Zitate mit "kalt"

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Für mich war das Festival immer ein Alptraum. Aber ich stürzte mich ins kalte Wasser. Ich wurde das Starlet vom Dienst, das aufsteigende Sternchen, das barfuß herumlief.

Wenn du von kalt und warm sprichst, so weisst du, was böse und gut bedeutet, und wenn du an lau denkst, so begreifst du vielleicht, was schlecht ist.

Es spricht die kalte Schönheit auch aus dir, / die nichts erzeugt als ihren eignen Willen, / so schön zu sein, und jeder beuget ihr den eignen Sinn, ihn mit ihr auszufüllen. / Sie wandelt ewig sich nur schaffend hier, / und nie kann sie die fremde Sehnsucht stillen. / Sie blickt in sich, sich selbst so schön erbauet; / denn sie erlischt, wenn sie ins Leben schauet.

O Mutter, halte dein Kindlein warm, / die Welt ist kalt und helle, / und trag es fromm in deinem Arm / an deines Herzens Schwelle.

Ich habe bemerkt, daß der unterscheidende Zug von Menschen, die an gute Gesellschaft gewöhnt sind, eine kalte, unerschütterliche Ruhe ist, welche allen ihren Handlungen und Zuständen, von den wichtigsten bis zu den geringsten, sich mitteilt. Sie essen mit Ruhe, bewegen sich mit Ruhe, lieben mit Ruhe und verlieren ihr Weib, selbst ihr Geld mit Ruhe, während gemeine Leute keinen Löffel oder eine Beleidigung einnehmen können, ohne einen fürchterlichen Lärm darüber anzufangen.

Das Mitleid derer, die nicht gelitten haben, ist wie ein leichter, scharfer Wind, der die Sonne selber kalt macht. Die Teilnahme derer, die gelitten haben, ist wie ein Tauwind, warm wie der Föhn, selbst im Winter; aber sie macht widerstandslos.

Wenn man einen Menschen lieb hat, dann zweifelt man nie an ihm. Sobald man zweifelt, prüfe man sich selbst: irgend ein Herzenswinkelchen will kalt werden.

Nach einem großen Unglück geht die Ehe leicht auseinander. Man muß sich sehr lieb haben, wenn man dann nicht kalt und fremd werden soll.

Der Mäßige wird öfters kalt genannt / von Menschen, die sich warm vor andern glauben, / weil sie die Hitze fliegend überfällt.

Wir sind kalt, stolz, hoch, klar, klug, wenn wir verdienen, Weiber zu heißen, und alle diese Vorzüge legen wir euch zu Füßen, sobald wir lieben.

Wenn diesen Langeweile treibt, / kommt jener satt vom übertischten Mahle, / und, was das Allerschlimmste bleibt, / gar mancher kommt vom Lesen der Journale. / Man eilt zerstreut zu uns wie zu den Maskenfesten, / und Neugier nur beflügelt jeden Schritt; / die Damen geben sich und ihren Putz zum besten / und spielen ohne Gage mit. / Was träumet Ihr auf Eurer Dichterhöhe? / Was macht ein volles Haus Euch froh? / Beseht die Gönner in der Nähe! / Halb sind sie kalt, halb sind sie roh.

Der kann sich manchen Wunsch gewähren, / der kalt sich selbst und seinem Willen lebt; / allein wer andre wohl zu leiten strebt, / muß fähig sein, viel zu entbehren.

Das Kalte wird warm, / der Reiche wird arm, / der Narre gescheit: / Alles zu seiner Zeit.

Ihr bleibt bei meinem Worte kalt, / Euch guten Kindern lass ich's gehen; / Bedenkt: der Teufel, der ist alt, / So werdet alt, ihn zu verstehen!

Sabinus hat mir zwar das kalte Weh vertrieben, / mich aber durch den Lohn schier wieder aufgerieben, / derhalben sag' ich frei, ich weiß ihm keinen Dank, / vor diesem war mein Leib, jetzt ist mein Beutel krank.

