Zitate mit "schwan"
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Wenn ein schönes Gedicht Tränen in die Augen drängt, so sind diese Tränen nicht ein Beweis eines freudigen Überschwanges, sondern sie zeugen von einer Natur, die, in diese Unvollkommenheit verbannt, sich gleich auf der Erde schon eines geoffenbarten Paradieses bemächtigen möchte.
Kein Mittelalter ist so grauenvoll / Wie Mittelalter deiner Lebensfrist; / Wann du dahin schwankst / zwischen weis' und toll, / Bist du - ich weiß es kaum, / was du dann bist.
Du verklagest das Weib, sie schwanke von einem zum andern! / Tadle sie nicht: Sie sucht einen beständigen Mann.
Wenn ich beim Sonnenschein durch diese Straßen / bewundernd wandle, der Gebäude Pracht, / die felsengleich getürmten Massen schaue, / der Plätze Kreis, der Kirchen edlen Bau, / des Hafens masterfüllten Raum betrachte: / Das scheint mir alles für die Ewigkeit / gegründet und geordnet; diese Menge / gewerksam Tätiger, die hin und her / in diesen Räumen wogt, auch die verspricht, / sich unvertilgbar ewig herzustellen. / Allein wenn dieses große Bild bei Nacht / in meines Geistes Tiefen sich erneut, / da stürmt ein Brausen durch die düstre Luft, / der feste Boden wankt, die Türme schwanken, / gefugte Steine lösen sich herab, / und so zerfällt in ungeformten Schutt / die Prachterscheinung.
Willst du dein Wyb soll schwanger syn, / schick sie ins Bad und geh nit hin!
Die Wahl ist schwerer als das Übel selbst, / die zwischen zweien Übeln schwankend bebt.
Kluge schwanken, Weise fehlen, / doppelt ist dann ihre Qual. / Recht zu handeln, / grad zu wandeln, / sei des edlen Mannes Wahl.
Sieh, ein Waldgebüsch bewegt sich / nach der Stadt hin; aller Gärten / froher blumenhafter Aufputz / reißt sich los, um sich ins grüne / Prachtgehäng hinein zu flechten, / das der Häuser, das der Hütten / Ansicht schön verhüllt und zieret, / das von Giebel sich zu Giebel / ziehend reicht und kranzbeladen, / schwankend, frischbelastet schwebt. / Bunter wird die tiefe Grüne, / muntrer immer; Band an Bändern / schlingt sich um, geknüpft zu Schleifen / krümmt sich's, und die losen Enden / flattern windbewegt. Zum Laubgang / siehst du Straßen umgewandelt / und zum Feiersaal den Marktplatz. / Außenseiten sind nun Wände, / Fenster volkverzierte Nischen; / unter ihnen schmückt die Brüstung / sich mit bunten Teppichen. / Hier mit holden Blumenzügen / spricht's dich an und dort mit goldnen, / so, als ob dir offne Herzen / überall begegneten.
Wir bilden uns ein, fromm zu sein, indem wir ohne Überlegung hinschlendern, uns durch angenehme Zufälle determinieren lassen und endlich dem Resultate eines solchen schwankenden Lebens den Namen einer göttlichen Führung geben.
Das Werdende, das ewig wirkt und lebt, / umfaß euch mit der Liebe holden Schranken, / und was in schwankender Erscheinung schwebt, / befestiget mit dauernden Gedanken!
Der Jüngling reifet zum Manne; / besser im stillen reift er zur Tat oft, als im Geräusche / wilden, schwankenden Lebens.
Denn der Ewge herrscht auf Erden, / über Meere herrscht sein Blick, / Löwen sollen Lämmer werden, / und die Welle schwankt zurück. / Blankes Schwert erstarrt im Hiebe, / Glaub und Hoffnung sind erfüllt: / wundertätig ist die Liebe, / die sich im Gebet enthüllt.
Auf das Mäuerchen setzten / beide sich nieder des Quells. Sie beugte sich über, zu schöpfen; / und er faßte den anderen Krug und beugte sich über. / Und sie sahen gespiegelt ihr Bild in der Bläue des Himmels / schwanken und nickten sich zu und / grüßten sich freundlich im Spiegel.
Ein wanderndes Mädchen ist immer von schwankendem Rufe.
Die Menge schwankt im ungewissen Geist; / dann strömt sie nach, wohin der Strom sie reißt.
