Zitate mit "messe"
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Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere betrachten und behandeln.
Für manches unterentwickelte Land ist das Geschenk der völligen Unabhängigkeit so sinnvoll wie ein Rasiermesser in der Hand eines Kindes.
Wenn ein Misanthrop beschlossen hätte, das Menschengeschlecht unglücklich zu machen, was Besseres hätte er erfinden können als den Glauben an ein unverständliches Wesen, über das die Menschen sich nie haben einigen können und dem sie mehr Bedeutung zugemessen haben als ihrem eigenen Leben?
Die Höhe einer Menschenseele ist zum Teil danach zu ermessen, wie weit und vor wem sie fähig ist, Ehrfurcht und Verehrung zu bezeugen oder Andacht zu empfinden.
Die Zeit heilt unsere Schmerzen mit einem feinen Radiermesser; aber immer geht ein Stück vom Herzen mit.
Rundum der Kampf aufs Messer: / Lern du zu dieser Frist, / daß Wunden heilen besser / als Wunden schlagen ist!
Die Genies haben immer denselben Leidensweg zu durchmessen: vom Kasperl zum Seminar.
Ihr spielet mit der Leidenschaft? O Graus, / wenn ihr erkennt, wie schwer ihr euch vermessen. / "Ich spiele mit dem Kater", sprach die Maus, / als der gerad' begann, sie aufzufressen.
Gebildet ist ihr Geist, doch nicht zur Tat, / und wenn sie richtig fühlt und weise spricht, / so fehlt noch viel, daß sie gemessen handle.
Ein großes Übel in den Wissenschaften, ja überall, entsteht daher, daß / Menschen, die kein Ideenvermögen haben, zu theoretisieren sich vermessen.
Die alten Sprachen sind die Scheiden, / darin das Messer des Geistes steckt.
Ich finde es beinahe natürlich, dass wir an Besuchenden mancherlei auszusetzen haben, dass wir sogleich, wenn sie weg sind, über sie nicht zum Liebevollsten urteilen; denn wir haben sozusagen ein Recht, sie nach unserm Maßstabe zu messen. Selbst verständige und billige Menschen enthalten sich in solchen Fällen kaum einer scharfen Zensur.
Da wir, gemessen an unserer Veranlagung, keine Nation bilden können, da wir, belehrt durch geschichtliche Erkenntnis und unserer kulturellen Vielgestalt bewußt, keine Nation bilden sollten, müssen wir endlich den Föderalismus als einzige Chance begreifen. Nicht als geballte Nation, nicht als zwei wider einander gesetzte Nationen, nur als friedlich wettstreitende Länderbünde können wir unseren Nachbarn in Ost und West Sicherheit bieten.
Die Höhe der wahren sittlichen Kraft eines Menschen lässt sich erst dann ermessen, wenn ihn die Umstände aus seiner gewohnten Sphäre gedrängt haben.
Rosen auf dem Weg gestreut / und des Harms vergessen! / Eine kurze Spanne Zeit / ist uns zugemessen.
Der einzige ihm angemessene Ort, den Gott auf Erden findet, ist eine reine Seele.
Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, dass Du mir das Liebste bist; Liebe ist, dass Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle.
Kultur hat ihren sichersten Gradmesser an dem, wieviel einer aushält im Guten wie im Schlimmen. Der Kultivierte übersteht die Niederlage geistig ungebrochen.
Es gibt keinen verlässlicheren Gradmesser für das Altern als die Stufen einer Treppe. Außer man benutzt eine Rolltreppe.
Man muß den Ruhm der Menschen nach den Mitteln messen, deren sie sich bedient haben, um ihn zu erwerben.
Die Torheit begleitet uns in allen Perioden des Lebens. Wenn jemand weise scheint, liegt es daran, daß seine Torheiten seinem Alter und Vermögen angemessen sind.
Philosoph, Redner, Verkünder, Gesetzgeber, Krieger, Eroberer von Ideen, Wiederhersteller vernunftgemäßer Lehren, eines Kults ohne Bilder, Gründer zwanzig irdischer und eines geistigen Reiches, das ist Mohammed. Nach allen Maßstäben, an denen menschliche Größe gemessen werden kann: Welcher Mensch ist je größer gewesen?
Was die Menschen trennt, ist gering, gemessen an dem, was sie einen könnte.
Ist es ein Fortschritt, wenn ein Kannibale Messer und Gabel benutzt?
Wer in göttlichen Dingen nichts glaubt, als was er mit seinem Verstande ausmessen kann, verkleinert die Idee von Gott.
Wenn die Messe fällt, so liegt das Papsttum. Ehe sie das geschehen lassen, töten sie uns alle.
Ich bekenne mich tief überzeugt, daß das deutsche Volk die politische Demokratie niemals wird lieben können, aus dem einfachen Grunde, weil es die Politik selbst nicht lieben kann, und daß der vielverschrieene "Obrigkeitsstaat" die dem deutschen Volk angemessene, zukömmliche und von ihm im Grunde gewollte Staatsform ist.
