Zitate mit "müde"

75 Fundstellen

Alle menschlichen Organe werden irgendwann müde, nur die Zunge nicht.

Die Gefahr des Pessimismus besteht darin, daß er müde macht und eine politische Reaktion erleichtert.

Ich spreche nicht gern mit Leuten, die stets meiner Meinung sind. Eine Zeitlang macht es Spaß, mit dem Echo zu spielen, auf die Dauer aber ermüdet es.

Hoffen ist ein Ermüden, das eine Enttäuschung zum Ziele hat.

Enttäuschung ist ermüdend, weil ihr des Kampfes Stachel fehlt; es ist ein Lebensstillstand.

Die Hofleute und alle, die von den Mißbräuchen leben, unter denen Frankreich darniederlag, werden nicht müde zu versichern, man hätte jene Mißbräuche abstellen können, ohne zu zerstören, as zerstört wurde. Sie hätten wohl den Augiasstall mit einem Federwisch reinigen wollen?

Die Trauer der Braut drei Wochen war, / die Trauer der Schwester, die war drei Jahr, / die Mutter hat der Trauer gepflegt, / bis müde sie selbst ins Grab sich gelegt.

Kein kluger Mann diskutiert mit einer Frau, die müde oder ausgeruht ist.

Sanfte Leidenschaften erheitern den Horizont des Daseins; bewegen, ohne zu ermüden; erwärmen, ohne zu verzehren.

Ein kleiner Feind, dies lerne fein, / will durch Geduld ermüdet sein.

Sind doch nicht das Schwerste des Diensts die ermüdenden Wege, / nicht der bittere Schweiß der ewig drängenden Arbeit; / denn mit dem Knechte zugleich bemüht sich der tätige Freie: / Aber zu dulden die Laune des Herrn, wenn er ungerecht tadelt / oder dieses und jenes begehrt, mit sich selber im Zwiespalt, / und die Heftigkeit noch der Frauen, die leicht sich erzürnet, / mit der Kinder roher und übermütiger Unart - / das ist schwer zu ertragen.

Was kündest du für Feste mir? Sie lieb ich nicht; / Erholung reichet Müden jede Nacht genug. / Des echten Mannes wahre Feier ist die Tat!

Lockte die Neugier nicht den Menschen mit heftigen Reizen, / sagt, erführ er wohl je, wie schön sich die weltlichen Dinge / gegeneinander verhalten? Denn erst verlangt er das Neue, / suchet das Nützliche dann mit unermüdetem Fleiße; / endlich begehrt er das Gute, das ihn erhebet und wert macht.

Bei Mädchen ist er gern mit Tändelei zufrieden, / er redet Sentiments und ist nicht zu ermüden, / doch wenn nur eine Frau ein wenig spröde tut, / so wundert er sich sehr und greift nach seinem Hut.

Fort ist fort, und was einmal / dir ein Mächtiger nimmt, das hast du besessen. Der Klage / gibt man wenig Gehör, und sie ermüdet am Ende.

Wer von der Arbeit müde, / läßt gern den Mädchen Friede.

Das hat die Eislust vor allen andern körperlichen Bewegungen voraus, daß die Anstrengung nicht erhitzt und die Dauer nicht ermüdet. Sämtliche Glieder scheinen gelenker zu werden und jedes Verwenden der Kraft neue Kräfte zu erzeugen, so daß zuletzt eine selig bewegte Ruhe über uns kommt.

Wie ein Kind, umwunden von der Schlange, des erquickenden Schlafs genießt, so legt der Müde sich noch einmal vor der Pforte des Todes nieder und ruht tief aus, als ob er einen weiten Weg zu wandern hätte.

Denn aller Fleiß, der männlich schätzenswerteste, / ist morgendlich; nur er gewährt dem ganzen Tag / Nahrung, Behagen, müder Stunden Vollgenuß.

Alles, was wir treiben und tun, ist ein Abmüden. Wohl dem, der nicht müde wird!

Findet man mich aber freudig bei der Arbeit, unermüdet in meiner Pflicht, dann kann ich die Blicke eines jeden aushalten, weil ich die göttlichen nicht zu scheuen brauche.

Leider lässt der rechte Augenblick meistenteils so lange auf sich warten, dass wir von all unserer Aufmerksamkeit bereits ermüdet sind, wenn er endlich wirklich eintrifft.

Wenn er's erlebt noch hätte, der längst nun lebt im Licht, er spräche vom Sterbebette nur müde noch: "Mehr nicht! "

Als einst die Götter, müde dieser Welt, / sich flüchteten hinauf ins Sternenzelt, / mitnehmend, was auf Erden sie besessen, / da haben sie die Liebe hier vergessen. /

Wir wollen von heut an immer eine Stunde früher anfangen! Niemand weiß, ob er nicht Feierabend machen muß, ehe er müde ist.

Glück, sie nennen dich blind und werden nicht müde zu schelten. / Frage doch endlich zurück: Könnt ihr denn selber auch sehn?

Man darf nicht müde werden, unserem Volke immer wieder zu sagen, daß Henker und Fallbeil keine geeigneten Mittel sind, um die Probleme unserer Gesellschaft in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts zu lösen.

