Zitate mit "langsam"

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Wenn ich zusehen muß, wie das Theater insgesamt langsam vor die Hunde geht, und nichts dagegen tun kann, möchte ich fast verzweifeln.

Eine Enttäuschung ist wie ein erfrorenes Glied. Man wird nur langsam gesund und leidet immer daran.

Wo die Worte gar so leicht und behende dahinfahren, da sei auf deiner Hut; denn die Pferde, die den Wagen mit Gütern hinter sich haben, gehen langsameren Schrittes.

Alle, die den Krieg kennen, wissen, daß zu einem wichtigen Entschluß in der Strategie viel mehr Willensstärke gehört als in der Taktik. In der Strategie, wo alles viel langsamer abläuft, ist den eigenen und fremden Bedenken, Einwendungen und Vorstellungen und also auch der unzeitigen Reue viel mehr Raum gegönnt, und da man alles erraten und vermuten muß, ist auch die Überzeugung weniger kräftig.

Die nur ganz langsam gehen, aber immer den rechen Weg verfolgen, können viel weiter kommen als die, welche laufen und auf Abwege geraten.

Nirgends hin als auf den Mund, / da sinkt's in des Herzens Grund. / Nicht zu frei, nicht zu gezwungen, / nicht mit gar zu fauler Zungen. / Nicht zu harte, nicht zu weich, / bald zugleich, bald nicht zugleich, / nicht zu langsam, nicht zu schnelle, / nicht ohn Unterschied der Stelle. / / Halb gebissen, halb gehaucht, / halb die Lippen eingetaucht, / nicht ohn Unterschied der Zeiten, / mehr alleine, denn bei Leuten.

Langsam, aber unverkennbar erliegen wir dem Hochmut der Macht.

O weiser Brauch der Alten, das Vollkommne, / das ernst und langsam die Natur geknüpft, / des Menschenbilds erhabne Würde, gleich / wenn sich der Geist, der wirkende, getrennt, / durch reiner Flammen Tätigkeit zu lösen! / Und wenn die Glut mit tausend Gipfeln sich / zum Himmel hob und zwischen Dampf und Wolken, / des Adlers Fittich deutend, sich bewegte, / da trocknete die Träne, freier Blick / der Hinterlaßnen stieg dem neuen Gott / in des Olymps verklärte Räume nach.

Im Roman sollen vorzüglich Gesinnungen und Begebenheiten vorgestellt werden, im Drama Charaktere und Taten. Der Roman muß langsam gehen, und die Gesinnungen der Hauptfigur müssen, es sei auf welche Weise es wolle, das Vordringen des Ganzen zur Entwicklung aufhalten. Das Drama soll eilen, und der Charakter der Hauptfigur muß sich nach dem Ende drängen und nur aufgehalten werden.

Was ich einmal für recht erkenne, möcht ich auch gleich getan sehn. Das Leben ist so kurz, und das Gute wirkt so langsam.

Der Skythe setzt ins Reden keinen Vorzug, / am wenigsten der König. Er, der nur / gewohnt ist, zu befehlen und zu tun, / kennt nicht die Kunst, von weitem ein Gespräch / nach seiner Absicht langsam fein zu lenken.

Hier trat ihm sein neuer Diener entgegen und machte ihm begreiflich, daß man sich durchaus abgewöhnen müsse, fertig werden zu wollen. Alles, was man tue, müsse man langsam und behaglich vollbringen, besonders aber die Zeit des Anziehens habe man als angenehme Unterhaltungsstunde mit sich selbst anzusehen.

Geben sie uns zu Anfang eine Geschichte von wenig Personen und Begebenheiten, die gut erfunden und gedacht ist, wahr, natürlich und nicht gemein, so viel Handlung als unentbehrlich und so viel Gesinnung als nötig; die nicht still steht, sich nicht auf einem Flecke zu langsam bewegt, sich aber auch nicht übereilt; in der die Menschen erscheinen, wie man sie gern mag, nicht vollkommen, aber gut, nicht außerordentlich, aber interessant und liebenswürdig. Ihre Geschichte sei unterhaltend, so lange wir sie hören, befriedigend, wenn sie zu Ende ist, und hinterlasse uns einen stillen Reiz, weiter nachzudenken.

Die Rach ist kein vergeßlich Weib, / Sie dringt zwar langsam auf den Leib, / Allein mit desto schärferm Streiche.

Entsetzlich schwül. Gewitter stehen über dem Tal und entladen sich nur unvollständig. Putlitz speist bei der Großherzogin von Mecklenburg, auch Uechtritz ist in Beschlag genommen, aber die Einsamkeit ist mir ganz recht, das viele Reden von gestern hat mich förmlich erschöpft, eine mir völlig neue Erfahrung. Das Hantieren der Mägde in den Badehäusern mit dem Thermometer, wie anderwärts mit Borst und Flederwisch; wunderliches Bild. Die Glocke schlägt hier so langsam, als ob sie zugleich zählte und sich immer verzählte.

Zur verwickelten, langsamen Intrige neigen kleine, analytische Geister. Hingegen synthetisch-intuitive Geister wissen auf wunderbar geniale Weise die Mittel, die ihnen die Gegenwart bietet, so zu verbinden, daß sie dieselben zu ihrem Zwecke schnell benutzen können.

Aus unserer Natur entsteht ja alles Übel. Nachdem wir eine neue Einrichtung gefunden haben, verderben wir sie zunächst. Dann entdecken wir, dass wir damit unsere Entwickelung gefährden und schwingen uns zu einer höheren Einrichtung auf, die allmählich auch verdorben wird. Und so, so geht es langsam aufwärts.

