Zitate mit "wunderbar"
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Seitdem das Wunderbare vor unsern Augen sich erfüllt hat, haben wir alle Berechnung für das Natürliche verloren.
Es ist wunderbar, daß ein Deutscher immer sich ein wenig schämt, zu sagen, er sei ein Schriftsteller. Zu Leuten aus den unteren Ständen sagt man es am ungernsten, weil diesen gar leicht die Schriftgelehrten und Pharisäer aus der Bibel dabei einfallen. Der Name Schriftsteller ist nicht so eingebürgert bei uns wie das homme de lettres bei den Franzosen.
Es gibt nichts Wunderbares: Alles, was geschieht, was geschehen ist und was geschehen wird, geschieht, geschah und wird geschehen auf eine natürliche Weise.
Die einfachste und bekannteste Wahrheit erscheint uns augenblicklich neu und wunderbar, sobald wir sie zum erstenmal an uns selbst erleben.
Schweigt der Menschen laute Lust: / Rauscht die Erde wie in Träumen / wunderbar mit allen Bäumen, / was dem Herzen kaum bewußt, / alte Zeiten, linde Trauer, / und es schweifen leise Schauer / wetterleuchtend durch die Brust.
Sterne hoch die Kreise schlingen, / aus des Schnees Einsamkeit / steigst's wie wunderbares Singen - / O du gnadenreiche Zeit.
Das ist das Seligste an der seligen Zeit der ersten Liebe, daß diese Liebe so ganz und gar nicht klügelt, daß ihr das Wunderbarste einfach erscheint und das Einfachste als ein Wunder.
Die deutsche Geschichte ist ohne Gleichgewicht und Kontinuität. Allenthalben verläuft sie in Kontrasten und Extremen. Deutschland ist das Land der wunderbaren Aufstiege und der apokalyptischen Katastrophen.
Sein Auge weilt auf dieser Erde kaum; / sein Ohr vernimmt den Einklang der Natur; / was die Geschichte reicht, das Leben gibt, / sein Busen nimmt es gleich und willig auf: / Das weit Zerstreute sammelt sein Gemüt, / und sein Gefühl belebt das Unbelebte. / Oft adelt er, was uns gemein erschien, / und das Geschätzte wird vor ihm zu nichts. / In diesem eignen Zauberkreise wandelt / der wunderbare Mann und zieht uns an, / mit ihm zu wandeln.
Jemand sagte: "Was bemüht ihr euch um den Homer? Ihr versteht ihn doch nicht." Darauf antwortete ich: "Versteh ich doch auch Sonne, Mond und Sterne nicht; aber sie gehen über meinem Haupt hin, und ich erkenne mich in ihnen, indem ich sie sehe und ihren regelmäßigen wunderbaren Gang betrachte, und denke dabei, ob auch wohl etwas aus mir werden könnte."
So wunderbar ist dies Geschlecht gebildet, / so vielfach ist's verschlungen und verknüpft, / daß keiner in sich selbst noch mit den andern / sich rein und unverworren halten kann.
Wir Menschen werden wunderbar geprüft; / wir könnten's nicht ertragen, hätt' uns nicht / den holden Leichtsinn die Natur verliehn.
Märchen, noch so wunderbar, / Dichterkünste machen's wahr.
Gewiß bleibt es wunderbar, daß der Mensch das große Vorrecht, nach seinem Tode noch über seine Habe zu disponieren, sehr selten zu Gunsten seiner Lieblinge gebraucht und, wie es scheint aus Achtung für das Herkommen, nur diejenigen begünstigt, die nach ihm sein Vermögen besitzen würden, wenn er auch selbst keinen Willen hätte.
Ich finde es ebenso wunderbar, zu sagen, der Mensch ist feige, der sich das Leben nimmt, als es ungehörig wäre, den einen Feigen zu nennen, der an einem bösartigen Fieber stirbt.
Im Atemholen sind zweierlei Gnaden: / Die Luft einziehen, sich ihrer entladen; / jenes bedrängt, dieses erfrischt; / so wunderbar ist das Leben gemischt. / Du danke Gott, wenn er dich preßt, / und dank ihm, wenn er dich wieder entläßt!
Vergleiche doch die jugendliche Glut, / die selbstischen Besitz verzehrend hascht, / nicht dem Gefühl des Vaters, der entzückt, / in heilgem Anschaun stille hingegeben, / sich an Entwicklung wunderbarer Kräfte, / sich an der Bildung Riesenschritten freut. / Der Liebe Sehnsucht fordert Gegenwart; / doch Zukunft ist des Vaters Eigentum. / Dort liegen seiner Hoffnung weite Felder, / dort seiner Saaten keimender Genuß.
Sag ich's euch, geliebte Bäume, / Die ich ahndevoll gepflanzt, / Als die wunderbarsten Träume / Morgenrötlich mich umtanzt?
Doch man bewirkt das Wunderbare nicht auf alltägliche Weise.
Es ist wunderbar, versetzte der Fürst, dass der Mensch durch Schreckliches immer aufgeregt sein will.
Was ist unsere Rede anderes als eine unsichtbare Hand, wunderbar und vielfach gefingert, mit welcher wir fahren über unserer Mitmenschen Gemüter.
Ein wunderbar latenter Zustand – die der elterlichen Strenge zu Grunde liegende elterliche Liebe!
Zur verwickelten, langsamen Intrige neigen kleine, analytische Geister. Hingegen synthetisch-intuitive Geister wissen auf wunderbar geniale Weise die Mittel, die ihnen die Gegenwart bietet, so zu verbinden, daß sie dieselben zu ihrem Zwecke schnell benutzen können.