Man wird von der Arbeit müde wie vom Müßiggang, wenn auch viel später.

Nur Starke dürfen sich dem Innenleben zuwenden, Seelenkrüppel bilden müde Kirchen.

Einer der besten Prüfsteine für das Vorhandensein von Edelmut ist das Verhalten des Menschen gegenüber lange andauerndem oder hoffnungslosem Unglück. Diejenigen, die wenig davon besitzen, ermüden und überlassen bald den Unglücklichen seinem Schicksal.

Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.

Des Reichtums Erwerb ist mit Mühe und Arbeit verbunden, sein Besitz von Furcht und sein Verlust von Schmerzen begleitet. Immer ermüdet und beschwert er die Seele.

Es gibt nicht allzuviel ehrbare Frauen, die ihrer Ehrbarkeit nicht müde wären.

Es gibt wenig anständige Frauen, die nicht ihrer Anständigkeit müde wären.

In einem kleinen Vorrat an Redewendungen und Gemeinplätzen, die wir in der Jugend erlernten, besitzen wir alles Nötige, um ohne die ermüdende Notwendigkeit, denken zu müssen, durchs Leben zu gehen.

Schändlich ist es, wenn deine Seele ermüdet, bevor der Leib müde ist.

Traurig ist es, wenn in einem Leben die Seele eher ermüdet als der Leib.

Nur der Müde ist vornehm.

Arbeit ist das einzige, was mich nicht müde macht.

In Frankreich geht die Trennung von den Frauen aus, und das ist nicht zu verwundern, da sie wenig Temperament besitzen und nur Huldigungen verlangen. Werden ihnen diese von den Gatten nicht mehr zuteil, so kümmern sie sich wenig um seine Person. In anderen Ländern geht dagegen die Trennung vom Manne aus, und auch das kann nicht auffallen, weil die Frauen zwar treu, aber auch zudringlich sind und folglich, weil sie mit ihrem geschlechtlichen Verlangen lästig fallen, schließlich ermüden und Unlust erwecken.

Ich weiß nicht, weshalb das Weltall da ist, aber ich werde nicht müde, die Veränderungen zu beobachten, welche in ihm vorgehen, werde nicht müde, mich an dem Anblick der innigen Beziehungen zu erfreuen, welche die Wesen dieser Welt antreibt, sich gegenseitig Hilfe zu leisten.

Wenn die Arme viel arbeiten, ruht die Einbildungskraft aus; wenn der Leib sehr müde ist, erhitzt sich das Herz nicht.

Man sagt, Ihr meint es gut / mit diesem Staat, mit Eurer Königin, / seid unbestechlich, wachsam, unermüdet - / ich will es glauben. Nicht der eigne Nutzen / regiert Euch, Euch regiert allein der Vorteil / des Souveräns, des Landes. Eben darum / mißtraut Euch, edler Lord, daß nicht der Nutzen / des Staats Euch als Gerechtigkeit erscheine.

Die Hoffnung führt ins Leben ein, / sie umflattert den fröhlichen Knaben, / den Jüngling locket ihr Zauberschein, / wie wird mit dem Greis nicht begraben; / denn beschließt er im Grabe den müden Lauf, / noch am Grabe pflanzt er die Hoffnung auf.

Etwas fürchten und hoffen und sorgen / muß der Mensch für den kommenden Morgen, / daß er die Schwere des Daseins ertrage / und das ermüdende Gleichmaß der Tage.

O Sklaverei des Volksdiensts! Schmähliche / Knechtschaft - Wie bin ich's müde, diesem Götzen / zu schmeicheln, den mein Innerstes verachtet! / Wann soll ich frei auf diesem Throne stehn! / Die Meinung muß ich ehren, um das Lob / der Menge buhlen, einem Pöbel muß ich's / recht machen, dem der Gaukler nur gefällt.

Denn wenn der Mächtige des Streits ermüdet, / wirft er behend auf den geringen Mann, / der arglos ihm dient, den blutgen Mantel / der Schuld und leicht gereinigt steht er da.

Es gibt ein altes Sprichwort: Ein Ermüdeter sucht Streit. Dasselbe gilt vom Hungrigen und Durstigen und überhaupt von jedem Menschen, den etwas quält. Denn wie Geschwüre bei leichter Berührung, ja schon bei dem Gedanken, sie könnten berührt werden, schmerzen, so wird ein leidendes Gemüt bei geringster Ursache gekränkt, so daß ein Gruß, ein Brief, eine Rede oder eine Frage zum Streit führen kann.

Kann wohl jemand dankbar sein gegen einen Menschen, der eine Wohltat entweder übermütig hinschleudert oder dem Bittenden im Zorne an den Hals wirft oder müde seine Hand auftut, nur um nicht mehr belästigt zu werden?

Heftige Feuer brennen bald sich aus. / Ein sanfter Schau'r hält an, ein Wetter nicht. / Wer frühe spornt, ermüdet früh sein Pferd, / und Speis' erstickt den, der zu hastig speist.

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