Zitate mit "uhr"

85 Fundstellen

Wenn man nach ein Uhr nachts trinkt, sagt man Dinge, die sich herumsprechen und die man später bereut.

Nachdem er die Angst erfuhr, hatte er nurmehr Angst vor der Angst.

Es schlägt die Uhr zur Mitternacht, / Und spöttisch stellt sie uns die Frage, / Ob wir bedacht, was wir am Tage, / Der nun entflohen ist, gemacht

"Wie ganz anders würde ich vorwärtskommen, läge nicht soviel Schweres auf mir!" sagte der Mensch. "Und wieviel besser wurde ich mein Werk tun, hätte ich nicht die närrischen Gewichte an mir hängen!" sagte die Schwarzwälder Uhr.

Schöne Zeit, als mit dem Karren / Thespis fuhr, der Possen Vater! / Schwer ist's, einen Staat regieren, / zehnmal schwerer ein Theater!

Es ist doch fast in jedem Jahrhundert einmal ein großer deutscher Krieg gewesen, der die deutsche Normaluhr richtiggestellt hat für hundert Jahre.

Wir können die Uhren vorstellen, die Zeit geht aber deshalb nicht rascher, und die Fähigkeit zu warten, während die Verhältnisse sich entwickeln, ist eine Vorbedingung praktischer Politik.

Der Mensch ist wie eine Spieluhr. Ein unmerklicher Ruck – und er gibt eine andere Melodie an.

Wissenschaftler sind Beamte, die abends um sechs Uhr ihre Probleme vergessen können. Forscher können das nicht.

Sprich, Unglücklicher, welcher Dämon fuhr dir in die Zunge? Wer hat dich geheißen, mit der Justiz zu hadern?

Mancher wird seiner Talente wegen gefürchtet, seiner Verdienste wegen gehasst. Erst sein Charakter beruhigt die Menschen. Doch wie viel Zeit ist vergangen, bis ihm Gerechtigkeit widerfuhr.

Takt ist die innere Uhr, die uns sagt, wie viel es geschlagen hat.

Eine stillstehende Uhr hat doch täglich zweimal richtig gezeigt und darf nach Jahren auf eine lange Reihe von Erfolgen zurückblicken.

Da fuhr' ich still im Wagen, / du bist so weit von mir, / wohin er mich mag tragen, / ich bleibe doch bei dir.

In der dunklen Nacht der Seele ist es immer drei Uhr morgens.

Wieviel ich Täuschung auch erfuhr / im Leben und im Lieben, / du bist mir allezeit, Natur, / du bist mir treu geblieben.

Was du gründlich verstehst, das mache! / Was du gründlich erfuhrst, das sprich! / Bist du Meister im eigenen Fache, / schmäht kein Schweigen im fremden dich. / Das Reden von allem magst du gönnen / denen, die selbst nichts leisten können.

Es ist mit unseren Urteilen wie mit unseren Uhren. Keine geht mit der anderen vollkommen gleich, und jeder glaubt doch der seinigen.

Ich kann überhaupt nicht begreifen, fuhr sie fort, wie man hat glauben können, daß Gott durch Bücher und Geschichten zu uns spreche. Wem die Welt nicht unmittelbar eröffnet, was sie für ein Verhältnis zu ihm hat, wem sein Herz nicht sagt, was er sich und andern schuldig ist, der wird es wohl schwerlich aus Büchern erfahren, die eigentlich nur geschickt sind, unsern Irrtümern Namen zu geben.

Ich war, fuhr sie fort, eine der Furchtsamsten, und indem ich mich herzhaft stellte, um den andern Mut zu geben, bin ich mutig geworden.

Du sollst nicht ehebrechen, fuhr Mittler fort: Wie grob, wie unanständig! Klänge es nicht ganz anders, wenn es hieße: Du sollst Ehrfurcht haben vor der ehelichen Verbindung. Wo Du Gatten siehst, die sich lieben, sollst du dich darüber freuen und teil daran nehmen wie an dem Glück eines heitern Tages. Sollte sich irgend in ihrem Verhältnis etwas trüben, so sollst du suchen, es aufzuklären: Du sollst suchen, sie zu begütigen, sie zu besänftigen, ihnen ihre wechselseitigen Vorteile deutlich zu machen, und mit schöner Uneigennützigkeit das Wohl der andern fördern, indem du ihnen fühlbar machst, was für ein Glück aus jeder Pflicht und besonders aus dieser entspringt, welche Mann und Weib unauflöslich verbindet.

Alles, was ich erfuhr, ich würzt es mit süßer Erinnerung, / würzt es mit Hoffnung. Sie sind lieblichste Würze der Welt.

Die Kinder haben, fuhr Wilhelm fort, in wohleingerichteten und geordneten Häusern eine Empfindung, wie ungefähr Ratten und Mäuse haben mögen: Sie sind aufmerksam auf alle Ritzen und Löcher, wo sie zu einem verbotenen Naschwerk gelangen können; sie genießen es mit einer solchen verstohlenen wollüstigen Furcht, die einen großen Teil des kindischen Glücks ausmacht.

Ein Aufruhr, angeflammt in wenig Augenblicken, / Ist eben auch so bald durch Klugheit zu ersticken.