Sie liebt mich noch, sie ist mir gut, / drum bin ich froh und wohlgemut; / mein Herz schlägt warm in kalter Nacht, / wenn es ans treue Lieb gedacht.

Gedächtnis haben kalte Seelen, / die fühlenden Erinnerung.

Einige Leute haben ein Herz wie ein Ofen; er ist an sich kalt, aber sie heizen ihn, wenn sich Jemand wärmen will.

Am Meer, am wüsten, nächtlichen Meer / steht ein Jüngling-Mann, / die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel, / und mit düstern Lippen fragt er die Wogen: / "O löst mir das Rätsel des Lebens, / das qualvoll uralte Rätsel, / worüber schon manche Häupter gegrübelt, / Häupter in Hieroglyphenmützen, / Häupter in Turban und schwarzem Barett, / Perückenhäupter und tausend andre, / arme, schwitzende Menschenhäupter. / Sagt mir, was bedeutet der Mensch? / Woher ist er kommen? Wo geht er hin? / Wer wohnt dort oben auf den goldenen Sternen?" / Es murmeln die Wogen ihr ew'ges Gemurmel, / es wehet der Wind, es fliehen die Wolken, / es blinken die Sterne gleichgültig und kalt. / Und ein Narr wartet auf Antwort.

Drauf fühlt ich einen Trieb, vermischt von Lust und Leiden, / den ich bekennen muß, doch nicht zu nennen weiß, / ein Mengsel von Begier, Bedenken. Furcht und Freuden, / bald ward mir wohl, bald weh, bald kalt, bald wieder heiß.

Es klingt so kalt und spitz und stechend: Pflicht - Pflicht.

Der Engländer ist im Anfange einer jeden Bekanntschaft kaltsinnig und gegen einen Fremden gleichgültig. Er hat wenig Neigung zu kleinen Gefälligkeiten. Dagegen wird er, sobald er ein Freund ist, zu großen Dienstleistungen aufgelegt.

Während man dem Geist immer mehr Nahrung gibt und die Köpfe erhellt, läßt man nicht selten das Herz erkalten.

Die Kühle ist das Klima des Erfolges. Am meisten erreicht man auf kaltem Wege.

Entwöhne, Geliebte, von dem Gatten dich / und unterscheide zwischen mir und ihm! / Sie schmerzt mich, diese schmähliche Verwechslung, / und der Gedanke ist mir unerträglich, / daß du den Laffen bloß empfangen hast, / der kalt ein Recht auf dich zu haben wähnt!

Denn jetzt steig' ich in meinen Busen nieder, / gleich einem Schacht, und grabe, kalt wie Erz, / mir ein vernichtendes Gefühl hervor. / Dies Erz, dies läutr' ich in der Glut des Jammers / hart mir zu Stahl, tränk es mit Gift sodann, / heißätzendem, der Reue durch und durch, / trag es der Hoffnung ew'gem Amboß zu / und schärf' und spitz' es mir zu einem Dolch. / Und diesem Dolch jetzt reich ich meine Brust: / So! So! So! So! Und wieder! - Nun ist's gut.

Denn wenn das Herz ein Bedürfnis hat, so ist es kalt gegen alles, was es nicht befriedigt.

Du hast bei der besten Sache schon halb verloren, wenn du nicht kaltblütig bleibst.

Die Frau poche nicht auf ihre unverletzte Treue, welche vielleicht das Verdienst des Zufalls oder eines kalten Temperaments ist.

Seid Brunnen kalten Wassers oder heißen Glühweins, aber seid nicht lauwarme Brühe.

Es ist ein Beweis geringer Freundschaft, wenn man deren Erkalten bei unseren Freunden nicht bemerkt.

Lau ist schlimmer noch als kalt.