Begeisterung ist immer ruhig, immer langsam und bleibt innig. Der plötzliche Ausbruch ist nicht Begeisterung und auch nicht aus ihr hervorgegangen, er kommt aus einem heftigen Zustand. Man soll auch die Begeisterung nicht mit dem Schwung verwechseln, der aufregt, während jene bewegt.

Ruhig und langsam die Natur sich selber helfen lassen und nur sehen, dass die umgebenden Verhältnisse die Arbeit der Natur unterstützen, das ist Erziehung.

Die Mühlen der Gerechtigkeit mahlen langsam, aber sicher nicht gratis.

Der Postillion ist faul und langsam, ich bin fleißig und schnell. Das ist natürlich, denn er arbeitet für Geld, und ich für den Lohn der Liebe.

Ans Altsein gewöhnt man sich rasch, viel langsamer ans Nichtmehrjungsein.

Der Langsamste, der sein Ziel nur nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der, der ohne Ziel herumirrt.

Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber trefflich klein. / Ob aus Langmut er sich säumet, bringt mit Schärf' er alles ein.

Willst du alt werden, so werde balde alt. / Behalt den Kragen warm, / fülle nicht zu sehr den Darm, / mache dich der Greten nicht zu nah, / also wirst du langsam grau.

Nichts wird langsamer vergessen als eine Beleidigung und nichts eher als eine Wohltat.

Meine eingelegten Ruder triefen, / Tropfen fallen langsam in die Tiefen. / Nichts das mich verdroß! Nichts das mich freute! / Niederrinnt ein schmerzenloses Heute.

Selbst die Beständigkeit ist nichts weiter als ein langsameres Hin und Her.

Das Volk ist immer zu rasch oder zu langsam. Zuweilen wirft es mit hunderttausend Armen alles über den Haufen, und zuweilen kriecht es mit hunderttausend Beinen.

Im Staat der Sozialisten wird einer auf den anderen aufpassen. Und Faulenzer werden nicht geduldet, dulden sich selber nicht. Wer aber will vorher wissen, wer ein Faulenzer und wer ein Schwangerer ist? Man würde den Schwangeren samt dem Faulenzer verurteilen und damit das Beste der Erde: Das stille, langsame Reifen neuer Gedanken.

Charme wächst, wie die Perle, aus einer kleinen Wunde, die sich langsam schließt.

Wir halten uns niemals an die gegenwärtige Zeit. Wir nehmen die Zukunft voraus, da sie zu langsam kommt, gleichsam um ihren Lauf zu beschleunigen. Und wir rufen die Vergangenheit zurück, um sie aufzuhalten.

Langsam, Schritt für Schritt die Treppe weiter hinauf! Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, daß man sie in Sprüngen überfliegen dürfte. Und ist nicht jede Stufe, die man augenblicklich aufwärtssteigend betritt, ein Glück? Und ist nicht der Treppenabsatz, auf dem man einen Moment stillhält, und sich nochmals faßt, eine Seligkeit?

Langsam in dem Lauf der Horen / füget sich der Stein zum Stein, / schnell, wie es der Geist geboren, / will das Werk empfunden sein.

... Beschäftigung, die nie ermattet, / die langsam schafft, doch nie zerstört, / die zu dem Bau der Ewigkeiten / zwar Sandkorn nur für Sandkorn reicht, / doch von der großen Schuld der Zeiten / Minuten, Tage, Jahre streicht.

Der Ruhm, welcher zum Nachruhm werden will, gleicht einer Eiche, die aus ihrem Samen sehr langsam emporwächst, der leichte, ephemere Ruhm den einjährigen, schnellwachsenden Pflanzen und der falsche Ruhm gar dem schnell hervorschießenden Unkraute, das schleunigst ausgerottet wird.

Eine langsame Zunge, nach der Manier eines vornehmen Herrn.

Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür. / Der Weg der Wissenschaft bringt dich gar langsam für.

Jeder Körper bewegt sich bald langsamer, bald schneller.

Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.

Langsam hatte sie seitdem gelernt, daß schöne Dinge nicht zum Besitzen, sondern zum Betrachten da sind.

Der Rhythmus entsteht aus dem Schnellen und Langsamen, indem diese, vorher auseinanderstrebend, weiterhin in Einklang gebracht werden. Zum Einklang aber verhilft all dem, wie dort die Heilkunst, hier die Musik, indem sie gegenseitige Liebe und Eintracht einpflanzt, und so ist denn die Musik die Kenntnis von den Liebesregungen im Gebiete der Harmonie und des Rhythmus.

Die Verleumdung ist schnell und die Wahrheit langsam.

Wenn aber die Völker an den Zerstörungen, den Verwüstungen, den Grausamkeiten und Unmenschlichkeiten innerlich nicht zerbrachen, wenn sie nach dem Krieg langsam wieder zu sich selbst kamen, dann verdanken wir es zuerst unseren Frauen.

Ein Europa à la carte, bei dem jeder der Partner nur das aussucht, was ihm an diesem Europa besonders zusagt, kann ebensowenig unser Ziel sein wie ein Europa, das sich am langsamsten Schiff im Geleitzug ausrichten muß.

Künftig werden im Wettbewerb nicht die Großen die Kleinen fressen, sondern die Schnellen die Langsamen.

Ich fühle mich oft wie ein Mann, der mit einem Bein auf dem Kai und mit dem anderen noch im Boot steht, während sich das Schiff langsam vom Ufer entfernt.

Frauen kommen langsam - aber gewaltig!

Wir haben keine Zeit, darum langsam!

Stete Not, langsamer Tod.

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