während der Feige zur Grausamkeit neigt.
Eine mit Schlagworten geohrfeigte Zeit produziert eine geschwollene Literatur.
Feigherzig und geschwätzig ist das Alter.
Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist, / man sieht nur die Herren und Knechte; / die Falschheit herrscht, die Hinterlist / bei dem feigen Menschengeschlechte. / Der dem Tod ins Angesicht schauen kann, / der Soldat allein ist der freie Mann!
Der Überfluß ist feig, / und eine böse Sache liebt das Leben.
Ein vorzüglicher Kopf muß es immer sein, von dem die Wahrheit ohne Ohrfeige wegkommt.
Wenn der Haß feige wird, geht er maskiert in Gesellschaft und nennt sich Gerechtigkeit.
Deine schlimmsten Feinde sind keineswegs die Leute, die anderer Ansicht, sondern die der gleichen sind wie du, aber aus verschiedenen Gründen, aus Vorsicht, Rechthaberei, Feigheit verhindert sind, sich dieser Ansicht zu bekennen.
Eine besonders lächerliche Impertinenz solcher anonymer Kritiker ist, daß sie wie die Könige per Wir sprechen, während sie nicht nur im Singular, sondern im Diminutiv, ja im Humilitiv reden sollten: Meine erbärmliche Wenigkeit, meine feige Verschmitztheit, meine verkappte Inkompetenz, meine geringe Lumpazität.
Jugend ist kein Lebensabschnitt sondern ein Geisteszustand, ein Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie, Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über die Feigheit, Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.
Man sagt, daß auch Feige, wenn sie verliebt sind, sich zu höherer Gesinnung erheben.
So macht Bewußtsein Feige aus uns allen. / Der angebornen Farbe der Entschließung / wird des Gedankens Blässe angekränkelt, / und Wagestücke hohen Flugs und Werts, / durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt, / verlieren so der Handlung Namen.
Feige Hunde / sind mit dem Maul am freisten, wenn ihr Wild / schon weit vorausläuft.