Sich zu schmücken begierig verfolgte den rinnenden Bach einst / früh die Muse hinab, sie suchte die ruhigste Stelle. / Eilend und rauschend indes verzog die schwankende Fläche / stets das bewegliche Bild. Die Göttin wandte sich zürnend. / Doch der Bach rief hinter ihr drein und höhnte sie: "Freilich / magst du die Wahrheit nicht sehn, wie rein dir mein Spiegel sie zeiget!" / Aber indessen stand sie schon fern am Winkel des Sees, / ihrer Gestalt sich erfreuend, und rückte den Kranz sich zurechte.
Man hält einen Aal am Schwanze fester als einen Lacher mit Gründen.
Alles entsteht und vergeht nach dem Gesetz, doch über des Menschen / Leben, dem köstlichen Schatz, herrschet ein schwankendes Los. / Nicht dem blühenden nickt der willig scheidende Vater, / seinem trefflichen Sohn, freundlich vom Rande der Gruft, / nicht der Jüngere schließt dem Älteren für immer das Auge, / das sich willig gesenkt, kräftig dem Schwächeren zu.
Dadurch wird eben alles so halb bei euch, daß ihr euch Tugend und Laster als zwei Extrema vorstellt, zwischen denen ihr schwankt. Anstatt euren Mittelzustand als den positiven anzusehn und den besten, wie's eure Bauern und Knechte und Mägde noch tun.
Denn der Mensch, der zur schwankenden Zeit auch schwankend gesinnt ist, der vermehret das Übel und breitet es weiter und weiter.
Feiger Gedanken / bängliches Schwanken, / weibisches Zagen, / ängstliches Klagen / wendet kein Elend, / macht dich nicht frei. / Allen Gewalten / zum Trutz sich erhalten; / nimmer sich beugen, / kräftig sich zeigen, / rufet die Arme / der Götter herbei.
O, verzeih, mein trefflicher Freund, daß ich, selbst an dem Arm dich / haltend, bebe! So scheint dem endlich gelandeten Schiffer / auch der sicherste Grund des festesten Bodens zu schwanken.
Wahrheit ist niemals schädlich. Sie straft, und die Strafe der Mutter / bildet das schwankende Kind, wehret der schmeichelnden Magd.
Mit wenig Witz und viel Behagen / Dreht jeder sich im engen Zirkeltanz, / Wie junge Katzen mit dem Schwanz.
Dass doch die Jugend immer zwischen den Extremen schwankt!
Dem Volke hier wird jeder Tag ein Fest. / Mit wenig Witz und viel Behagen / dreht jeder sich im engen Zirkeltanz, / Wie junge Katzen mit dem Schwanz.
Das "Staatsschiff" - wie bezeichnend trifft / das Bild hier den Gedanken! / Daß wir seit langem eingeschifft, / man fühlt's am steten Schwanken.
In den Schwankungen des Lebens hältst du dich nur aufrecht, wenn du für jede und alle Lagen deinen Schwerpunkt in Wahrheit und Gerechtigkeit suchst.
Des Knaben Alter ist Idylle. / Der Jüngling braust des Herzens Fülle / in Oden aus und Dithyramben. / Der Mann schwankt hin und her in Jamben. / Der Greis beklagt in Elegien / der guten Zeiten schnelles Fliehen. / Der Tod macht auf den ganzen Kram / ein bittres Epigramm.
Wer mit der Eitelkeit schwanger geht, der gebiert Lügen.
Im Lenzen prangt die Welt mit zarter Jungfernschaft, / im Sommer ist sie Frau, mit Schwangersein verhaft, / wird Mutter in dem Herbst, gibt reiche Frucht heraus, / ist gute Wirtin, hält im Winter ratsam Haus.
Wer einen Aal beim Schwanz / und Weiber fasst bei Worten, / Wie feste der gleich hält, / hält nichts an beiden Orten.
Heute ist es möglich, in wenigen Sekunden ein Bild auf einer photographischen Platte festzuhalten - genauer und wirklichkeitsgetreuer, als es ein Mensch zeichnen kann. Mit dem Aufkommen der Photographie verschwand in der Kunst die Notwendigkeit exakter Reproduktion.
Im Staat der Sozialisten wird einer auf den anderen aufpassen. Und Faulenzer werden nicht geduldet, dulden sich selber nicht. Wer aber will vorher wissen, wer ein Faulenzer und wer ein Schwangerer ist? Man würde den Schwangeren samt dem Faulenzer verurteilen und damit das Beste der Erde: Das stille, langsame Reifen neuer Gedanken.