Mut ist nur daran zu messen, wen man und wen man nicht auf seiner Seite hat.
Wir können die Berghöhe erhabner Seelen nur mit dem Wärmemesser der Liebe messen.
Die Natur war nur gerecht, als sie jedem von uns seinen Anteil an Verstand zuteilte. Es finden sich wenig Menschen, die mit dem ihnen zugemessenen Anteil unzufrieden sind.
Die Menschen haben vor dem Tod zu viel Achtung, gemessen an der geringen Achtung, die sie vor dem Leben haben.
Daß mittels der wählenden Demokraten der Wille eines Volkes ermittelt werden könne, ist natürlich eine Täuschung. Aber sieht man den Versuch vor sich, die Fragen divergierender Interessen nicht mit Messer und Pistole, sondern mittels einer Abstimmung zu entscheiden, so ist das natürlich doch ein humaneres und gesitteteres Verfahren.
Welcher Entdecker hat das schon bemessen, wie weit sich die äußersten Vorgebirge der Möglichkeit ins Meer der Unmöglichkeit erstrecken?
Von dem, was du erkennen und messen willst, mußt du Abschied nehmen, wenigstens auf eine Zeit. Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben.
Wozu die Welt da ist, wozu die Menschheit da ist, das soll uns einstweilen gar nicht kümmern, es sei denn, daß wir uns einen Scherz machen wollen; denn die Vermessenheit des kleinen Menschengewürms ist nun einmal das Scherzhafteste und Heiterste auf der Erdenbühne. Aber wozu du Einzelner da bist, das frage ich, und wenn es dir sonst keiner sagen kann, so versuche es nur einmal, daß du dir selber einen Zweck, ein Ziel, ein Dazu vorsetzest, ein hohes und edles Dazu.
Der Zuwachs an Weisheit läßt sich genau nach der Abnahme an Galle bemessen.
Ist es nicht auffallend, daß der sportlich Eingestellte Schwierigkeiten geradezu aufsucht, um daran zunehmendes Können und wachsende Kräfte zu messen? Weshalb können wir nicht auch die täglich sich zeigenden Schwierigkeiten des Berufes als wertvolle Hilfsmittel unserer Selbst- und Kraftentfaltung betrachten?
Hundert Menschen schärfen ihren Säbel, Tausende ihre Messer, aber Zehntausende lassen ihren Verstand ungeschärft, weil sie ihn nicht üben.
Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, welches einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.
Wir bleiben immer Kinder, und, so klug wir auch werden mögen, wir behalten uns immer die Lust, mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.
Jedes Jahrhundert hat die Tendenz, sich als das fortgeschrittene zu betrachten und alle andern nur nach seiner Idee abzumessen.
Der Wetzstein schneidet nicht, doch macht er scharf das Messer. / Durch einen schlechten Mann wird oft ein guter besser.
Wonach das Leben messen? Nach den Jahren? / Der Freunde Innerlichkeit? Können Bilder / Der schönsten Stunden wohl die leeren Wände / Des Alters decken?
Auf dem geschäftigen Markt, da führe Themis die Waage, / und es messe der Lohn streng an der Mühe sich ab: / Aber die Freude ruft nur ein Gott auf sterbliche Wangen, / wo kein Wunder geschieht, ist kein Beglückter zu sehn.
Was verschlägt es denn Ihm, ob Er die Karolin frisch aus der Münze oder vom Bankier bekommt? Tröst' Er sich mit dem hiesigen Adel: Wissentlich oder nicht - bei uns wird selten eine Mariage geschlossen. wo nicht wenigstens ein halb Dutzend der Gäste - oder der Aufwärter - das Paradies des Bräutigams geometrisch ermessen kann.
Es ist jetzt Mode, Schnallen an den Beinkleidern zu tragen, womit man sie nach Belieben weiter und enger schnürt. Wir wollen uns ein Gewissen nach der neuesten Facon anmessen lassen.
Der Knabe / Don Karl fängt an, mir fürchterlich zu werden. / Er meidet meine Gegenwart, seitdem er von Alcalas hoher Schule kam. / Sein Blut ist heiß, warum sein Blick so kalt? / So abgemessen festlich sein Betragen? / Seid wachsam.
Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort, / Das schwer sich handhabt, wie des Messers Schneide; / Aus ihrem heißen Kopfe nimmt sie keck / Der Dinge Maß, die nur sich selber richten.
Auch ist ein Mensch, der ganz Bosheit ist, schlechterdings kein Gegenstand der Kunst und äußert eine zurückstoßende Kraft, statt daß er die Aufmerksamkeit der Leser fesseln sollte. Man würde umblättern, wenn er redet. Eine edle Seele erträgt so wenig anhaltende moralische Dissonanzen wie das Ohr das Gekritzel eines Messers auf Glas.
Der Muskel wird durch starken Gebrauch gestärkt, der Nerv hingegen dadurch geschwächt. Also übe man seine Muskeln durch jede angemessene Anstrengung, hüte hingegen die Nerven vor jeder.