Zitate mit "leuchte"
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Es wird jedem einleuchten, daß jede Verstärkung des Strebens nach persönlicher Macht der Entfaltung des Gemeinschaftsgefühls Abbruch tut.
Der Ruhm glänzt wie die Sonne mit eignem Licht. Die Ehre gleicht der Erde, die mit geborgten Strahlen leuchtet.
Schauspieler, die leuchten wollen, wo es nicht sein darf, muß man gewaltsam unter den Scheffel stellen.
Wenn das Abendrot niedergesunken, / keine freudige Farbe mehr spricht, / und die Kränze still leuchtender Funken / die Nacht um die schattichte Stirne flicht: / Wehet der Sterne / heiliger Sinn / leis durch die Ferne / bis zu mir hin.
Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt, kann uns nicht genommen werden. Er läßt eine leuchtende Spur zurück gleich jenen erloschenen Sternen, deren Bild die Erdbewohner noch nach Jahrhunderten sehen.
Das Glück ist beflügelt, leuchtend und warm; um es zu erreichen, muß man echte Herzensflügel haben; geborgte Flügel schmelzen bei seinem Glanze.
Die Güte bekommt Einem zuweilen schlecht und wird mißverstanden und mißbraucht. Und dennoch ist die höchste Eigenschaft in dieser Welt erleuchtete Herzensgüte.
Es gibt Menschen mit leuchtendem und Menschen mit glänzendem Verstande. Die ersten erhellen ihre Umgebung, die zweiten verdunklen sie.
Schweigt der Menschen laute Lust: / Rauscht die Erde wie in Träumen / wunderbar mit allen Bäumen, / was dem Herzen kaum bewußt, / alte Zeiten, linde Trauer, / und es schweifen leise Schauer / wetterleuchtend durch die Brust.
Ein Gruß aus frischer Knabenkehle, / ja mehr noch eines Kindes Lallen, / kann leuchtender in deine Seele / als Weisheit aller Weisen fallen.
Was vergangen ist, kehrt nicht wieder. / Aber ging es leuchtend nieder, / leuchtet's lange noch zurück.
Scheinwerfern ähnelt mancher Verstand: / Ein Streifchen, so breit wie eine Hand, / beleuchtet er scharf mit grellem Gefunkel; / das übrige aber bleibt im Dunkel.
Mag die geistige Kultur nun immer fortschreiten, mögen die Naturwissenschaften in immer breiterer Ausdehnung und Tiefe wachsen und der menschliche Geist sich erweitern, wie er will- über die Hoheit und sittliche Kultur des Christentums, wie es in den Evangelien schimmert und leuchtet, wird er nicht hinauskommen!
Ich habe die feste Überzeugung, daß unser Geist ein Wesen ist, ganz unzerstörbarer Natur. Es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.
Das Menschengeschlecht ist bestimmt, Erleuchtetes zu sehen, nicht das Licht.
Also schritt sie hinauf, sich schon des Herbstes erfreuend und des festlichen Tags, an dem die Gegend im Jubel Trauben lieset und tritt und den Most in die Fässer versammelt, Feuerwerke des Abends von allen Orten und Enden leuchten und knallen, und so der Ernte schönste geehrt wird.
Der Jugend Nachtgefährt ist Leidenschaft; / ein wildes Feuer leuchtet ihrem Pfad. / Der Greis hingegen wacht mit hellem Sinn, / und sein Gemüt verschließt das Ewige.
Nun aber Eos, unaufhaltsam strebt sie an, / sprungweise, mädchenartig, streut aus voller Hand / purpurne Blumen. Wie an jedem Wolkensaum / sich reich entfaltend sie blühen, wechseln, mannigfach! / So tritt sie lieblich hervor, erfreulich immerfort, / gewöhnet Erdgeborner schwaches Auge sanft, / daß nicht vor Helios Pfeil erblinde mein Geschlecht, / bestimmt, Erleuchtetes zu sehen, nicht das Licht!
Halte das Bild der Würdigen fest! Wie leuchtende Sterne / teilte sie aus die Natur durch den unendlichen Raum.
Die Menschen werden wohl über die Zwecke einig, viel seltener aber über die Mittel, dahin zu gelangen. Denn das wahre Große hebt uns über uns selbst hinaus und leuchtet uns vor wie ein Stern; die Wahl der Mittel aber ruft uns in uns selbst zurück.
Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.
Die Schönheit hat etwas Statisches. Der Charme leuchtet am eindrucksvollsten in der flüchtigen Bewegung auf.
Die alten Menschen sind größer, reiner und heiliger gewesen als wir, es hat in ihnen und über sie noch der Schein des göttlichen Ausgangs geleuchtet, etwa wie helle, reine Körper noch eine Weile fortleuchten oder glänzen, wenn man sie unmittelbar aus dem grellen Sonnenstrahl in dichte Dunkelheit versetzt.
Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht!
Wie viele Lichter verdanken bloß ihrem Leuchter, daß man sie sieht!
Es gibt nichts, das der Geist völlig ausdenken kann, und so sind wir Lichter, die eigentlich nur sich selbst erleuchten.
