Zitate mit "schritte"

53 Fundstellen

Die Kirche hat Fortschritte in der Kenntnis der menschlichen Natur gemacht und Einsicht in die Macht der menschlichen Vorurteile bekommen.

Es ist hübsch, daß in mehreren Sprachen, bei Völkern, deren Sitten sehr einfach sind und die der Natur am nächsten kommen, "eine Frau erkennen" "bei ihr schlafen" heißt, als ob man sie sonst nicht kennte. Wenn die Patriarchen diese Entdeckung gemacht haben, so waren sie fortgeschrittener, als man glaubt.

Es handelt sich nicht darum, ob wir treppauf oder treppab gehen, sondern wohin wir gehen und was das Ziel unserer Schritte ist.

Wo die Worte gar so leicht und behende dahinfahren, da sei auf deiner Hut; denn die Pferde, die den Wagen mit Gütern hinter sich haben, gehen langsameren Schrittes.

Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

Es geht gut. Der Berg ist überschritten.

Erzittre vor dem ersten Schritte, / Mit ihm sind schon die andern Tritte / Zu einem nahen Fall getan.

Die ersten Schritte, die uns in den Irrgarten der Liebe bringen, sind so angenehm, die ersten Aussichten so reizend, daß man sie gar zu gern in sein Gedächtnis zurückruft.

Ein geschäftiges Weib tut keine Schritte vergebens.

Nichts ist beständig! Manches Mißverhältnis / löst unbemerkt, indem die Tage rollen, / durch Stufenschritte sich in Harmonie.

Das Leben gleicht jener beschwerlichen Art zu wallfahrten, wo man drei Schritte vor und zwei zurück tun muß.

Vergleiche doch die jugendliche Glut, / die selbstischen Besitz verzehrend hascht, / nicht dem Gefühl des Vaters, der entzückt, / in heilgem Anschaun stille hingegeben, / sich an Entwicklung wunderbarer Kräfte, / sich an der Bildung Riesenschritten freut. / Der Liebe Sehnsucht fordert Gegenwart; / doch Zukunft ist des Vaters Eigentum. / Dort liegen seiner Hoffnung weite Felder, / dort seiner Saaten keimender Genuß.

Wenn in Wissenschaften alte Leute retardieren, so retrogradieren junge. Alte leugnen die Vorschritte, wenn sie nicht mit ihren früheren Ideen zusammenhängen, junge, wenn sie der Idee nicht gewachsen sind und doch auch etwas Außerordentliches sein möchten.

Die meisten großen Fortschritte im inneren Menschenleben werden durch eine Entsagung eingeleitet, die ihren Preis bildet.

Das allerbeste Zeichen des inneren Fortschrittes ist es, wenn es einem in möglichst guter und hochgesinnter Gesellschaft wohl ist und in gewöhnlicher immer weniger.

Der Graf von Strahl: Was fesselt dich an meine Schritte an? / Käthchen: Mein hoher Herr! Da fragst du mich zuviel. / Und läg' ich so, wie ich vor dir jetzt liege, / vor meinem eigenen Bewußtsein da, / auf einem goldnen Richtstuhl laß es thronen / und alle Schrecken des Gewissens ihm / in Flammenrüstungen zur Seite stehn, / so spräche jeglicher Gedanke noch / auf das, was du gefragt: Ich weiß es nicht.

Sehr kluge und verständige Menschen tun oft im gemeinen Leben Schritte, bei denen wir den Kopf schütteln müssen.

Sie ging mit Schritten, wovon jeder die Absicht zu haben schien. zu besiegen.

So lenkt ein Irrwisch unsre Schritte, / Und erst in unsers Lebens Mitte / Steckt die Vernunft ihr Lämpchen an.

In der Liebe sind alle Männer fortgeschrittene Anfänger.

Jedes Jahrhundert hat die Tendenz, sich als das fortgeschrittene zu betrachten und alle andern nur nach seiner Idee abzumessen.

Des Weges Weite gibt des Schrittes Maß.

Am Ende sieht's ein Tor, ein Klügrer in der Mitte, / und nur der Weise sieht das Ziel beim ersten Schritte.

Wir handeln, wie wir müssen. / So laßt uns das Notwendige mit Würde, / mit festem Schritte tun.

Mit dem Mädchen hat es die Natur auf das, was man im dramaturgischen Sinne einen Knalleffekt nennt, abgesehen, indem die dieselben auf wenige Jahre mit überreichlicher Schönheit, Reiz und Fülle ausstattete, auf Kosten ihrer ganzen übrigen Lebenszeit, damit sie nämlich während jener Jahre der Phantasie eines Mannes sich in dem Maße bemächtigen können, daß er hingerissen wird, die Sorge für sie auf zeitlebens in irgendeiner Form ehrlich zu übernehmen; zu welchem Schritte ihn zu vermögen die bloße vernünftige Überlegung keine hinlänglich sichere Bürgschaft zu geben schien.