Vor den Alpen, die in der Entfernung von einigen Stunden hieherum sind, stehe ich immer noch betroffen, ich habe wirklich einen solchen Eindruck nie erfahren, sie sind wie eine wunderbare Sage aus der Heldenjugend unserer Mutter Erde und mahnen an das alte bildende Chaos, indes sie niedersehn in ihrer Ruhe, und über ihrem Schnee in hellerem Blau die Sonne und die Sterne bei Tag und Nacht erglänzen.
Pflicht, wunderbarer Gedanke, du wirkst nicht durch Überredung oder Schmeicheleien, sondern einfach dadurch, daß du dein nacktes Gesetz in der Seele aufrechthältst und dir stets Achtung, wenn auch nicht immer Gehorsam erzwingst, so daß alle Begierden, wie sehr sie auch insgeheim sich auflehnen mögen, vor dir verstummen müssen.
Es gibt nichts Wunderbareres, - nichts, was die Weisheit des Schöpfers bei den Verständigen heller bezeugt, als die Bewegung der fünf Planeten.
Eine Wissenschaft aber, die vergißt, daß sie eine seltene, wunderbare Blume auf dem Boden des Mysteriums ist, ja, die vergißt, daß sie selbst Mysterium ist, die fällt mit der übelsten Schwarmgeisterei in eins zusammen.
Der Mensch hat alle Ursache, sich selbst für den wunderbarsten Gegenstand der Natur zu halten. Er vermag nicht zu begreifen, was der Körper, und noch weniger, was der Geist ist, und am allerwenigsten, wie ein Geist mit einem Körper verbunden sein kann.
Wie in den Lüften der Sturmwind saust, / man weiß nicht, wo wannen er kommt und braust, / wie der Quell aus verborgenen Tiefen, / so des Sängers Lied aus dem Innern schallt / und wecket der dunkeln Gefühle Gewalt, / die im Herzen wunderbar schliefen.
Prächtiger als wir in unserm Norden / wohnt der Bettler an der Engelspforten; / denn er sieht das ewig einz'ge Rom! / Ihn umgibt der Schönheit Glanzgewimmel, / und ein zweiter Himmel in den Himmel / steigt Sankt Peters wunderbarer Dom.
Der Lüge kecke Zuversicht reißt hin. / Das Wunderbare findet Gunst und Glauben.
In jedem Kinde liegt eine wunderbare Tiefe.
Ist es nicht wunderbar, daß die Begierde das Vermögen um soviele Jahre überlebt?
Übung kann / fast das Gepräge der Natur verändern; / sie zähmt den Teufel oder stößt ihn aus / mit wunderbarer Macht.
Das zutiefst pessimistische Urteil über die Menschen, die Dinge, das Leben und seinen Wert läßt sich wunderbar vereinen mit der Tat und dem Optimismus, den diese erfordert. Das ist europäisch.
Reisen veredelt wunderbar den Geist und räumt mit all unseren Vorurteilen auf.
Anerkennung ist ein wunderbares Ding: Sie bewirkt, dass das, was an anderen herausragend ist, auch zu uns gehört.
Laßt mir doch das Wunderbare, / es haben's vor mir schon manche geehrt! / "Doch ist das Menschliche allein das Wahre." / Wahr, aber nicht der Mühe wert.
Das russische Volk trinkt nicht aus Not oder Unglück, sondern aus dem uralten Bedürfnis nach etwas Wunderbarem und Ungewöhnlichem.
Es ist wunderbar, dass man im Fernsehen seine Defekte ausleben kann und dafür auch noch bezahlt wird.
Selbst Haß kann, wenn er in einem guten Kunstwerk behandelt wird, schön sein. Beethovens Musik ist voller Gewalt und sogar Haß, und doch wirkte sie wunderbar, weil die Gefühle subliniert sind.
Ein Baum ist eine unerschöpfliche Quelle wunderbarer Erkenntnisse.
Europa ist eine wunderbare Idee, nur sind die Völker längst nicht so weit. Sie werden eifersüchtig in die Töpfe der Nachbarn sehen und sich übervorteilt fühlen. Aus einem Europa befreundeter Staaten wird eine zänkische, mißgünstige Großfamilie werden.
Europa ist eine wunderbare Idee, nur sind die Völker längst nicht so weit. Sie werden eifersüchtig in die Töpfe der Nachbarn sehen und sich übervorteilt fühlen. Aus einem Europa befreundeter Staaten wird eine zänkische, missgünstige Großfamilie werden.
Die Konsonanten als Knochengerüst der Sprache, als die geistige Struktur, die Vokale als das Gefühl, die Emotion der Sprache. Wie sich das durchdringt und verschlingt, das erfährt man aufs wunderbarste, wenn man Gedichte rezitiert.
Das Wunderbare und das Erstaunliche halten nicht länger als eine Woche in Aufregung.
Kinderbücher sind stille Pädagogen, die Wunderbares an unseren Kindern zu leisten vermögen.
DER BRIEF / Der Morgen war so wunderbar / Vorfreude auf ein Fest / Ein Brief machte mir grausam klar / Das er nicht locker lässt / Der Krebs, er klopfte an die Tür / So grausam und so hart / Leider kam er nicht zu mir / Dir hätt ichs gern erspart
TRAUM / / Ein Engel war heut Nacht bei mir / Hat mich im Schlaf bewacht / / Am frühen Morgen bin ich hier / In Deinem Arm erwacht / / War es ein wunderbarer Traum / Wo ist der Engel hin / / Ein wohlbekannter Duft im Raum / Macht das ich glücklich bin
"Man kann im Rahmen des Grundgesetzes wunderbar den Kapitalismus überwinden - und mehr als das wollen wir auch nicht.