Frage deine Rosen, was mehr erquickt: Tau oder blitzend rasselnde Schauer? Ihr leuchtend übergehendes Auge sagt Bescheid.
Was der Mensch überall sucht, was ihn überall leitet, ja selbst erleuchtet, ist Freude.
In der Bedrängnis wende dich sofort voll Vertrauen an Gott, und du wirst gestärkt, erleuchtet und belehrt.
Maximen sind für den Intellekt das, was Gesetze für die Handlungen sind: Sie erleuchten nicht, aber sie leiten und führen und, obgleich selbst blind, sind sie Schutz.
Die Seele ist ein entflammter Dunst, der brennt, ohne sich zu verzehren. Unser Körper ist die Leuchte dazu.
Unsere innere Empfindung und die darauf gegründeten Urteile des Vernunftähnlichen führen, solange sie unverderbt sind, eben dahin, wo die Vernunft hinleiten würde, wenn sie erleuchteter und ausgebreiteter wäre.
Am Donner des schäumenden Wasserfalls oder beim Glanze jener leuchtenden Systeme, die sich über uns kreuzen, findet der wahre Mensch seine heiligsten Stunden.
Aber freilich leuchtet der Menschengeist am hellsten, wo Glanz der Kunst mit Glanz der Wissenschaft sich eint.
Der gute Schriftsteller, er sei von welcher Gattung er wolle, wenn er nicht bloß schreibt, seinen Witz, seine Gelehrsamkeit zu zeigen, hat immer die Erleuchtetsten und Besten seiner Zeit und seines Landes in Augen, und nur was diesen gefallen, was diese rühren kann, würdigt er zu schreiben.
Anmut ist am Menschen wie das Brennen beim Feuer, das Leuchten bei der Kerze, das Funklen bei kostbaren Steinen, Gold und Silber.
Es ist ein Fehler, den der bloß witzige Schriftsteller mit dem ganz schlechten gemein hat, daß er gemeiniglich seinen Gegenstand eigentlich nicht erleuchtet sondern ihn nur dazu braucht, sich selbst zu zeigen.
Er hing noch auf der dortigen Universität wie ein schöner Kronleuchter, auf dem aber seit zwanzig Jahren kein Licht mehr gebrannt hatte.
Wir hören viel, aber wir hören erst eigentlich, wenn wir die wirren Stimmen haben sterben lassen, und nur noch eine spricht. Wir sehen viel, doch sehen wir erst eigentlich, wenn wir die wirren Lichter alle ausgeblasen haben und nur das eine klare, große in der Seele leuchtet.
Die Leute sollten nicht immer soviel darüber nachdenken, was sie tun sollen. Wären sie nur gut, so möchten ihre Werke selber leuchten.
Die erste Bedingung zu einem Künstler ist, daß er Respekt von dem Großen habe und sich davor beuge und es anerkenne und nicht die großen Flammen auszupusten versuche, damit das kleine Talglicht ein wenig heller leuchte.
Der Traum ist ein Mond, der unsre Seele dämmernd nur beleuchtet, aber nicht wärmt.
Man lobt oder tadelt, je nachdem das eine oder das andere mehr Gelegenheit gibt, unsere Urteilskraft leuchten zu lassen.
Man sagt mit großer Auszeichnung: "Das ist ein Charakter!" Ja! Wenn er grobe Konsequenz zeigt, wenn die Konsequenz auch dem stumpfen Auge einleuchtet! Aber sobald ein feinerer und tieferer Geist waltet und auf seine höhere Weise folgerichtig ist, leugnen die Zuschauer das Vorhandensein des Charakters.
Selten verstehen die Nachfolger eines Genius das bis in den Leuchter herabgebrannte Licht hinaufzuschieben; daher schmilzt Licht und Leuchter.
O du heiliges Unglück, welch einen Zauber lässest du aufleuchten, wenn deine geheimnisvolle Hand eine reine schuldlose Stirn berührt!
Ein geringes Maß von Ehrlichkeit und öffentlicher Moral leuchtet noch in der Welt. Ein Schuft wagt noch nicht, als solcher gelten zu wollen. Er nennt einen anderen so. Alles wäre verloren, wagte er laut zu sagen: Ich bin ein Schuft.
Das Schicksal will, dass die großen Begabungen für gewöhnlich eher Rivalen als Freunde sind; sie wachsen und leuchten für sich aus Furcht, einander zu beschatten. Die Schafe müssen sich zusammenrotten, aber die Löwen leben für sich allein.
Bei uns sind diejenigen, die als moralische Leuchten gelten, Menschen, die selber auf gewöhnliche Freuden verzichten und, um sich schadlos zu halten, anderen die Freude verderben.
Nur das Dunkel der Nacht enthüllt uns die höheren Welten, / blendendes Sonnenlicht deckt sie mit nichtiger Luft. / Also Vernunft, die Erdenerleuchterin, hellet die Nähe / aber verbirgt uns das Land, welches dem Glauben nur strahlt.