Wenn ihr suchet ohne Wanken, / was das Leben kann erfrischen, / bleiben jung auch die Gedanken, / weil sie ewig jung nur zwischen / Hoffen und Erfüllen schwanken.
Sie schwankt, sie zögert, mit einem Worte: Sie ist eine Frau.
Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, / schwankt sein Charakterbild in der Geschichte.
Freundliche Schrift des Gesetzes, des menschenerhaltenden Gottes, / seit aus der ehernen Welt fliehend die Liebe verschwand.
So undeutlich, schwankend und verworren der Begriff auch sein mag, den man mit dem Worte Gott verbindet, so sind doch zwei Prädikate davon unzertrennlich: Die höchste Macht und die höchste Weisheit.
Was die Schreiberei unserer Philosophen so überaus gedankenarm und dadurch marternd langweilig macht, ist zunächst dieses, daß ihr Vortrag sich durchgängig in höchst abstrakten, allgemeinen und überaus weiten Begriffen bewegt, daher auch meistens nur in unbestimmten, schwankenden, verblasenen Ausdrücken einherschreitet. Zu diesem aerobatischen (in der Luft schwebenden) Gange sind sie genötigt, weil sie sich hüten müssen, die Erde zu berühren, als wo sie, auf das Reale, Bestimmte, Einzelne und Klare stoßend, lauter gefährliche Klippen antreffen würden, an denen ihre Wort-Dreimaster scheitern könnten.
Denn, Knabe, wie wir uns auch preisen mögen, / sind unsre Neigungen doch wankelmütiger, / unsicherer, schwanken leichter her und hin / als die der Fraun.
Des Dichters Aug', in schönem Wahnsinn rollend, / blitzt auf zum Himmel, blitzt zur Erd' hinab, / und wie die schwang're Phantasie Gebilde / von unbekannten Dingen ausgebiert, / gestaltet sie des Dichters Kiel, benennt / das luft'ge Nichts und gibt ihm festen Wohnsitz.
Die schwangre Erde / ist mit 'ner Art von Kolik oft geplagt, / durch Einschließung des ungestümen Windes / in ihrem Schoß, der, nach Befreiung strebend, / Altmutter Erde ruckt und niederwirft / Kirchtürm' und moosige Burgen.
Oft schlägt Erwartung fehl und dann zumeist, / wo sie gewissen Beistand uns verheißt, / und wird erfüllt, wo Hoffnung längst erkaltet, / wo Glaube schwand und die Verzweiflung waltet.
Eine herrliche Ausflucht für den Liederlichen, seine hitzige Natur den Sternen zur Last zu legen! Mein Vater ward mit meiner Mutter einig unterm Drachenschwanz, und meine Nativität fiel unter ursa major, und so folgt denn, ich müsse rauh und verbuhlt sein.
O flücht'ge Gnade sterblicher Geschöpfe, / wonach wir trachten vor der Gnade Gottes! / Wer Hoffnung baut in Lüften eurer Blicke, / lebt wie ein trunk'ner Schiffer auf dem Mast, / bereit, bei jedem Ruck hinabzutaumeln / in der verderbenschwangeren Tiefe Schoß.
Jedes schwankende Regime hat bisher versucht, als letzten Ausweg seine Untertanen durch einen Krieg an sich zu fesseln.
Wenn ein Vogel auf der Spitze des äußersten Baumzweiges sitzt, so erlebt er nur die Bewegungen des Zweiges. Rückt er tiefer hinein auf den Ast, so umfaßt er die Bewegungen von hundert Zweigen und schwankt doch nur wenig. Wählt er aber seinen Platz im Kroneninnern, hart am Stamm, so erlebt er die Bewegungen des ganzen Baumes und wird selbst nicht mehr erschüttert. Noch mehr wie diesem Vogel geschieht es einem Menschen, der bis in die Tiefe seiner Seele sinkt.
Der Feinde Meute / hetzte mich müd, / Gewitterbrunst / brach meinen Leib: / doch schneller als ich der Meute / schwand die Müdigkeit mir; / sank auf die Lider mir Nacht, / die Sonne lacht mir nun neu!
Unser Ziel sollte sein, daß Schwangerschaftsabbrüche sicher und legal, aber selten werden.