Wie man aus Gewohnheit nach einer abgelaufenen Uhr hinsieht, als wenn sie noch ginge, so blickt man auch wohl einer Schönen ins Gesicht, als wenn sie noch liebte.

Das waren noch glückliche Zeiten, als man nach dem Kalender lebte! Jetzt lebt man nach der Uhr.

Willst du menschlich mit Menschen in Städten der Menschen verkehren, / stelle die Uhr nach dem Turm, nicht nach der Sonne, mein Freund!

Subjektivität: Eine Sonnenuhr mit Hilfe einer Taschenlampe ablesen.

Was der Schlaf für den Körper, ist die Freude für das Gemüth: Zufuhr neuer Lebenskraft.

Die meisten Menschen sind Uhren, die alle Minuten anzeigen, aber keine Stunden schlagen.

Wenn ich die Ränke, die Gewalt und die Szene des Aufruhrs in einem Tropfen Materie ansehe und erhebe von da meine Augen in die Höhe, um den unermeßlichen Raum von Welten wie von Stäubchen wimmeln zu sehen, so kann keine menschliche Sprache das Gefühl ausdrücken, was ein solcher Gedanke erregt, und alle subtile metaphysische Zergliederung weicht sehr weit der Erhabenheit und Würde, die einer solchen Anschauung eigen ist.

Der Künstler trägt die Zeit nicht, zwischen zwei Deckel gelegt, bei sich an einer Kette; er richtet sich nach dem Zeiger des Universums, weiß darum immer was die Urkuckucksuhr geschlagen.

Unser Leben kann man mit einem Wintertag vergleichen. Wir werden zwischen 12 und 1 des Nachts geboren, es wird 8 Uhr, ehe es Tag wird, vor 4 des Nachmittags wird es wieder dunkel, und um 12 sterben wir.

Wenn Du glücklich sein willst, so halte Dich um Himmels willen mit Deinem Fuhrwerk auf der Chaussee, denn sonst riskierst Du, daß Dir die Pfaffen die Pferde ausspannen.

Liebende kennen keine Zeit, Amor schmiedet den Uhrzeiger zum Pfeile.

Unsere Staaten sind alte Uhren, die bald zu früh, bald zu spät gehn.

Merkwürdig, zu fühlen, wie man auf diesem seinem Erdboden nicht viel anders festgehalten wird als jene kleinen Saugnäpfchen aus Gummi, die man an die Wand preßt, um Uhren und Schlüssel dran aufzuhängen.

Es ist mit der Weltenuhr wie mit der des Zimmers. Am Tage sieht man sie wohl, aber hört sie fast gar nicht. Des Nachts aber hört man sie gehen wie ein großes Herz.

Uhren nehmen mit ihrem strengen Maß den Stunden jenes Schweben, das sie mit der Unendlichkeit verbindet. Sie zersägen den vollen Klang des Werdens.

Kinder und Uhren dürfen nicht beständig aufgezogen werden. Man muß sie auch gehen lassen.

Die Leidenschaft ist der Pöbel im Menschen, der einen Aufruhr gegen seine Vernunft herbeiführt.

Auch eine stehen gebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, dass man im richtigen Augenblick hinschaut.

Die Natur mußte notwendigerweise dem Individuum oder der Gattung Dauer verleihen. So verfuhr sie bei den Himmelskörpern und der Sonne nach jenem, bei Lebewesen und Pflanzen nach diesem Plan. Im zweiten Fall mußten die individuellen Formen vergänglich sein, damit die Unsterblichkeit der Gattung gesichert war.

Ein großes Volk im Aufruhr kann nichts als Hinrichtungen vollziehen.

Erfahren ward seit tausend Jahren, / doch du verfolgst umsonst die Spur. / Dir paßt nicht, was für dich ein anderer erfuhr, / du mußt es wieder für dich selbst erfahren.

O! Der ist aus dem Himmel schon gefallen, / der an der Stunden Wechsel denken muss. / Die Uhr schlägt keinem Glücklichen.

Was fang' ich mit Leuten an. deren Seelen so gleich als ihre Sackuhren gehen? Kann ich eine Freude daran finden, sie was zu fragen, wenn ich voraus weiß, was sie mir antworten werden? Oder Worte mit ihnen wechseln, wenn sie das Herz nicht haben, andrer Meinung als ich zu sein?

Welche Form auch das menschliche Leben annehme, es sind immer dieselben Elemente, und daher ist es im wesentlichen überall dasselbe, es mag in der Hütte oder bei Hofe, im Kloster oder bei der Armee geführt werden. Mögen seine Begebenheiten, Abenteuer, Glücks- und Unglücksfälle noch so mannigfaltig sein, so ist es doch damit wie mit der Zuckerbäckerware: Es sind viele und vielerlei gar krause und bunte Figuren, aber alles ist aus einem Teig geknetet, und was dem einen begegnet, ist dem, was dem andern widerfuhr, viel ähnlicher, als dieser beim Erzählen hierin denkt.

Der Schlaft ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.

Es gibt keinen zuverlässigeren Beweis von Geistesgröße, als wenn man sich durch nichts, was begegnen kann, in Aufruhr bringen läßt.

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