Dein Vorfahr, sprach er, war mir viel zu kalt, / zu rauh. Er gab so unhold, wenn er gab; / erkundigte so ungestüm sich erst / nach dem Empfänger; nie zufrieden, daß / er nur den Mangel kenne, wollt' er auch / des Mangels Ursach wissen, um die Gabe / nach dieser Ursach filzig abzuwägen. /

Was in den neueren Versuchen Erträgliches ist, davon bin ich mir selbst bewußt, daß ich es einzig und allein der Kritik zu verdanken habe. Ich fühle die lebendige Quelle nicht in mir, die durch eigene Kraft sich emporarbeitet, durch eigene Kraft in so reichen, so frischen, so reinen Strahlen aufschießt; ich muß alles durch Druckwerk und Röhren aus mir heraufpressen. Ich würde so arm, so kalt, so kurzsichtig sein, wenn ich nicht einigermaßen gelernt hätte, fremde Schätze bescheiden zu borgen, an fremdem Feuer mich zu wärmen und durch die Gläser der Kunst mein Auge zu stärken. Ich bin daher immer beschämt oder verdrießlich gewoirden, wenn ich zum Nachteil der Kritik etwas las oder hörte.

Die Verstellung bleibt immer kalt. /

Es gibt Leute, die so wenig Herz haben, etwas zu behaupten, daß sie sich nicht getrauen zu sagen, es wehe ein kalter Wind, so sehr sie ihn auch fühlen möchten, wenn sie nicht vorher gehört haben, daß es andre Leute gesagt haben.

So war der Mensch zu allen Zeiten, / so ist er jung, so bleibt er alt; / Heiß ist er gegen Kleinigkeiten / und gegen große Dinge kalt.

Es gibt eine heißen und einen kalten Eifer. Die größten Dinge in der Welt sind durch den letzteren vollendet worden.

Ein heißes Eisen, durch Abstrakta sublimiert, wird kalter Kaffee.

Menschenhaß macht leicht blind gegen die Welt, wie in allzukalten Zimmern die Fenster bis zur völligen Undurchsichtigkeit gefrieren.

Niemand war und ist mir eine empfindliche Geißel als der richterlich geartete Mitmensch. Er ist für mich der personifizierte böse Blick. Vor ihm erschrickt alles Lebendige in mir so tief, als hätte der Tod selbst es gestreift. So mag eine Pflanze aufhören zu wachsen, wenn sie ein schlimmer Zauberer anhaucht. Sie will gern von Wind, Regen und Kälte vernichtet werden, und wenn sie jemand zertritt, so wird sie es als etwas Natürliches hinnehmen; aber sich bei lebenndigem Leibe Von einem anderen lebenden Wesen schlechtweg in Frage stellen, verneinen, für unfähig, für einen Irrtum erklären lassen zu müssen und das nicht etwa unter einem Feuer von Leidenschaft, sondern kalt, Vorbedacht - das ist unerträglich.

Die kalten Winde bliesen / Mir grad ins Angesicht, / Der Hut flog mir vom Kopfe, / Ich wendete mich nicht.

Man darf wohl eine Bitte abweisen, aber nimmermehr darf man einen Dank abweisen oder, was dasselbe ist, ihn kalt und konventionell annehmen. Dies beleidigt tief.

Unbewegt ist meine Seele und hell wie das Gebirge am Vormittag. Aber sie meinen, ich sei kalt und ein Spötter.

Kalte Seele, Maultiere, Blinde, Trunkene heißen mir nicht herzhaft. Herz hat, wer Furcht kennt, aber Furcht zwingt, wer den Abgrund sieht, aber mit Stolz.

Sie sind kalt, diese Gelehrten! / Daß ein Blitz in ihre Speisen schlüge / und ihre Mäuler lernten Feuer fressen!

Kindergebete sind leer und kalt und eigentlich nur Überreste des jüdischchristlichen Opferglaubens, der durch Unschuldige statt durch Unschuld versöhnen und gewinnen will.

Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten.

Die alten Menschen: Wohl sind sie lange Schatten, und ihre Abendsonne liegt kalt auf der Erde, aber sie zeigen alle nach Morgen.

Von gemeinen Menschen, von Leuten ohne Erziehung, halte dich in kalter, obgleich nicht stolzer Entfernung; denn, wie ein morgenländischer Spruch sagt, Kälte bändigt den Schlamm, damit er den Fuß nicht beschmutze.

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