Es ist nämlich eine triviale und nur zu häufig bestätigte Wahrheit, daß wir oft törichter sind, als wir glauben. Hingegen ist, daß wir oft weiser sind, als wir selbst vermeinen, eine Entdeckung, welche nur die, so in dem Fall gewesen, und selbst dann erst spät, machen. Es gibt etwas Weiseres in uns, als der Kopf ist. Wir handeln nämlich bei den großen Zügen, den Hauptschritten unseres Lebenslaufens, nicht sowohl nach deutlicher Erkenntnis des Rechtes, als nach einem inneren Impuls, man möchte sagen Instinkt, der aus dem tiefsten Grunde unseres Wesens kommt, und bemäkeln nachher unser Tun nach deutlichen, aber auch dürftigen, erworbenen, ja erborgten Begriffen.

Im Upanischad des Veda wird die natürliche Lebensdauer auf 100 Jahre angegeben. Ich glaube mit Recht, weil ich bemerkt habe, daß nur die. welche das 90. Jahr überschritten haben, der Euthanasie teilhaft werden, d. h. ohne alle Krankheit, auch ohne Apoplexie, ohne Zuckung, ohne Röcheln, ja bisweilen ohne zu erblassen, meistens sitzend, und zwar nach dem Essen, sterben oder vielmehr gar nicht sterben, sondern nur zu leben aufhören. In jedem früheren Alter stirbt man bloß an Krankheiten, also vorzeitig.

Religionen sind dem Volke nothwendig, und sind ihm eine unschätzbare Wohlthat. Wenn sie jedoch den Fortschritten der Menschheit in der Erkenntniß der Wahrheit sich entgegenstellen wollen; so müssen sie mit möglichster Schonung bei Seite geschoben werden.

Nach dem Essen sollst du stehn / oder tausend Schritte gehn.

Ich halte Dich für unglücklich, weil Du niemals unglücklich warst. Ohne auf Widerstand zu stoßen, bist Du durchs Leben geschritten. Niemand kann beurteilen, was in Deinen Kräften steht, nicht einmal Du selbst.

Ein großer Teil des inneren Fortschrittes liegt schon im Willen zum Fortschritt.

Als dieser Körper einen Geist enthielt, / war ihm ein Königreich zu enge Schranke. / Nun sind zwei Schritte der gemeinsten Erde / ihm Raum genug.

Stammt der Mensch, wenn auch als der höchste, geläutertste Sprössling, aus dem Tierreich her, so ist er von Hause aus ein irrationelles Wesen; es wird, bei allen Fortschritten von Vernunft und Wissenschaft, doch die Natur, Begierde und Zorn, immer eine große Gewalt über ihn behalten.

Einst war die Seltenheit der Bücher den Fortschritten der Wissenschaft nachteilig. Jetzt ist es deren Überzahl, die verwirrt und eigenes Denken verhindert.

Nur die Mittelmäßigkeit macht Fortschritte. Ein Künstler bewegt sich in einem Kreis von Meisterwerken, von denen das erste nicht weniger vollkommen ist als das letzte.

Wie groß sind die Fortschritte der Menschheit, wenn wir auf den Punkt sehen, von dem sie ausging, und wie klein, betrachten wir den Punkt, wo sie hin will.

Man ist denn doch nur ein vagierender Räuber und Spitzbube, wenn man das dreißigste Jahr überschritten hat, ohne verheiratet zu sein.

Zu den Vorteilen des fortgeschrittenen Alters gehört offenbar, daß ich im Kino wie auch privat als eine Art Weiser betrachtet werde.

Überall, zwei Schritte von deinen täglichen Wegen, gibt es eine andere Luft, die dich zweifelnd erwartet.

Japans Frauen sind stets einige Schritte hinter den Männern gegangen. Es ist Zeit, daß die Frauen aufstehen und die Männer ihnen folgen.

Die wissenschaftlichen, sozialen und technischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben viele Menschen vergessen lassen, daß man im Leben und mit dem Leben nicht alles machen kann. Das Bewußtsein für Grenzen, die um Gottes und der Menschen willen nicht überschritten werden dürfen, ist geschwunden. Wir brauchen ethische Maßstäbe, an denen wir uns orientieren können.

Leis kommt den angenommenen Sitten die angeborene nachgeschritten.

Nach dem Essen sollst du stehen / Oder tausend Schritte gehen.

Steile Berge hinansteigen, fordert im Anfang langsame Schritte.

Nach dem Essen sollst du ruhn, / oder tausend Schritte tun.

Wenn wir größer sind, als unsere Schritte, verlieren wir unsere Harmonie.

Während alle anderen Wissenschaften weiter fortgeschritten sind, ist die der Staatsführung zum Stillstand gekommen. Man versteht und praktiziert sie jetzt nur etwas besser als vor viertausend Jahren.

Wer bedingungslos lieben lernen will, muss zuvor das Feuer des Hasses in aller Glut durchschritten haben.

Die Krisis der Menschheit läuft mit riesigen Schritten dem Chaos unsichtbar voran. Doch unsere Augen sehen nur das Chaos und nicht den Urgrund der Krisis. So flicken wir immer weiter nur am Vermeintlichen des wahren Problems.

Die Botschaft der Missionare machte fast nirgendwo nennenswerte Fortschritte, solange nicht die Macht von Besatzern hinter ihr stand.

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